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Wie Bitcoin die Finanzwelt & Geopolitik neu ordnet – Alles Wissenswerte dazu

Wie Bitcoin die Finanzwelt & Geopolitik neu ordnet – Alles Wissenswerte dazu

Wie Bitcoin die Finanzwelt & Geopolitik neu ordnet – Alles Wissenswerte dazu

#ZeroFuchsGiven ist das Format, in dem Fuchs Inc. Begründer Marc Fuchs regelmäßig auf aktuelle Themen eingeht und die Fragen der Fuchs Inc. Community beantwortet. Die Fragen können einfach per E-Mail oder Telegram gesendet werden, die Links dafür stehen unter dem Beitrag.

Die großen Investmentbanken machen vor allem eins: Chaos. Gleichzeitig entscheidet sich China gegen die Bitcoin Miner – schießt sich das fernöstliche Land damit ins Aus? Oder machen die USA, El Salvador und Co einen großen Fehler mit der Bitcoin-Adaption? Los geht’s!

Wir wünschen viel Freude und interessante Einblicke beim Lesen von #ZeroFuchsGiven!

Großbanken: Bitcoin ist Betrug, nein doch ein Asset, aber mit Umweltproblemen

Goldman Sachs startet mit dem BTC-Futures Trading durch. Wie bewertest du das?

Marc erklärt:

„Also dieses ganze Hin und Her der großen Investmentbanken ist schon interessant. Mal ist Bitcoin Betrug, dann hat es Potenzial, dann eine Umweltsau und dann ein Tradingasset. Diese chaotisch wirkende Entwicklung teils selbst innerhalb eines einzelnen Unternehmens, kann für den Retail Investoren sehr verwirrend wirken, folgt meiner Meinung nach allerdings einem Plan.“

Marc erläutert, dass Bitcoin in den vergangenen Jahren extrem erfolgreich war und eine echte Disruption des bestehenden Geld- und Finanzsystems bietet:

„Das wissen natürlich auch die großen Player. Zwar sind sie aus der Natur ihres Geschäfts heraus kategorisch gegen diese Entwicklung, aufgrund des disruptiven Charakters sind ihnen jedoch die Hände gebunden und sie müssen einen Umgang damit finden. Und um in Zukunft nicht komplett an Relevanz zu verlieren, ist der beste Weg die Sicherung einer großen Menge des Bitcoin Supplys. Und Dinge wie Trading Desks spielen in diesem Szenario ebenfalls eine große Rolle, denn dadurch kann die Menge der eigenen Bitcoins gesteigert werden und außerdem durch große Orders der Markt in gewisser Weise beeinflusst werden, sodass einen Vorteil gegenüber dem Retailinvestor entsteht.“

Marc betont, dass das vor allem für das Future Trading gilt, also den Handel mit Preisen, die noch in der Zukunft liegen und in der Regel nicht mit Bitcoin als unterliegendem Asset besichert sind:

„Dabei entsteht ein großer Hebel auf die Einflussnahme des Bitcoin Preises. Dies wiederum kann dann genutzt werden, um den Markt in die gewünschte Richtung zu beeinflussen und sich selbst die Taschen mit Bitcoin zu füllen.“

China, what the rig?

Der China Mining-Ban soll viele Miner nach Texas drängen – wie könnten sich hier die Machtpole in der Zukunft verschieben (Großmacht China oder Bitcoin als Trojanisches Pferd)?

Marc erklärt, dass die Entwicklung rund um Mining und Energienutzung momentan definitiv interessant ist:

„Berichten zufolge sollen jetzt gerade erst vor ein paar Tagen viele Miner in China ihre Server abgestellt haben und es gehen auch Gerüchte um, dass bereits einige Miner ihre Sachen gepackt haben, um sich an neuen Standorten niederzulassen. Durch den nun leichteren Zugang in z.B. Texas, könnte das ein guter Anreiz sein, mehr Mining in den Bundesstaat der USA zu holen.“

Marc erläutert, dass einige Bundesstaaten in den USA – darunter Wyoming und die Region Miami – durchaus an guten Bedingungen für Krypto-Unternehmen arbeiten.

