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Die Bitcoin Massadaption schreitet in großen Schritten voran: PayPal, Goldman Sachs und Fidelity

Lieber Leser, liebe Leserin,

Im Marktupdate vom 1. April 2021 dreht sich wie immer alles um Bitcoin. Diesmal liegt der Fokus auf der fortschreitenden Massadaption, die von dem Engagement der ganz großen Player vorangetrieben wird. In den letzten Tagen haben wir nicht nur eine der größten US-amerikanischen Banken in den Bitcoin-Raum eintreten sehen, sondern sind auch Zeuge der verstärkten Bemühungen um einen Bitcoin ETF in den USA geworden. Was bedeutet das für Bitcoin?

Wir wünschen viel Freude und interessannte Einblicke beim Lesen unseres Marktupdates!

Bitcoin ETFs auf dem Vormarsch

Diese Woche dreht sich im Kryptoversum alles rund um die Massenadaption. Nachdem das Unternehmen VanEck einen Antrag auf einen Bitcoin Exchange Traded Fund (ETF) bei der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) gestellt hat, spielt nun auch Fidelity in dieser Liga mit. Es scheint also nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis wir den ersten Bitcoin ETF in den USA sehen.

Fidelity erklärt:

„Der Trust bietet ein direktes Engagement in Bitcoin und die Anteile des Trusts werden täglich nach derselben Methode bewertet, die zur Berechnung des Index verwendet wurde.“

Der Vorteil der Bitcoin ETFs ist, dass klassisch orientierte Investoren so einen erleichterten Zugang zu Bitcoin haben. Schließlich müssen die Investoren sich so nicht mit den Krypto-typischen Exchanges und Sicherheitsvorkehrungen befassen, sondern können auf Börsenart in die älteste Kryptowährung investieren.

 

Microsoft interessiert sich nun doch für Bitcoin

Und die Massenadaption hört bei den Börsenprodukten in Bezug auf Bitcoin nicht auf. Denn auch immer mehr internationale Großunternehmen widmen sich der Frage, inwieweit sie Bitcoin und/oder andere Kryptowährungen in ihr Unternehmen integrieren können. Das beobachten wir unter anderem auch gerade bei Microsoft. Zwar behauptete Microsoft-Präsident Brad Smith Anfang dieses Jahres in einem Interview, Microsoft habe keinerlei Interesse an einer Krypto/Bitcoin-Integration, doch scheint sich das Blatt gewendet zu haben.

Auf Reddit lesen wir nämlich, dass Microsoft jetzt die X-Box Nutzer dazu befragt, ob eine Krypto-Integration in ihrem Interesse liegen würde. Die zunehmende Annäherung an die Krypto-Welt durch große Unternehmen könnte die Adaption einen maßgeblichen Schritt vorantreiben.

Ein Screenshot von Reddit

Goldman Sachs jetzt doch Bitcoin-bullisch

Ein weiteres Beispiel für eine Krypto/Bitcoin-Integration, die der Mainstream so sicherlich nicht erwartet hätte: Die Goldman Sachs Group, Inc., eine amerikanische multinationale Investmentbank und ein Finanzdienstleistungsunternehmen, plant die Integration von Krypto-Produkten für die Kunden noch dieses Jahr herauszubringen. Während sich Goldman Sachs die letzten Monate und Jahre gegenüber Bitcoin überaus kritisch gezeigt hat, ist dieser Schritt dennoch wenig überraschend.

Auch dieses Verhalten passt wieder wunderbar in das von uns bereits oftmals angesprochene Uptalking von großen Playern. Denn wenn so große Investmenthäuser positive Nachrichten über Bitcoin verkünden, werden sie bereits einiges an „Skin in the game“ haben.

Und damit hören die Nachrichten in Bezug auf die Bitcoin-Integration in den oberen Rängen noch nicht auf. Laut Robert Gutmann, CEO der New York Digital Investment Group, führt das Unternehmen Gespräche mit Staatsfonds über mögliche Bitcoin-Investitionen. In einem Gespräch mit Real Vision-Gründer und Bitcoin-Bulle Raoul Pal bestätigte sich, dass Singapurs Staatsfonds Temasek tatsächlich ein Bitcoin-Investor ist.

How it started:

How it’s going:

PayPal integriert Bitcoin, Ethereum und Litecoin

Der Zahlungsriese PayPal kündigte die Unterstützung für Kryptowährungen als Zahlungsmittel bereits an. Mit der Umsetzung ist es nun soweit und die US-Kunden können über die neu eingeführte Funktion „Checkout with Crypto“ via Bitcoin, Ethereum und Litecoin zahlen. Bisher konnten die US-Kunden zwar schon über ihr PayPal Konto Kryptowährungen kaufen, dazu ist nun eben die Krypto-Bezahloption gekommen. Wenn ein Händler keine US-Dollar akzeptiert, rechnet PayPal diese Dollar auch zu den von PayPal festgelegten Standardumrechnungskursen in die lokale Währung um.

Weiterhin interessant wird es sein, wie zukünftig die Verwahrung der Kryptowährungen gehandhabt wird. Aus Usersicht wäre es sehr wünschenswert, wenn nicht sogar notwendig, dass die Kryptowährungen dann auch tatsächlich in der eigenen Wallet liegen und nicht von PayPal verwaltet werden. Dieser Mechanismus ist für eine vertrauensunabhängige Nutzung notwendig, auch wenn Paypal als Zahlungsanbieter dann fast schon überflüssig wäre. Wir erkennen an dieser Entwicklung schön, dass traditionelle Marktteilnehmer erkannt haben, dass Bitcoin nicht einfach verschwinden wird und versuchen sich irgendwie in diesem Markt zu positionieren. Ob das langfristig Erfolg haben wird, bleibt aber fragwürdig. Für die Sichtbarkeit von Bitcoin ist diese Entwicklung jedoch äußerst positiv, da es verstärkt in der breiten Masse ankommt. 

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