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Bitcoin durchbricht die $20.000 Marke während der Great Reset näher rückt

Lieber Leser, liebe Leserin,

ich begrüße dich zur neusten Ausgabe des Wirtschaftsfuchs Newsletters! Dies ist die vorletzte Ausgabe in dem sehr speziellen Jahr 2020 und ich habe einige spannende Themen für dich im Gepäck. Selbstverständlich werde ich die aktuelle Rally von Bitcoin etwas näher unter die Lupe nehmen und darüber hinaus einen Blick auf die historische wirtschaftliche Entwicklung werfen. Auf Wunsch der Abonnenten, die Mitglieder der Telegram Gruppe sind, werde ich heute aber auch dem „Great Reset“ viel Aufmerksamkeit schenken. Da bei diesem Thema viel Aufregung herrscht und Aussagen darüber teils als Verschwörungen beschuldigt werden, orientiere ich mich bei meiner Einschätzung heute ausschließlich an Aussagen, die auf der Website des Weltwirtschaftsforums veröffentlicht sind. Ich kennzeichne diese Zitate im weiteren Verlauf, um eine bessere Übersicht zu vermitteln.

Als Altcoin der Ausgabe schauen wir uns dieses Mal das heiß diskutierte Projekt Polkadot (DOT) an. Dieses Projekt wurde von den Abonnenten gewünscht. Wenn du einen speziellen Wunsch-Altcoin hast, tritt gerne der Telegram Gruppe bei und teil uns den entsprechenden Coin-Wunsch dort mit.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen und hoffe, dich auf interessante und konstruktive Gedanken bringen zu können.

Weltwirtschaftsforum spricht von einzigartiger Gelegenheit

Man mag von dem Coronavirus halten, was man möchte. Ob ich ihn für so gefährlich halte, wie dargestellt, will ich an dieser Stelle unkommentiert lassen. Was uns dennoch alle betrifft, sind die schwerwiegenden wirtschaftlichen Konsequenzen der von diversen Regierungen durchgedrückten Maßnahmen. Ohne Notenpresse, die einen abrupten Untergang nur in einen langwierigen hinauszögert, wäre das Kind sicherlich schon längst in den Brunnen gefallen. Was bei dem Blick auf die Aktienmärkte nicht unbedingt ersichtlich wird, ist die doch durchaus prekäre Lage der Wirtschaft. Kurzarbeit, Entlassungen und geringerer Konsum: All das hat selbstverständlich Auswirkungen, die aktuell noch von der Flut an Währung versteckt gehalten werden. Hinzu kommt, dass die Insolvenzpflicht weiterhin ausgesetzt ist. Wenn diese Phase endet, werden wir wohl noch die eine oder andere Überraschung erleben.

Die negative Entwicklung haben nun wohl auch die erlesenen Experten des Weltwirtschaftsforums erkannt. Zumindest machen sie es nun öffentlich und warnen vor den schlimmen Folgen der Coronakrise. Zitat:

„Es gibt gute Gründe zur Besorgnis: Eine steiler wirtschaftlicher Abwärtstrend hat bereits begonnen und wir könnten der schlimmsten Depression seit den 1930er Jahren entgegenblicken. Dieser Ausgang ist zwar wahrscheinlich, aber er ist nicht unvermeidbar.“

Fragt man mich, macht es doch den Anschein, als sei dieses Vorgehen bereits seit längerer Zeit geplant. Das Verhalten von Regierungen und Zentralbanken hat dieses Problem erst erschaffen und wir sollten von dem Glauben wegkommen, dass das alles aufgrund falscher Entscheidungen entstanden ist. Die Geschichte zeigt ganz klar, was durch Inflationieren von Währungssystemen passiert und für mich persönlich ist es deutlich, dass auch die Personen in den entsprechenden Kreisen ganz genau wussten, dass dies passieren wird. Analog zum Verhalten von Soziopathen können wir hier genau dieses hineininterpretieren: Schaffe ein Problem und biete die Lösung – The Great Reset.

Der Tonus in Sachen wirtschaftlicher Lage ändert sich

Interessant ist auch, dass nachdem in den letzten Jahren beteuert wurde, dass wir keinen Crash mehr sehen werden (u.a. von der Ex-Fed Vorsitzenden Janet Yellen), dass wir genug Möglichkeiten haben, eine Krise abzuwenden (derzeitiger Fed Vorsitzender Jerome Paul), sich der Tonus jetzt deutlich geändert hat. Wieso sollte man diesen Teufel jetzt auf einmal an die Wand malen, wenn man damit nicht etwas erreichen wollte? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass man hier von dem Wir-schaffen-das-Kurs abweichen würde, selbst wenn man wüsste, dass es nicht zu schaffen ist.