„Generell begrüße ich diese Entwicklung sehr, da sie zum einen die hohe Konzentration der Miner aus China etwas lichtet und zumindest Teile der USA verdeutlichen, dass sie die Trendentwicklung erkannt haben. Hinzu kommt, dass China als Standort sowieso fragwürdig ist, da der politische Einfluss dort unerwünschte Entwicklungen annehmen kann (siehe Zensur im Internet) und ein großer Teil der für das Mining benötigten Energie von umweltschädlichen Quellen wie Kohle stammt. Solch ein Umbruch hat natürlich kurzfristig Auswirkungen auf Bitcoin und das unterliegende Netzwerk, was wir momentan auch gut am Preis und der Hashrate beobachten können. Langfristig ist das jedoch ein sehr positiv bewertbarer Umschwung, der Bitcoin mehr Stärke gibt und weiter innerhalb der breiten Bevölkerung legitimiert. Ob China sich damit ein Gefallen tut, wage ich zu bezweifeln. Allerdings sieht auch diese Nation den gleichen Problemen wie Großbanken entgegen, und zwar, dass sie es hier mit einer nicht mehr zu stoppenden disruptiven Entwicklung zu tun haben.“

Stock-to-Flow Model – Rekordabweichung

Rekordabweichung vom Stock-to-Flow Model – warum?

Marc führt aus, dass die Fragen in Bezug auf die Bitcoin Preisentwicklung immer spannend waren und meistens ohne zufriedenstellende Antwort blieben:

„Sicher spielt die Mining Entwicklung in China eine Rolle, außerdem wird kräftig mit dem Energieverbrauchs- und Umweltschädigungs-FUD um sich geworfen. Wir müssen diese Abweichung vom Stock to Flow Modell natürlich im Auge behalten, dennoch sehe ich noch keinen Grund zur Annahme, dass das Modell invalide geworden ist.“

Marc erklärt, dass wir uns nun einmal in einem Marktumfeld bewegen, das durch News und Interessen mächtiger Player geprägt ist, wodurch es kurz- und auch mittelfristig immer zu Ausreißern kommen kann:

„Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass es ein MODELL ist und keine definitive Vorhersage. Bevor man nun sagt, das Stock to Flow Modell funktioniert nicht mehr, könnte man auch überlegen, ob nicht gerade diese Diskrepanz ein Anreiz sein kann, weiter zu kaufen.“

Du hast Fragen ans Fuchs Inc.-Team?

Dann schreib uns eine Mail an fragen@fuchs-inc.de oder per Telegram an @TheRealAlexKo

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Terra (LUNA) Fundamentalanalyse

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Risikovermeidung schützt vor Verlusten nicht – Was du dazu wissen solltest

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Bitcoin wird offizielles Zahlungsmittel in El Salvador & dadurch auch weltweit offizielles Geld?

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Bitcoin Adaption – Folgt Panama jetzt El Salvador? Das spricht dafür!

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In diesem Marktupdate geht es um drei wichtige Themen: Was grade in Panama passiert, warum die Weltbank El Salvador das Leben schwermacht und welche neuen Steuern sich das Bundesfinanzministerium für Krypto-Nutzer ausdenkt. Los geht’s!

Wir wünschen viel Freude und interessante Einblicke beim Lesen unseres Marktupdates!

Oh, wie schön ist Panama

Nachdem El Salvador als erstes Land Bitcoin zur „legal tender“ gemacht hat, versucht Panama nun den Anschluss zu machen. Der Oppositionspolitiker Gabriel Silva erklärte, dass auch Panama großes Interesse daran habe die Alpha-Kryptowährung zum gesetzlichen Zahlungsmittel zu machen. Somit hat El Salvador – wie erwartet – einen Dominoeffekt ausgelöst. Nun ist nicht mehr die Frage, „welche Länder kommen nach El Salvador?“, sondern vielmehr: Wie schnell folgen wie viele weitere Länder und welchen Effekt hat das auf Bitcoin und die Krypto-Welt?

Gabriel Silva erläuterte auf Twitter:

„Und Panama darf nicht zurückgelassen werden. Wenn wir ein echter Technologie- und Unternehmerstandort sein wollen, müssen wir Kryptowährungen unterstützen.“

Somit möchte Panama mit El Salvador nun in einen positiven Wettbewerb treten. In den kommenden Wochen widmet sich die Politik Panamas Diskussionen mit Anwälten, Bitcoin-Nutzern, Krypto-Unternehmen, Regierungsbeamten und mehr.

Interessant zu wissen ist, dass Panama generell offen gegenüber Währungen ist. Denn per Verfassung ist es dem Land verboten, nur bestimmte Währungen als gesetzliches Zahlungsmittel zu akzeptieren. Des Weiteren gibt es in Panama keine Zentralbank – den US-Dollar führte Panama 1904 im Rahmen eines Währungsabkommens ein. Übrigens wäre der Bitcoin nicht die einzige offizielle Währung neben dem US-Dollar, denn in Panama gibt es dazu noch eine zusätzliche lokale Währung namens „Balboa“.

