Seite wählen

#ZeroFuchsGiven ist das Format, in dem Fuchs Inc. Begründer Marc Fuchs regelmäßig auf aktuelle Themen eingeht und die Fragen der Fuchs Inc. Community beantwortet. Die Fragen können einfach per E-Mail oder Telegram gesendet werden, die Links dafür stehen unter dem Beitrag.

In der heutigen Ausgabe geht es um Überwachungsstaaten, FUD und Inflation!

Wir wünschen viel Freude und interessante Einblicke beim Lesen!

China und die Bitcoin-Verbote

China glaubt scheinbar wirklich die Macht über die Menschen behalten zu können. Wie wahrscheinlich ist es, dass dieser Plan aufgeht und Menschen sich Bitcoin verbieten lassen?

Marc erklärt uns:

„Potenzielle Verbote von Bitcoin erleben immer wieder Aufschwung und insbesondere China ist diesbezüglich ganz vorne mit dabei. Jeder, der bereits etwas länger in der Bitcoin Thematik steckt weiß, dass besonders die Schlagzeilen über (mögliche) Verbote von Bitcoin oder Bitcoin Mining in China oft und gerne als FUD (Fear, uncertainty & doubt) verwendet werden und nicht selten somit auch als manipulatives Instrument dienen. Nachdem sich viele solcher Gerüchte als nichts als Schall und Rauch entpuppten, war der kürzlich propagierte Ban von Minern dann tatsächlich Realität und hatte auch reale Auswirkung auf die Preisentwicklung. Aufmerksame Investoren waren sich jedoch schnell bewusst, dass diese Entwicklung zwar durchaus schmerzhaft, dennoch äußert positiv war.“

Denn dieser Schachzug führte zu mehr Dezentralität und hin zu einer verstärkten Verwendung von „sauberer“ Energie. Nun jedoch zur eigentlichen Frage:

„Was China bzw. die Machthaber in China glauben, wird wohl niemand von uns sicher beantworten können. Dass Bitcoin für sie, ihren Überwachungsstaat und den digitalen Yuan jedoch eine immense Gefahr ist, ist hingegen offensichtlich. Allein dieser Grund sorgt dafür, dass ihnen Bitcoin ein Dorn im Auge ist und es zwangsläufig zu Bestrebungen kommen muss, diese Gefahr abzuwenden. Nun ist das mit Bitcoin jedoch nicht so einfach, denn niemand kann Bitcoin einfach verschwinden lassen.“

Und das Verbieten von Bitcoin Mining hat gezeigt, welche Auswirkungen solche Vorgehensweisen mit sich bringen:

„Riesige Miner haben das Land verlassen und lassen sich in konkurrierenden Nationen nieder. Jedes Verbot führt also dazu, dass man im Zweifel seine eigene geopolitische Stellung gefährdet oder untergräbt und es bleibt somit fraglich, wie sinnvoll diese Maßnahmen sind. Ich persönlich glaube, dass China bzw. dessen Machthaber sehr gut wissen, dass ihre Chancen gegen Bitcoin schlecht stehen. Dennoch haben sie kaum eine andere Wahl und werden sich für die für sie beste Option entscheiden. Aber nur, weil es die beste Option ist, ist diese noch lange nicht gut.“

Die Inflation holt uns ein

Die Inflation zeigt sich immer deutlicher, und zwar auch in Deutschland. Deutschlands PPI (Producer Prices) stiegen im Juni um 8,5 Prozent – ein Sprung, den wir seit den 1980ern nicht mehr gesehen haben, wie Holger Zschaepitz auf Twitter erklärt:

Marc erklärt uns, was diese Zahlen für den Ottonormalverbraucher bedeuten:

„Der Producer Price Index (deutsch: Erzeugerpreisindex) ist ein Indikator, der zum besseren Verständnis der Inflationsentwicklung verwendet werden kann. Anders als beim Consumer Price Index misst er die Veränderungen der Produktionskosten für den Erzeuger und kann somit als ein früherer Indikator als der Consumer Price Index betrachtet werden. Dies macht insofern Sinn, als die Weitergabe der Preissteigerung Zeit beansprucht und somit Auswirkungen von Inflation verspätet beim Konsumenten ankommen. Auf Normaldeutsch heißt die Betrachtung dieser Entwicklung, sofern man das gesamte Bild mit einbezieht, dass die Wirtschaft am Ar*** ist.“

Und auch wenn die offiziellen Inflationszahlen schon erschreckend sind, könnte die Realität noch schockierender sein:

„Wenn selbst die gut zu manipulierenden Inflationsindikatoren hohe Zahlen anzeigen, können wir uns sicher sein, dass die eigentliche Inflation deutlich höher liegt. Auch hier sollte man immer berücksichtigen, dass Inflation im Grunde keine Preissteigerung ist, sondern die Entwertung des Geldes. Und diese kann nicht durch das ausschließliche Beobachten von Güterpreisen realistisch abgebildet werden. Wirf mal einen Blick auf den Aktien- und Immobilienmarkt: Die Preisentwicklung der letzten Jahre ist enorm, kein Abbild einer steigenden Nachfrage und korreliert sehr stark mit der Erweiterung der Geldmenge aka Gelddrucken. Wir bei Fuchs Inc., genau wie viele andere, warnen bereits seit sehr langer Zeit, dass die Inflation uns überrollen wird.“

Und im Gegensatz zur allgemeinen Annahme: Die Inflation ist bereits seit vielen Jahren da, sie nimmt nur grade extreme Formen an.

„Sie konnte sich vor den Augen des Otto-Normal-Verbrauchers bisher gut im Kapitalmarkt und leicht manipulierbaren Indikatoren verstecken, doch wir sind mittlerweile an einem Punkt angelangt, wo selbst das nicht mehr gut funktioniert. Der Elefant im Raum kann nicht weiter versteckt werden, wird vielen jedoch leider zu spät wirklich auffallen. Die Folgen einer starken Inflation können dabei in vielen Geschichtsbüchern nachgelesen oder einfach durch das Beobachten von z.B. Venezuela evaluiert werden. Was langsam beginnt, entwickelt sich zu einem echten Ungeheuer und vernichtet Unmengen an Vermögen in sehr kurzer Zeit. Das geht mit der Zeit sogar so weit, dass selbst in Währung nominierte Anlagewerte wie insbesondere Aktien zwar auch im Preis steigen, jedoch selbst diese nicht mit der Inflation mithalten können.“

Vorsorge ist dabei sehr wichtig und wie das richtig funktioniert, wissen unsere Leser sehr gut.



Du hast Fragen ans Fuchs Inc.-Team?

Dann schreib uns eine Mail an fragen@fuchs-inc.de oder per Twitter an @TheRealAlexKo