Um meine Meinung auf den Punkt zu bringen: Der Great Reset ist nichts anderes, als der versuchte Mord am Kapitalismus. Und ich rede dabei nicht von dem buh-buh-bäh Kapitalismus, wie er von vielen Antikapitalisten fälschlich angeprangert wird. Ich rede davon, dass hier der freie Markt Kapitalismus unterwandert werden soll. Zitat:

„Die Agenda des Great Resets hätte drei Hauptkomponenten. Das erste würde den Markt zu faireren Ergebnissen führen…“

Hört sich gut an, soll aber sicherlich heißen: Keine freien Marktentscheidungen mehr, dafür mehr Vorgaben und erzwungen Vermögensumverteilung durch Reichensteuer. Weiter im Zitat:

„… Des Weiteren sollten Regierungen lang überfällige Reformen implementieren, die gerechtere Resultate fördern. Je nach Nation, könnten diese Reformen Änderungen hin zu einer Vermögenssteuer, den Abzug von Subventionen für fossile Brennstoffe und neue Regeln in der Handhabung von geistigem Eigentum, Handel und Wettbewerb beinhalten.“

Bedeutet in meinen Augen so viel, wie die Auferlegung des Zwangs, nach den Vorstellungen der Regierungen zu handeln. Programme wie „Green Deals“ stünden dann an der Tagesordnung, völlig ungeachtet wie sinnvoll oder gewollt das ist. Weiter mit der zweiten Komponente. Zitat:

„Die zweite Komponente einer Great Reset Agenda würde sicherstellen, dass Investments gemeinsame Ziele wie Gleichstellung und Nachhaltigkeit vorantreiben. Hier bieten die umfangreichen Ausgabenprogramme, die viele Regierungen durchführen, eine große Chance für Fortschritte. Die Europäische Kommission hat z.B. Pläne für einen Sanierungsfonds in Höhe von 750 Mrd. EUR (826 Mrd. USD) vorgestellt.“

750 Milliarden Euro. Woher? Aus der Notenpresse. Denk dran: Aus der Notenpresse heißt aus deiner Tasche. Es heißt, dass du mit deiner Kaufkraft zahlst. Völlig egal, ob du dem zustimmst oder nicht.

Wie will man uns nun also davon überzeugen? Ganz einfach, es wird zum einen viel versprochen, zum anderen auf die Dringlichkeit hingewiesen.

„… Die Pandemie bietet ein seltenes, aber enges Zeitfenster, um unsere Welt zu reflektieren, neu zu definieren und zurückzusetzen, um eine gesündere, gerechtere und erfolgreichere Zukunft zu schaffen.“

Warum genau ist jetzt die einzige Gelegenheit, das umzusetzen? Warum kann man nicht erst die „Pandemie“ bekämpfen und dann ein „besseres“ System anstreben. Wenn man solche Propaganda Entwicklungen durchschauen will, muss man die Fragen stellen, die nicht von den Initiatoren beantwortet werden. Es wird also viel versprochen: Die Welt soll nachhaltiger gemacht werden, egal, ob der Bürger das will oder nicht. Vermögen soll umverteilt werden, egal, ob der Bürger das will oder nicht. Der Bürger wird dafür bezahlen, egal, ob er will oder nicht. Besonders interessant finde ich darüber hinaus auch diese Aussage. Zitat:

„Zu diesem Zweck sollten die Regierungen die Koordinierung verbessern (z. B. in der Steuer-, Regulierungs- und Fiskalpolitik), die Handelsvereinbarungen verbessern und die Bedingungen für eine „Stakeholder-Wirtschaft“ schaffen.“

Der hintere Abschnitt mit der Aussage über die Fokussierung des Erschaffens einer „Stakeholder Economy“. Woher kennen wir das? Genau, aus diversen sozialistischen/kommunistischen Ansätzen. Was meine Aussage über den Mord am Kapitalismus unterstreicht.