Die Weltbank macht El Salvador das Leben schwer

Nachdem El Salvador Bitcoin zur offiziellen Währung gemacht hat, erklärt die Weltbank nun, dass sie bei der Umsetzung des Vorhabens keine Unterstützung bieten wird. Gegenüber Reuters sagte ein Sprecher:

„Wir sind bestrebt, El Salvador auf vielfältige Weise zu helfen, unter anderem bei der Währungstransparenz und bei Regulierungsprozessen. Obwohl die Regierung uns um Hilfe bei Bitcoin gebeten hat, kann die Weltbank dies angesichts der Umwelt- und Transparenzmängel nicht unterstützen.“

Am Mittwoch richtete sich El Salvadors Finanzminister Alejandro Zelaya an die Weltbank, um Unterstützung bei der Implementierung von Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel zu erhalten. Das Fazit nach einem Gespräch mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) war dafür positiv – der IWF sei „nicht gegen“ die Einführung von Bitcoin als „legal tender“. Allerdings sieht der IWF in Bezug auf Bitcoin auch makroökonomische, finanzielle und rechtliche Probleme auf das Land zukommen.

Plant das Bundesfinanzministerium neue Krypto-Steuern?

In einer Mail an die Länder gab das Bundesfinanzministerium heute bekannt, zusammen mit den Finanzbehörden der Länder an einem Entwurf zu Krypto-Steuern zu arbeiten. In einem vorläufigen Paper finden wir Hinweise auf eine Neuauflage der Krypto-Regulierung in Bezug auf die ertragsteuerliche Behandlung von Token im Allgemeinen und virtuellen Währungen wie beispielsweise Bitcoin im Speziellen. In einem Schreiben an die Länder lesen wir:

„Nach Prüfung der Stellungnahmen der Verbände und erneuter Abstimmung mit den obersten Finanzbehörden der Länder wird das Bundesministerium der Finanzen die finale Fassung des BMF-Schreibens amtlich veröffentlichen. Damit soll den Praktikern in Verwaltung und Wirtschaft und dem einzelnen Steuerpflichtigen ein Leitfaden zur ertragsteuerlichen Behandlung von Token und virtuellen Währungen an die Hand gegeben werden.“

Ein Blick in den vorläufigen Bericht lohnt sich, denn dort geht es auch im Detail darum, wie die verschiedenen Facetten des Kryto-Space definiert werden und zu behandeln sind. Unter anderem geht das Bundesfinanzministerium auch im Detail auf Initial Coin Offering (ICO), Forks, Lending, Staking und Airdrops ein.

Insbesondere die steuerliche als auch rechtliche Behandlung innerhalb Deutschlands löst oft Diskussionen aus und die Einstellungen sind recht divers. Wenn du an solchen Diskussionen teilhaben willst, um ein Gefühl der generellen Einstellung zu bekommen, eigenen sich zunehmend auch unterschiedliche Chatgruppen, wie z.B. die der Beincrypto Community. Generell ist der Austausch für Einsteiger als auch Erfahrene wichtig, da sich der Space schnell entwickelt und man sich gegenseitig gut weiterbringen kann. 

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#ZeroFuchsGiven ist das Format, in dem Fuchs Inc. Begründer Marc Fuchs regelmäßig auf aktuelle Themen eingeht und die Fragen der Fuchs Inc Community beantwortet. Die Fragen können einfach per E-Mail oder Telegram gesendet werden, die Links dafür stehen unter dem Beitrag.

In der heutigen Ausgabe geht es um die Frage, welche Chancen sich für Lateinamerika durch die Einführung von Bitcoin als offizielles Währungsmittel ergeben. Außerdem werfen wir einen Blick auf die teils erheblichen Risiken und dir Frage, inwieweit dieser Schritt eine Überraschung für andere Nationen war – we keep you posted!

Wir wünschen viel Freude und interessante Einblicke beim Lesen von #ZeroFuchsGiven!

El Salvador: First Mover, aber mit welchen Risiken?

