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Nachdem El Salvador Bitcoin vor einigen Wochen als offizielles Zahlungsmittel integriert hat, hatte der IWF die Zusammenarbeit mit dem lateinamerikanischen Land infrage gestellt. Nun hat der IWF beschlossen, die Kooperation mit El Salvador doch weiterzuführen.

Aber wie hängen El Salvador, der Internationale Währungsfonds (IWF), Bitcoin und der US-Dollar zusammen?

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Die Zusammenarbeit geht weiter

Auf einer Pressekonferenz erklärte der amtierende Direktor der Abteilung Westliche Hemisphäre des Internationalen Währungsfonds, Nigel Chalk:

„Wir arbeiten aktiv mit der salvadorianischen Regierung zusammen und helfen ihr dabei, einige der Risiken und Nachteile zu durchdenken und zu bewältigen.“

Denn bereits vor der Bitcoin-Adoption hatte der IWF El Salvador vor den möglichen negativen Konsequenzen dieses Schritts gewarnt. Für den IWF sind die Folgen auf die Wirtschaft des Landes durch die Bitcoin-Adoption nicht absehbar und stellen somit ein hohes Risiko dar. Ferner geht es – wie so häufig – um die möglicherweise kriminelle Nutzung der ältesten Kryptowährung. Auf der Pressekonferenz erklärte Chalk, dass man auch in Hinblick auf die Terrorismusbekämpfung einem Risiko ausgesetzt sei. Doch mittlerweile weiß man, dass Bitcoin keine zwangsläufig von Terroristen bevorzugte Währung ist.

Marc Fuchs erklärt:

„Durch die Adaption von Bitcoin hat El Salvador einen Schritt in Richtung Unabhängigkeit zum US-Dollar gemacht. Der IMF könnte mit dieser Unterwanderung unzufrieden sein und gerät somit in einen Interessenkonflikt: Eine dem USD gegenüber rebellische Nation finanziell unterstützen oder auf Opportunitätskosten durch nicht eingenommene Zinsen sitzen bleiben.“



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1,3 Milliarden US-Dollar und ein Diktator

Der Präsident der Zentralbank von El Salvador, Douglas Rodriguez, erläuterte kürzlich, dass es um eine Kreditvereinbarung mit dem IWF in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar gehe.

„Wir sehen keine Risiken. Vielleicht Aufwärtsrisiken. Bitcoin wird ein Zahlungssystem werden, ein System für finanzielle Inklusion.“

Nicht nur der IWF sieht die Bitcoin-Adoption kritisch, sondern auch einige Bürger. Für den Präsidenten Nayib Bukele sind die kleinen Proteste aber kein Grund zur Sorge. Denn in diesem Retweet rückt er die Größenverhältnisse in ein anderes Licht.

Richter Esli Carrillo erklärt, warum er Teil der Protestbewegung ist:

„Wir sind auf die Straße gegangen, weil wir uns in Richtung Autoritarismus… Diktatur bewegen.“

‘El Dictador más cool del mundo mundial’: The coolest dictator in the world.
Ein Bild von Twitter

Präsident Nayib Bukele beantwortete die Proteste mit einer Veränderung in seiner Twitter-Bio zu „der coolste Diktator der Welt“.

Der coolste Diktator der Welt nutzt aber nicht nur seine Twitter-Reichweite, sondern auch Instagram. Mit den Worten „ein paar Bilder auf Instagram haben eine größere Wirkung als jede Rede in dieser Versammlung“, machte der Politiker ein Selfie auf dem Podium der UN-Generalversammlung im September.



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