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Der Bitcoin Kurs gibt sich alle Mühe, um uns von einem Happy End 2021 träumen zu lassen. In den letzten 24 Stunden bewegte sich der Bitcoin Kurs um ganze 4,14 Prozent – 2.288 US-Dollar – nach oben. Und auch einige andere On-Chain und Off-Chain Metriken sprechen dafür, dass es rund um die älteste Kryptowährung in den kommenden Wochen noch äußerst spannend werden wird.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen!


Seitdem Tesla CEO Elon Musk das Aussetzen der Bitcoin-Zahlungen beschlossen hat, konnte der Bitcoin Preis die 57.000 USD-Marke nicht mehr knacken. Mittlerweile rangiert der Bitcoin Kurs aber über 57.443 US-Dollar laut CoinMarketCap und hat damit offiziell Chinas Bitcoin Mining-Verbot und Teslas Bitcoin-Rauswurf überstanden. Aber was passiert nachrichtentechnisch rund um Bitcoin? Kurz: Vitalik Buterin wettert gegen Nayib Bukele, Bill Miller sieht Bitcoins Risiko schwinden und BitMEX CEO Alexander Höptner rechnet mit weiterer staatlicher Bitcoin Adoption im Jahr 2022.

Vitalik Buterin wettert gegen Nayib Bukele

Ethereum-Gründer Vitalik Buterin sieht die staatliche Bitcoin-Integration durch El Salvador durchaus kritisch. In einem Reddit-Thread erklärte Buterin mehr zu seiner „unpopular opinion“:

„An dieser Meinung ist nichts Unpopuläres. Unternehmen zu verpflichten, eine bestimmte Kryptowährung zu akzeptieren, steht im Widerspruch zu den Idealen der Freiheit, die für den Kryptoraum so wichtig sein sollen. Darüber hinaus ist die Strategie, Millionen von Menschen in El Salvador gleichzeitig und fast ohne vorherige Aufklärung mit BTC zu überrumpeln, leichtsinnig und birgt das Risiko, dass eine große Anzahl unschuldiger Menschen gehackt oder betrogen werden. Schande über alle (ok, gut, ich werde die Hauptverantwortlichen nennen: Schande über Bitcoin-Maximalisten), die ihn kritiklos feiern.”

Aber auch Steve Hanke, ein prominenter Ökonom und Gegner von Bitcoin und Kryptowährungen im Allgemeinen, geht davon aus, dass die Bitcoin Adoption El Salvadors mit gravierenden Nachteilen einhergeht:

„Die Einführung von #Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel war ein Albtraum für die Wirtschaft El Salvadors. Die Bürger sind regelmäßig mit technologischen Schwierigkeiten und finanziellen Verlusten konfrontiert. Auch die Kreditwürdigkeit von El Salvador ist in Mitleidenschaft gezogen – die Anleihen des Landes sind seit über einem Monat in Bedrängnis.“

Währenddessen scheint sich Nayib Bukele mit seiner Entscheidung zur Bitcoin Adoption wohlzufühlen, denn der Präsident El Salvadors setzt die BTCs bereits fleißig ein.


Nayib Bukele baut durch BTC finanziertes Tierkrankenhaus

El Salvador integrierte für die reibungslose Nutzung von BTC in El Salvador eine Bitcoin Wallet namens Chivo. Passend dazu soll es bald ein tierfreundliches Projekt namens “Chivo Pets” geben:

Ein TIERKRANKENHAUS für alle unsere pelzigen Freunde. Das wird beinhalten:

12 Basisbüros, 4 Notfallkliniken, 4 Operationssäle, Rehabilitationsbereich, Isolierungen, Krankenhausaufenthalte, Erholung

Doch woher stammen die Gelder für die neue Chivo Tierklinik? Aus dem staatlich betriebenen Bitcoin-Trust, der derzeit Gewinne im Wert von 4 Millionen US-Dollar hält.


Milliardenschwerer Investor Bill Miller sieht Bitcoins Risiko schwinden

Lange Zeit galt Bitcoins Volatilität als guter Grund, sich gegen ein BTC Investment zu entscheiden. Mittlerweile hat sich die älteste Kryptowährung aber im Markt „eingelebt“ und zeigt wesentlich weniger Volatilität. Der milliardenschwere Investor Bill Miller erklärt, dass Bitcoin entsprechend weniger Risiken für Investoren mit sich bringt:

„Bitcoin ist mit 43.000 US-Dollar viel weniger riskant als mit 300 US-Dollar. Es ist jetzt etabliert, es wurden riesige Mengen an Risikokapital investiert, und alle großen Banken beteiligen sich.“

Bill Miller selbst soll für 500 US-Dollar das Stück in BTC investiert haben. Unerfahrenen Anlegern rät er, nicht mehr als ein Prozent ihres Portfolios der größten digitalen Währung zu widmen und bei Altcoins besondere Vorsicht walten zu lassen:

„Es gibt 10.000 verschiedene Token und so weiter. Die Chancen, dass sich mehr als eine Handvoll davon lohnen, sind sehr, sehr gering. Bitcoin, Ethereum und ein paar andere wird es wahrscheinlich noch eine Weile geben.“


BitMEX CEO Alexander Höptner rechnet mit weiterer staatlicher Bitcoin Adoption im Jahr 2022

Nachdem El Salvador die Integration von Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel erfolgreich geschafft hat, haben direkt weitere Länder – Kuba und Panama – eine BTC Adoption angekündigt. BitMEX CEO Alexander Höptner rechnet mit weiterer staatlicher Bitcoin Adoption im Jahr 2022 – allerdings liegt hier der Fokus auf Entwicklungs- und Schwellenländer. In einem BitMEX Blogbeitrag erklärt Alexander Höptner:

„Meine Vorhersage ist, dass wir bis Ende nächsten Jahres mindestens fünf Länder haben werden, die Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptieren. Sie alle werden Entwicklungsländer sein.“

Die Gründe für eine beschleunigte Adoption der ältesten Kryptowährung in Entwicklungs- und Schwellenländer sind mannigfaltig. Zum einen geht es um die Bekämpfung der Inflation („The ‘money printer go brr’ meme is grounded in some reality after all.“) und zum anderen geht es um politische Stabilität in der Zukunft („On a macro level, those who will make the decision to make Bitcoin legal tender will be politicians or rulers.“).

„Mit einem von Natur aus ungleichen Finanzsystem handeln diejenigen, die am meisten zu verlieren haben, indem sie den Status quo beibehalten, in ihrem Eigeninteresse, alternative Optionen wie Bitcoin zu erkunden. Es wäre falsch – und heuchlerisch – auf sie zu zeigen und gleichzeitig weiterhin von demselben ungleichen System zu profitieren.“


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