Welche Chancen eröffnen sich durch BTC für Lateinamerika? Marc erklärt uns:

 „Ich sehe da viele Vorteile. Erstens ermöglicht die Adaption von Bitcoin eine Entkopplung des Einflusses anderer Staaten und Institutionen. Zweitens haben die Early Birds einen First Mover Vorteil. Kommt der Stein erstmal richtig ins Rollen, hat das unweigerlich enorme Auswirkungen auf den Bitcoinpreis und könnte kleine und/oder arme Nationen zu neuem Reichtum katapultieren. Des Weiteren können dadurch teils exorbitante Kosten für Überweisungen gespart werden, die bei einigen Ländern Milliardenbeträge einnehmen.“

Allerdings sagt Marc auch, dass wir die Risiken nicht außer Acht lassen dürfen:

„Die machthabenden Staaten und Institutionen wollen ihren Einfluss nicht verlieren, denn dieser Einfluss bedeutet primär Einnahmen. El Salvador hat sich mit diesem richtigen und mutigen Schritt eine Zielscheibe auf die Brust gemalt und wird sicherlich so einige Attacken durchstehen müssen, sei es finanzieller, militärischer oder infiltrativer Natur. Die größte Chance, diesen potenziell verehrenden Konsequenzen aus dem Weg zu gehen, dürften dabei Zusammenschluss und Kooperation sein. Denn im Zusammenschluss ist das System nicht nur resilienter, es bietet auch den Schutz der Masse. Das Zeitfenster für die Adaption gebeutelter Länder ist jetzt da und sollte wahrgenommen werden.“

Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen…

War die BTC Adaption in Südamerika eine Überraschung für andere Länder? Marc führt aus:

„Gut möglich, dennoch wahrscheinlich vorhersehbar. Ich persönlich vertrete ja die Meinung, dass da im Hintergrund mächtig was brodelt und die Staaten unserer Erde bereits vor einiger Zeit erkannt haben, welches Risiko Bitcoin für ihre Machtstellung und Währungsmonopole hat. Daraus schließe ich für mich persönlich, dass dort seit geraumer Zeit an vielen Stellen Bestrebungen laufen, um sich auf diesen Fall vorzubereiten. Vordergründig sahen und sehen wir viele Versuche, das Szenario von Bitcoin als Weltwährung zu unterwandern, in dem Verbote ausgesprochen, CBDCs entwickelt und enorm viel negative Presse produziert werden.“

Marc erklärt weiter, dass El Salvadors Entscheidung einen Dominoeffekt auslösen wird:

„Wenn die einzelnen Regierungen jedoch nicht komplett auf den Kopf gefallen sind, ist ihnen definitiv bewusst gewesen, dass die Verbreitung von Bitcoin weiter voranschreiten wird und in absehbarer Zeit auch einzelne Nationen, wenn auch aus unterschiedlichen Beweggründen, Bitcoin für sich entdecken werden. Und diese Entwicklung birgt ein äußerst großes Risiko, da der daraus entstehende Dominoeffekt starke geopolitische Auswirkungen haben wird. Ich möchte damit sagen, dass ich denke, dass andere Länder diesen Prozess auf dem Schirm hatten, bzw. sich davor gefürchtet haben. Dass diese Entwicklung in El Salvador startet und sich über vorrangig initial Lateinamerika ausbreitet, dürfte zwar eine Unbekannte gewesen sein, die Entwicklung an sich jedoch nicht. Erstmals sind wir in einer Situation, in der eine disruptive Technologie Machthaber dazu zwingt, zu reagieren, anstatt agieren zu können. Es macht den Eindruck, als würde versucht werden, einen Brandherd nach dem nächsten zu löschen doch der Flächenbrand ist zu weit vorangeschritten. Das alte System wird gerodet.“

Entdecke jetzt die Fuchs Inc. Altcoin Analysen:

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Apropos CBDCs: Nigeria auf dem Vormarsch

Nicht nur Cardano startet mit ADA in Nigeria voll durch, sondern auch die nigerianische Regierung geht voll und ganz im Konzept der digitalen Währungen auf und arbeitet an einer eigenen CBDC. Was läuft da?

„Grundsätzlich bin ich kategorisch gegen die Einführung von CBDCs, solange diese obligatorisch sind. Quasi jeder Unterstützer von Bitcoin und auch anderen Kryptowährungen verfolgt das Ideal, dass Geld sich in der Form manifestieren sollte, in der der Markt – also die Menschen – das wünschen. Und das ist ja auch das Schöne an Bitcoin, denn es entkoppelt Währung von Staat, zerstört Währungsmonopole und befreit den Geldmarkt.“

Marc führt weiter aus, dass CBDCs der Versuch der Machthaber sind, innerhalb des neuen Systems weiterhin die Kontrolle behalten zu wollen:

„Sollten sich hingegen CBDCs entwickeln, die freiwillig genutzt werden können, steht dem grundsätzlich nichts entgegen. Da diese Zentralbank Kryptowährungen Bitcoin als Geld jedoch unterlegen sind, werden sie oder so vom Markt abgelehnt werden. Zumindest so lange sie es nicht schaffen, Bitcoin sinnvoll zu ergänzen.“

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Vom Rabbit Hole zum Sparen mit den richtigen Assets. Aber welche sind das nur? Nikolaus Jilch im Interview

Vom Rabbit Hole zum Sparen mit den richtigen Assets. Aber welche sind das nur? Nikolaus Jilch im Interview

Vom Rabbit Hole zum Sparen mit den richtigen Assets. Aber welche sind das nur? Nikolaus Jilch im Interview

Vom Rabbit Hole zum Sparen mit den richtigen Assets. Aber welche sind das nur? Nikolaus Jilch im Interview:

Wir haben mit Nikolaus Jilch, Moderator, Journalist und Speaker aus Wien, gesprochen. Dabei ging es – natürlich – um Bitcoin, aber auch um Merkel, die Eurokrise, Argentinien und die Inflation. Los geht’s!

Wir wünschen viel Spaß bei diesem spannenden Einblick!

Nikolaus erzählt, wie er auf das Thema Bitcoin gekommen ist, und zwar durch die Geschichte des Geldes. In seinen jungen Jahren als Journalist durchlebte Nikolaus die Eurokrise:

„Damals saß Frau Merkel in Brüssel, am ersten Maiwochenende, das war die erste Krisensitzung. Und da sagte Merkel: „Machen Sie sich keine Sorgen. Das Geld ist sicher“. Und daraufhin bin ich total in Panik geraten. Ich habe mir gedacht, wenn die Merkel sagt, dass Geld ist sicher, dann bricht morgen die Hyperinflation aus und wir müssen alle auf den Kartoffelacker. Und bin also zur Bank gelaufen am nächsten Tag und habe dort mein gesamtes Erspartes, da ging es halt um ein paar Tausend Euro. Als junger Journalist hast du nicht viel Geld. Von dem Geld habe ich Gold gekauft. Ohne dass ich mich aber jemals mit dem Thema davor beschäftigt hätte.“

Down The Rabbit Hole

Das war der Beginn von Nikolaus Reise in das Rabbit Hole. Denn danach ging es mit der bekannten Literatur von Hayek und Mises weiter.

„Plötzlich haben die Dinge einen Sinn ergeben.“

Als Journalist fing Nikolaus dann, an sich dem Thema intensiver zu widmen, auch wenn das Thema Geldgeschichte damals weitaus weniger präsent war als heute.

„Ich habe vor dieser ganzen Geschichte mal ein Jahr lang in Argentinien gelebt und da ist ja so der Umgang mit Geld und mit Inflation ein ganz anderer. Und dann bin ich bei meiner journalistischen Arbeit irgendwann über die Bitcoin-Sache gestolpert und habe erstmals 2013 darüber geschrieben.“

Gekauft hat er übrigens auch, aber nicht gehalten.

„Es war nicht viel, mir ging es eher darum es auszuprobieren. Die Wahrheit ist, dass ich eigentlich bis ins Jahr 2020 von der ganzen Sache gar nicht überzeugt war. Meine Überzeugung, dass das jetzt wirklich was ist, das uns erhalten bleiben wird, kam eigentlich erst mit der Coronakrise und mit den neuen Gelddruckprogrammen in der Notenbank. Aber auch, weil Corona die Digitalisierung vorangetrieben hat.“

Zwar verstand Nikolaus die Ökonomie von Bitcoin recht schnell, glaubte aber nicht an Bitcoins Erfolg.

„Und dann 2020 bin ich an dem Punkt gewesen, wo ich gesagt habe, auch wenn es nicht funktionieren wird, ist auch nichts verloren. Dann sind wir im Grunde in demselben Schlamassel, in dem wir vorher waren. Was mich persönlich an Bitcoin am meisten fasziniert ist, dass es ein Aufklärungsprogramm ist. Also das Wissen geht ja nicht verloren, selbst wenn Bitcoin morgen verschwunden ist.“

Das ist so eine Sache mit der Inflation…

Natürlich kommen wir nicht drum herum, auch über das Thema Inflation zu sprechen. Mittlerweile dürften die Auswirkungen dieser auch bei den Otto Normalverbrauchern angekommen sein, Produkte werden immer teurer.