Vorstellungen sind klar definiert & kommuniziert

Schauen wir uns zum Abschluss noch das Propagandavideo des WEF über ihr bzw. unser Szenario im Jahr 2030 an. Es gibt insgesamt acht Vorhersagen:

 

  1. Du wirst nichts besitzen und wirst damit glücklich sein. Was immer du willst, du wirst es mieten.
  2. Die USA werden nicht die führende Superpower sein.
  3. Du wirst nicht wartend auf ein Organ sterben.
  4. Du wirst viel weniger Fleisch essen.
  5. Eine Milliarde Menschen werden aufgrund des Klimawandels umgesiedelt werden.
  6. Umweltverschmutzer werden CO2 Steuer bezahlen müssen.
  7. Du könntest dich darauf vorbereiten, zum Mars zu fliegen.
  8. Westliche Werte werden bis zum Zerreißpunkt gebracht worden sein.

Über jeden einzelnen Punkt könnte ich Bücher schreiben, weswegen wir uns im heutigen Newsletter auf die Punkte eins und zwei begrenzen. Ich würde aber auch hier gerne vorschlagen, dass wir uns weiterführend in der Telegram Gruppe diesbezüglich austauschen sollten.

Zu den Vorhersagen: Insbesondere der erste Punkt steht stark im Kontrast zu der vorherigen Aussage, dass wir zu einer Stakeholder Ecomony wechseln müssen. Wenn ich einem Job nachgehe, wenn ich mich irgendwo engagiere, wenn ich irgendetwas beliefere oder wenn ich sonst etwas mit einem produzierendem oder Dienstleistung anbietendem Geschäft interagiere, bin ich Teil der Stakeholder. In einer Stakeholder Economy würde ich also Dinge besitzen, zumindest zu Teilen. Wie kann ich dann nach dem Szenario des WEF nichts besitzen? Allein diese Diskrepanz zeigt mir persönlich, dass ich dieses ganze Szenario zumindest kritisch hinterfragen sollte.

Wie soll das enden?

Viel mehr wage ich eine Prognose: Der Great Reset wird erst durch die über die letzten 100 Jahre mühselig erzeugte Schuldenlast ermöglicht. Der Great Reset wird als Lösung für dieses Problem verkauft und nimmt seine Akzeptanz aus der hoffnungslos verschuldeten Bevölkerung und von hilflosen (Zombie-) Unternehmen. Die Frage ist nur zu welchem Preis. Und der Preis wird sein, dass du nichts mehr besitzen wirst. Das hat zur Folge, dass du abhängig bist. Was dazu führt, dass du versklavt bist. Ich würde das alles aus sehr vielen Gründen mit äußerster Vorsicht genießen.

Betrachten wir abschließend Punkt zwei, ist das auch ein weiteres Argument für meine These, dass der Kapitalismus abgeschafft werden soll. Nicht, dass in den USA ein komplett freier Markt herrscht, dennoch gibt es dort eine der freiesten Wirtschaften, was auch einer der Gründe für die globale Stellung der USA ist. Die Vereinigten Staaten sind eine souveräne Nation mit einem sehr großen Militär, das seine Souveränität nicht einfach so aufgeben würde. Wie kann ich solch eine Nation also unterwandern? Wie bei allen anderen auch: Mit Schulden. Und daran wird seit langem gearbeitet. Denn die USA sind in diesem Fall der Schlüssel zu einem weltweit sozialistischen System.

Die Fallhöhe für die Wirtschaft ist enorm

Seitdem die US-amerikanische Zentralbank FED operiert, hat der Dollar über 90% seiner Kaufkraft verloren. Wie ich schon häufiger erläutert habe, ist Inflation mitunter einer der treibenden Faktoren für steigende Assetpreise. Der nachfolgende Chart zeigt den Verlauf des Dow Jones Index, der die 30 größten Industrieunternehmen der Vereinigten Staaten abbildet. Zusätzlich erhält der Chart die Entwicklung des Goldpreises, bei der sich eine interessante Analogie der wichtigen Unterstützungs- und Widerstandszonen entdecken lässt.

