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Warum der China-Ban gut für Bitcoin ist & Mexikos Bitcoin Zukunft

#ZeroFuchsGiven ist das Format, in dem Fuchs Inc. Begründer Marc Fuchs regelmäßig auf aktuelle Themen eingeht und die Fragen der Fuchs Inc. Community beantwortet. Die Fragen können einfach per E-Mail oder Telegram gesendet werden, die Links dafür stehen unter dem Beitrag.

Chinas Bitcoin-Verbote sorgen für mehr Dezentralität im Space und einer der reichsten Menschen Mexikos setzt sich für Bitcoin-freundliche Banken ein. Gleichzeitig verteilt El Salvador 30 US-Dollar in Bitcoin an die Bürger… aber nichts ist umsonst, oder?

Wir wünschen viel Freude und interessante Einblicke beim Lesen von #ZeroFuchsGiven!

China: Das wievielte Bitcoin-Verbot?

Was genau passiert gerade in China und welche Auswirkungen hat das auf Bitcoin?

„Die Nachricht, dass China Bitcoin verbietet, ist mittlerweile fast so alt wie Bitcoin selbst. Insbesondere die China-verbietet-Bitcoin Story wurde in der Vergangenheit immer wieder gerne als FUD (fear, uncertainty, doubt) verwendet, um aktiv Einfluss auf den Bitcoin Preis zu nehmen. Oft war an diesen Meldungen nicht viel dran, dieses Mal sehen wir allerdings eine Veränderung.“

Marc erklärt, dass China diesmal konkret gegen Bitcoin vorgeht, und zwar durch ein Bitcoin-Mining Verbot mit großen Auswirkungen. Schließlich sitzt (oder saß?) ein Großteil der Bitcoin-Miner in China.

„Schauen wir uns die Fakten an, sehen wir, dass dies die Hashrate von Bitcoin deutlich reduziert hat und wahrscheinlich recht starke Auswirkungen auf den Preis hatte und noch immer hat. An dieser Stelle möchte ich allerdings etwas Entwarnung geben, denn grundsätzlich haben wir es hier mit einer guten Entwicklung zu tun. Einerseits sind diese ursprünglich in China ansässig gewesenen Miner nun auf dem Weg nach z.B. Kasachstan oder in die USA, sie verteilen sich also global und verteilen somit auch das Netzwerk.“

„Auf der anderen Seite steht Bitcoin, insbesondere von uninformierten Gegnern, immer wieder aufgrund des Energieverbrauchs und der Umweltschädlichkeit in der Kritik. Oft wurde dabei auch Kohlenutzung für das Mining in China genannt. Auch wenn dies Aussage vereinfacht und teils einfach falsch ist, kann sie nicht mehr aufkommen, wenn die Miner weg sind.“

Nun bleibt abzuwarten, welche Regionen für die Bitcoin Miner besonders interessant werden. Schließlich entwickeln sich grade einige Regionen zu wahren Bitcoin-Hubs.

Mexiko: Liberaler Bitcoin-Hub?

Mexiko goes Bitcoin? Der drittreichste Mann des Landes, Ricardo Salinas Pliego, hat sich klar für Bitcoin ausgesprochen. Und das ist nicht einmal unwichtig. Denn Pliego ist Großunternehmer und unterhält die Grupo Salinas. Die wiederum ist ein Unternehmenskonglomerat aus dem Fernseh- und Radionetzwerk TV Azteca, den Unterhaltungselektronik-Einzelhändler Grupo Elektra, den Fußballverein Mazatlan F.C. und die große lokale Bank Banco Azteca umfasst. Gleichzeitig soll Pliego im Jahr 2020 rund 10 Prozent seiner liquiden Mittel in Bitcoin transferiert haben.

„Immer wenn ein Milliardär sich für Bitcoin ausspricht, ist das natürlich erstmal positiv für die Entwicklung von Bitcoin. Normalerweise wäre ich zwar vorsichtig, wenn ein Super-Reicher mich von etwas überzeugen will, denn diese Personen sind nicht ohne Grund super reich (arm und reich entstehen nur durch ihre Verhältnismäßigkeit wobei der Reichtum eines Einzelnen in der Regel aus der Armut vieler entsteht). Bei Bitcoin ist das allerdings etwas anders zu bewerten, denn Bitcoin hilft Reichen nicht weiter.“

Marc erklärt, dass Pliegos Schritte dem Umverteilungsprozess, den wir bei Fiatwährungen sehen, entgegenwirkt.

„Und wenn der drittreichste Mensch in Mexiko und Inhaber einer der größten Banken Mexikos verkündet, er hält 10% seines Vermögens in Bitcoin und würde sich für Bitcoin entscheiden, wenn er nur ein Investment über die nächsten 30 Jahre besitzen könnte, dann ist das ein Statement. Wir dürfen gespannt sein, welche nächsten Schritte von ihm und seiner Bank ausgehen. Generell ist es derzeit sehr spannend zu beobachten, wie insbesondere Süd- und Zentralamerika immer mehr in Richtung Bitcoin driften. El Salvador dürfte hier den ersten Dominostein umgeschmissen haben, der zu einer Kettenreaktion der Adaption – sowohl Nationen als auch Institutionen – führen dürfte.“

30 US-Dollar in BTC für jeden El Salvadorianer: Nichts ist umsonst

El Salvador hat nicht nur Bitcoin zum offiziellen Zahlungsmittel gemacht, sondern möchte auch noch im Bitcoin Mining mit grüner Vulkanenergie voll durchsteigen. Jetzt hat Nayib Bukele, Präsident von El Salvador, jedem Einwohner 30 US-Dollar in BTC zugesichert. Marc, was ist deine Einschätzung dazu?

„Nichts ist umsonst – An diesem Spruch ist sicher etwas dran. Um dem Vorgehen von „Free Bitcoin“ in El Salvador auch kritisch entgegenzublicken, können wir vor allem nach dem „Warum?“ fragen.“

„Also warum sollte El Salvador als Nation jedem Bürger 30 US-Dollar in Bitcoin schenken? Meiner Meinung nach hat El Salvador einen großen und mutigen Schritt gemacht, der aber von vielen Teilen der Bevölkerung nicht unbedingt verstanden wird. Jeder, der in seiner Bitcoin Bubble lebt, ist sich sofort bewusst, dass dieser Schritt fast nur Vorteile mit sich bringen wird. Wer allerdings mit diesem Thema das erste Mal in Berührung kommt, könnte zunächst verängstigt sein und das alles nicht verstehen. Wenn El Salvador langfristig Erfolg mit diesem Vorgehen haben will, muss es zwangsläufig die Bevölkerung überzeugen. Denn die Attacken gegen das Land laufen bereits und mangelnde Unterstützung der Bevölkerung könnte on top dazu dafür sorgen, dass die Entwicklung scheitert. Um den Menschen die Vorteile nun deutlich zu machen, ist es durchaus ein sinnvoller Schritt, den Einstieg in den Umgang zu erleichtern. Und wenn man 30 US-Dollar geschenkt bekommt, ist es nicht schlimm, wenn man diese verliert. Man kann sorgenlos ausprobieren und sich selbst von den Vorteilen überzeugen lassen. Meiner Meinung nach ist das ein gutes und sinnvolles Vorgehen.“

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