„Und warum werden die Dinge teurer? Einerseits Basiseffekte: vor einem Jahr gab es halt einen deflationären Schock. Jetzt ist es inflationär. Andererseits gibt es natürlich die Nachfrage. Alle wollen irgendwie gleichzeitig ihr Haus renovieren. Und als Drittes: Wieviel ist gedruckt worden?“

Wenn wir uns Bitcoin angucken, sieht es da mit den Metriken schon besser aus.

„Wenn ich als einziges Interesse im Leben Apple Aktien kaufe, habe ich eine Inflationsrate von etwa 20 % im Jahr. Also die Inflationsrate, die da wieder ausgegeben wird, ist ja nur für die Geldpolitik, um zu messen, ob wir, nach unserer Meinung, einigermaßen in die richtige Richtung gehen. Es hat mit der Lebensrealität sehr wenig zu tun. Ich glaube schon, dass wir jetzt, aus verschiedenen Gründen, die Inflation zum ersten Mal sehen können. Aber wir wissen ja, in der klassischen geldpolitischen Nomenklatur ist alles besser als Deflation, als quasi Kreditdeflation im Geldsystem. Was willst du auch anderes machen? Wenn ich Lagarde wäre, würde ich auch Geld drucken ohne Ende. Die hat ja auch gar keine Wahl.“

Sparen, aber mit den richtigen Assets

Und um sich vor der Inflation zu schützen, sollte man nicht in Geld sparen, führt Nikolaus aus. Zunächst gilt es, das eigene Einkommen jedes Jahr zu erhöhen und dann in den richtigen Assets zu sparen – abgesehen von Bitcoin führt Nikolaus auch Edelmetalle, ETFs und Immobilien an.

„Alle lieben ihre Immobilien, die kosten aber natürlich Nerven, Geld und Zeit. Also ich bin jetzt nicht so ein Fan von Immobilien, aber das ist eher, weil mich das Drumherum nervt. Die Rothschilds haben auch Immobilien gekauft, jede große Dynastie. Immobilien waren immer schon verdammt wichtig für den langfristigen Kapitalaufbau.

 

Ich sage immer was Inflation betrifft, solange wir in einem inflationären Geldsystem leben, kannst du ruhig Angst haben vor der Inflation, dann bist du zumindest aufmerksam und weißt, wer der Gegner ist.“

Die Verbindung zur Realität

„Es beklagen sich ja viele Menschen über die Loslösung der Finanzwirtschaft von der Realwirtschaft. Warum? Wann hat das begonnen? Vor 50 Jahren, mit dem Ende des Goldstandards. Da wurde quasi wirklich die letzte Connection zur Realwirtschaft gekappt und dann kam die große Inflation und heute ist jedes hohe Gebäude in einer Stadt eine Bank. Ein Effekt dieser Financialization of Everything ist eben, dass du in diesen ganzen Märkten, egal ob das Immobilien sind, Edelmetalle, Rohstoffe generell und eben auch Aktienmärkte, hast du so ein nicht näher bestimmbares, aber sehr hohes Store-Value-Premium.“

Um sich vor der Inflation zu schützen, investieren viele Menschen in die Aktien namhafter Unternehmen. Aber auch dort macht die Inflation nicht zwangsläufig Halt vor dem möglichen Gewinn.

„Und da kann Bitcoin helfen eben diese Connection zur Realität wiederherzstellen, indem du ein reines Spar-Asset hast, das ist für mich so der wichtigste Gedanke bei Bitcoin, weil natürlich dieses Store-Value Premium in seiner Größe so gewaltig ist, dass es auch alle Anwendungsfälle vom Ethereum, Cardano, etc komplett pulverisiert, was jetzt die Geldanlagenfrage betrifft. 99,9% der Leute kaufen diese Coins aus Geldanlagegründen und nicht, weil sie die Technologie verstehen.“

Unsere Fuchs Inc. Altcoin Analysen helfen dir dabei, zu den 0,1% zu gehören, die die Anwendung und Technolgie hinter den Projekten verstehen:

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Nun ist das Verständnis der Technologie eine Sache. Doch womit sich Bitcoin-Hodler auch oft befassen, ist welche Zukunft der Alpha-Kryptowährung haben könnte. Denn Regulierungen, Verbote und Adaption ergeben momentan einen Flickenteppich des Chaos.

Bitcoin Verbot: Nicht mehr realistisch

Sollte Bitcoin verboten werden, dürfte das nur wenige Bitcoin-Hodler wirklich stören. Doch momentan sieht es eher danach aus, dass wir einer breitflächigen Adaption entgegengehen.