Bitcoin bricht mit Schwung durch die $20.000 Marke

Nachdem wir in der letzten Woche ein neues All-Time-High verkünden konnten, gibt es in dieser Woche erneut äußerst positive Nachrichten. Sahen wir kurz nach Erreichen des neue ATHs eine kleine Korrektur, ist diese jetzt vorüber und Bitcoin nimmt gewaltig an Fahrt auf. Die als grundlegend bullisch einzuschätzende Stimmung wurde auch in den vergangen 14 Tagen wieder durch positive News begleitet. Neben einer US-Amerikanischen Versicherung, die 100 Millionen US-Dollar in Bitcoin investiert hat, wurden auch von renommierten Investmenthäusern astronomische Preisziele genannt. So hat z.B. der Chief Investment Officer von Guggenheim Global (Verwaltetes Vermögen: 270 Milliarden US-Dollar) öffentlich bei Bloomberg das Ziel in Höhe von 400.000 US-Dollar pro Bitcoin verkündet. Dieses Verhalten passt wunderbar in das von mir zuletzt beschriebene „Uptalking“, bei dem große Player ihre Stellung nutzen, um Bitcoins Preis positiv nach oben zu beeinflussen. Natürlich nachdem sie ihre Taschen gefüllt haben.

Eine weitere nennenswerte Entwicklung gab es bei MicroStrategy. Die Firma, die bereits vor Kurzem ihre Cash-Reserven iHv. über 400 Millionen US-Dollar in Bitcoin investierte, hat nun eine Finanzierungsrunde iHv. über 650 Millionen US-Dollar mit dem Ziel durchgeführt, dieses Kapital für weitere Bitcoin-Käufe zu nutzen. Ein sehr starkes Zeichen.

Betrachten wir diese Ereignisse im großen Ganzen, kann uns das nur positive für die weitere Preisentwicklung von Bitcoin stimmen. In institutionellen Kreisen wird Bitcoin nun diskutiert und die Tendenz ist steigend.

Werfen wir einen Blick auf unser erweitertes Stock to Flow Modell und vergleichen es mit der tatsächlichen Preisentwicklung, können wir erkennen, dass der Bitcoinpreis sich tendenziell in Richtung Modellpreis bewegt. Der Modellpreis hingegen beginnt, sich etwas abzuflachen, was zu einer Annäherung besteuert. Die erst kürzliche stattgefundene Durchkreuzung der wichtigen 20.000 US-Dollar-Marke liefert nicht nur Grund zur Freude, sondern auch Grund für die Annahme, dass der Preis jetzt an Fahrt aufnehmen dürfte.

Zuversicht für die Validität des Modells gibt uns auch die historische Korrelation zwischen Bitcoin-Preis und Modellpreis. Abgesehen von einigen natürlichen Abweichungen, ist das Modell im Mittel doch sehr präzise. Angesichts der Situation, dass aktuell so ziemlich jeder Bitcoin-Hodler im Plus ist, können wir uns zurücklehnen und die Entwicklung in Ruhe beobachten. Sollte sich das Verhaltensmuster so fortführen, steht uns noch einiges an Kurszuwachs bevor. Und die Vergangenheit gibt uns guten Grund dafür, von dieser Entwicklung auszugehen.

Generelle Altcoin-Entwicklung

Mit der starken Rally von Bitcoin geht auch dieses Mal – so, wie es in der Regel passiert – ein verstärkter Abzug von in Altcoins investiertem Kapital einher. Diese Entwicklung ließ sich in der Vergangenheit häufig beobachten, hatte aber meistens auch ein Nachziehen der Altcoins zur Folge. Wir dürfen gespannt sein, wie es sich dieses Mal entwickelt, jedoch wüsste ich keine bestimmten Gründe, warum es nicht wieder der Fall sein sollte.

Altcoin der Ausgabe – Polkadot

Nachdem wir das von den Abonnenten gewünschte Projekt Polkadot in der vorherigen Ausgabe leider verschieben mussten, können wir dir heute die detaillierte Analyse präsentieren. Polkadot ist ein recht komplexes Projekt, das ein gutes Ergebnis erzielt hat. Wir können uns durchaus vorstellen, dass Polkadot in Zukunft eine Rolle spielen wird.

Altcoin der Ausgabe

Content-Wünsche, Themenvorschläge und Anreize jeglicher Art bitte am einfachsten über die Telegram Gruppe, alternativ auch per E-Mail an marc@wirtschaftsfuchs.de senden.

Und auch heute: Sollten dir die Chart Analysen gefallen haben, kannst du cryptory.de gerne einen Besuch abstatten – ein sympathisches und professionelles Team.

Wir hoffen, auch diese Ausgabe konnte dir einen guten Überblick verschaffen und dabei helfen, bessere Entscheidungen zu treffen.

Viele Grüße,
Marc

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