„Mein Hauptargument ist, solange die USA, also größter und wichtigster Finanzmarkt, nicht dagegen vorgehen, sondern es gewähren lassen, solange kann niemand einen harten Bitcoin Lockdown machen. Denn wenn du in Europa jetzt sagst, „Nee, verbieten wir“, dann schießt du dich einfach komplett raus. Damit sorgst du dafür, dass sich jeder Europäer, der das gut findet, nach Amerika schleicht.“

Wichtig für die weitere Adaption ist auch, ob Banken Bitcoin als Asset oder als Währung einstufen.

„Die Banken sagen, okay, das ist ein Asset, das ist keine Währung. Das heißt aber auch, dass sie sich nicht zuständig fühlen. Das ist schon sehr wichtig.“

Für Nikolaus ist aber durchaus möglich, dass Bitcoin sich langfristig durchsetzen könnte. Zwar kennen wir noch nicht alle Angriffsvektoren, doch werden wir in den nächsten Jahren sicherlich schmunzelnd auf die letzten Jahre als Grundlage für weitere Entwicklungen zurückblicken.

Wir alle sind Hedgefonds Manager

Für Nikolaus steht fest, dass es im Krypto-Bereich noch einige Risiken gibt. Auch er hat schon Geld beim Ausprobieren verschiedener Dinge verloren.

„Die größte Gefahr ist der Mensch und die Psyche und die Gier und die Angst und die Gefühle. Und es ist wahnsinnig befriedigend, seine Gelddinge selbst in die Hand zu nehmen. Aber es ist ein wahnsinnig schwieriger Lernprozess und wenn du alles verlierst, bevor du den Lernprozess abgeschlossen hast, dann hast du nichts davon.“

Investieren – und vor allem Traden – möchte gelernt sein. Alle, die erfahrungslos in den Krypto-Markt gestartet sind, haben ihr Lehrgeld auf die ein oder andere Weise gezahlt.

„Und ich weiß, dass man da gerne auf den FOMO Knopf drückt. Gerade die Kryptowelt, wo du dich dann einloggst und deine Finance Oberfläche hast und dir vorkommst wie ein Hedgefond Manager. Die dir das Gefühl vermittelt: Du bist jetzt hier der Boss und du hast die Dinge jetzt selbst in der Hand. Und ich glaube, dass das ein trügerisches Gefühl ist. Beispiel: Ray Dalio sagt, er mag Bitcoin doch nicht. Ah, um Gottes Willen was ist passiert? Also verkaufen, verkaufen.“

Außerdem spricht Nikolaus davon, dass die Sypercyclen für ihn Blasen sind, die eines Tages platzen müssen.

„Am Ende des Tages sind diese Blasen menschliche Psychologie. Deswegen gehe ich, genauso wie viele andere, davon aus, dass du am Ende natürlich wieder die Blase hast. Und dann wird die Blase platzen und du bist nichts. It is not going to go up in a straight line. So funktioniert auch die Natur nicht. Die Gier wird zu groß und aus der Gier wird die Panik. Abgesehen davon, dass natürlich im Kryptomarkt viel manipuliert wird und natürlich Whales und Insitutionen usw. sich einen Spaß daraus machen, den Preis in die eine oder andere Richtung zu prügeln. Da bist du als kleiner Anleger am besten aufgehoben bzw. du fährst eigentlich in allen Märkten, egal ob das Bitcoin, Gold, Aktien, Immobilien, alles was sozusagen nicht inflationär vermehrbar ist, besser mit einer klassischen Buy-and-hold Strategie.“

Vielen Dank, Nikolaus!

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Bitcoin wird offizielles Zahlungsmittel in El Salvador & dadurch auch weltweit offizielles Geld?

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Nachdem Nayib Bukele am zweiten Tag der Bitcoin Konferenz Bitcoin 2021 per Videobotschaft verkündete, dass er Bitcoin in El Salvador zu „legal tender“ machen würden, also einer offiziell anerkannten Währung, ging dies zunächst wie eine Schockwelle durch die Bitcoin Community. Technisch gesehen muss diese Entscheidung noch durch das Parlament El Salvadors, es gilt jedoch als quasi sicher, dass dies auch geschieht.

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Bitcoin: Was zum Teufel ist bitte in Lateinamerika los!?

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Während El Salvador Bitcoin mal eben zur neuen offiziellen Währung macht, entschließt sich China dazu drei der größten Krypto-Exchanges zu verbieten. Gleichzeitig lässt das den Bitcoin Preis eher kalt. Und: Wie einflussreich ist Teslas CEO mit seinem „Musk Effekt“ tatsächlich?

Wir wünschen viel Freude und interessante Einblicke beim Lesen unseres Marktupdates!

Bitcoin erobert Lateinamerika

Dass die Alpha-Kryptowährung sich spontan in Lateinamerika zur offiziellen Währung gemausert hat, haben wir in unserem #ZeroFuchsGiven Format bereits ausführlicher behandelt. Falls du einen Blick in Bitcoins Vergangenheit werfen möchtest, dann klicke HIER.

Bitcoin zum offiziellen Zahlungsmittel zu machen, startete mit dem Präsidenten von El Salvador, Nayib Bukele. Bukele, der sich auf Twitter übrigens mit Laseraugen zeigt, verkündete auf Twitter, dass Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel kurz- und langfristige Vorteile für die Bürger des südamerikanischen Landes mitbringen könnte. In einer Reihe von Tweets erklärte er ausführlicher, dass El Salvador vom Bitcoin-Wachstum profitieren wird. Mittlerweile ist der Bitcoin-Standard in El Salvador beschlossene Sache.

Nun war klar, dass andere Länder den historischen Schritt Bitcoin zur offiziellen Währung nicht zwangsläufig gut finden würden. Denn hiermit ändert sich das Finanz-Game ganz erheblich – El Salvador hat sich damit den First Mover Vorteil gesichert. Und ganz schnell zogen andere Staaten in Lateinamerika nach. Paraguay beispielsweise! Auch hier sehen wir den Kongressabgeordneten Carlitos Rejala jetzt mit Laseraugen und einer klaren Botschaft auf Twitter:

„Wie ich schon vor langer Zeit sagte, muss unser Land Hand in Hand mit der neuen Generation vorankommen. Der Moment ist gekommen, unser Moment. Diese Woche beginnen wir mit einem wichtigen Projekt, um Paraguay vor aller Welt zu erneuern!“

Und weiter ging es mit Panama, Argentinien, Mexiko, Nicaragua und Brasilien. Aber, bevor wir jetzt alle unsere Sieben Sachen packen und Hoffnung auf einen neuen Bitcoin Hub mit gutem Essen setzen, sollten wir doch erst einmal abwarten, wie sich diese Angelegenheit entwickelt, oder? Steuervorteile hat El Salvadors Präsident schonmal versprochen, das dürfte für einige Krypto-Fans ein wichtiges Argument sein sich näher mit der Flaggentheorie zu befassen…

Und China so: Nö

Ganz anders sieht es momentan in China aus. Die Regierung des Landes war noch nie dafür bekannt, besonders euphorisch gegenüber Bitcoin zu sein und hat nun zeitgleich zu El Salvadors historischem Moment beschlossen, drei große Krypto-Exchanges zu bannen. Seit dem 9. Juni 2021 haben alle chinesischen Suchmaschinen wie Baidu und Sogou die drei großen Börsen blockiert: Binance, Huobi und OKEx.

Nun ist davon auszugehen, dass Krypto-Nutzer in China den Umgang mit VPN-Clients kennen, dennoch ist das Vorgehen der Regierung ein klares Statement. Fraglich ist auch, ob es sich bei den China-Ban News wieder um FUD (Fear, uncertainty, and doubt) handelt.

Jetzt sind Diamond Hands gefragt

Ein rein hypothetisches Gedankenspiel: Während die letzten Marktbewegungen – und allen voran die Crashs – dem Musk-Effekt zugesprochen wurden, bleibt Bitcoin momentan – trotz der historischen Ereignisse in Lateinamerika – ruhig. Lässt sich daraus eventuell schließen, dass Elon Musk mit seinen Tweets doch nicht so einen großen Einfluss auf den Bitcoin Preis hat? Wer oder was steckt dann hinter dem Dip?

Ohne mich an dieser Stelle zu weit aus dem Lambo-Fenster zu lehnen, aber wäre es auch möglich, dass hier einige große Wale, Großinvestoren der Wallstreet oder Nationen am Werk sind, die noch mehr Liquidität sehen möchten? Durchaus vorstellbar wäre doch, dass bei einem so begrenzten Gut wie Bitcoin, einige Wale noch waliger werden möchten und entsprechend die kleinen und mittleren Anleger in eine Art Abverkauf treiben. Wir wissen recht wenig darüber, wer die wirklich großen Wale im Bitcoin-Geschäft sind, noch weniger wissen wir, wer eigentlich hinter Bitcoin steckt. Aber wie wir die Weltgeschehnisse kennen, lohnt es sich hier sicherlich, etwas über den Tellerrand zu schauen und geopolitische Verflechtungen und Interessen mit in die Betrachtung einzubeziehen.

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