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Bitcoin auf dem Weg zum All-Time-High, Wirtschaft leidet unter Coronamaßnahmen, Bitcoin-Uptalking von großen Playern

Lieber Leser, liebe Leserin,

ich begrüße dich heute mit der zweiten Ausgabe unseres Newsletters und möchte mich herzlich für das überwältigende, positive Feedback bedanken! Wir hoffen unseren Newsletter über die Zeit noch besser zu gestalten und freuen uns immer über Anreize, Ideen und Verbesserungsvorschläge. Unser Ziel ist und bleibt es, für uns alle einen Mehrwert zu schaffen: für dich als Leser, für die Community im Allgemeinen und für uns als Team.

Nachdem wir in der letzten Ausgabe bereits über die Entwicklung der Aktienmärkte (auch im Zuge der US-Wahl), die Rolle von Gold und die Zukunft von Bitcoin berichtet haben, knüpfen wir an diese Themen an und schauen uns insbesondere die Wirtschaft in Deutschland sowie Bitcoin und Gold im Vergleich an. Selbstverständlich haben wir auch eine detaillierte Sektion über Bitcoin, in der wir die aktuelle Entwicklung beleuchten und über die kurz- und mittelfristige Entwicklung schreiben.

Als Altcoin der Ausgabe haben wir das Krypto-Projekt Nimiq (NIM) ausgewählt, bevor wir in der kommenden Ausgabe das erste von der Community ausgesuchte Projekt analysieren werden. Jan und ich halten Nimiq für ein spannendes Projekt, von dem es sich lohnt, gehört zu haben. Schau am besten mal in unsere Analyse, damit du dir eine gute Grundlage für deine eigene Einschätzung bilden kannst.

Wir wünschen kurzweilige Informationen und hilfreiche Einsichten!

Warnstufe dunkelrot für die Wirtschaft

Mittlerweile ist es gut ein Jahr her, seitdem der erste offizielle Fall des Coronavirus erkannt wurde und wir sind uns sicherlich einig, dass die Zeit seitdem eine sonderbare ist. Die Implikationen, die durch die Bekämpfungsmaßnahmen für die Wirtschaft entstanden sind, dürften in der jüngsten Historie vergeblich ihresgleichen suchen. Beschränkungen an allen Ecken und Enden haben unser aufgeblähtes Geldsystem in eine noch prekärere Lage als zuvor versetzt. Sämtliche Geschäftsaktivitäten wurden enorm heruntergeschraubt, was eine katastrophale Spirale in Gang gesetzt hat. Geschäfte schließen, Jobs fallen weg, der Konsum sinkt, Geschäfte schließen, Jobs fallen weg, der Konsum sinkt, Geschäfte schließen und so weiter und so fort. 

An dieser Stelle ist es für mich wichtig, deutlich zu machen, dass diese Entwicklung vorherzusehen war. Der Virus an sich sicherlich nicht, aber dass wir in extreme wirtschaftliche Schieflage geraten hingegen schon. Die Frage war nur, was der Auslöser sein würde. In den letzten 100 Jahren hat beispielsweise der US-Dollar über 90% seiner Kaufkraft eingebüßt, was auf das stetige Erschaffen von Währung ohne Deckung zurückzuführen ist. Wer ständig Währung erschafft und damit neue Schulden kreiert, muss irgendwann die Zeche zahlen – was meiner Auffassung nach nicht mehr aufzuhalten und bereits in Gang gesetzt ist.

Die global eingesetzten Maßnahmen auf Basis der Coronakrise haben die Zerstörung unseres Währungssystems und damit einhergehend auch der Wirtschaft nochmal enorm beschleunigt. Die exorbitanten Summen, die ins System gegeben werden, gepaart mit der zügigen Zerstörung gesamter Industrien, versetzt uns auch hier in Deutschland in eine sehr gefährliche Lage. Dies spiegelt sich – trotz des massiven Währungsdruckens – auch allmählich in den Kursen an den Kapitalmärkten wider. Wir müssen verstehen, dass wir bereits in einer hochinflationären Umgebung leben. Die sehen wir nicht am Konsumpreisindex, sondern vor allem im Aktien- und Immobilienmarkt. Seit der Finanzkrise 08/09, in der die Währungserschaffung erst richtig in Fahrt gekommen ist, sind die Preise für Aktien und Immobilien explodiert. Die Inflation „versteckt“ sich unter anderem in diesen Assets.

Schauen wir nun auf den DAX, der es trotz der währungspolitischen Unterstützung bislang nicht schafft, neue Höchststände zu erreichen, was man das als alarmierend deuten sollte.

Eisberg voraus! Wie stelle ich mich jetzt sinnvoll auf?

Die Wirtschaft besteht aus unzähligen Verbindungen, die ein komplexes Gesamtgebilde formen. Und genau aus diesem Grund können Entwicklungen nicht besonders feinmaschig vorhergesagt werden. Wenn wir die Muster jedoch erkennen und die Motive der einzelnen Akteure antizipieren können, lässt sich zumindest eine grobe Marschrichtung erkennen. Wie ich bereits weiter oben beschrieben habe, ist über die letzten Jahre extrem viel Kapital in Aktien und Immobilien gewandert. Je höher man klettert, umso tiefer kann man fallen. Die Zentralbanken arbeiten zwar dagegen an,

aber ob das reichen wird, bleibt zu bezweifeln. Was ich damit sagen möchte ist, dass meines Erachtens Aktien und Immobilien aktuell keine Optionen für mich sind. Selbst wenn die Kurse durch die Zentralbanken gestützt oder sogar weiter befeuert werden, müssen die Kursentwicklungen mit der zunehmenden Inflation mithalten können. Ob das der Fall sein wird, bleibt aber abzuwarten.

Aus diesem Grund kann es durchaus sinnvoll sein, sich nicht-inflationierbare Werte mit Geldfunktion genauer anzusehen. Kommt es nämlich zum Supergau und unsere Währung zerbricht, bieten sie die wohl beste Position. Als Optionen stehen uns vorrangig Gold, Silber und Bitcoin zur Verfügung. Wie man sich in diesem Bereich positioniert ist sicherlich von sehr vielen Faktoren abhängig, aber für einen guten Überblick schauen wir uns Gold und Bitcoin hier im Vergleich an. Der Chart zeigt den Wert von Gold gemessen in Bitcoin, also: Wie viel Bitcoin ich für mein Gold bekomme.

Bitcoin schießt in Richtung Allzeithoch

Die Annahme der vorherigen Ausgabe, dass Bitcoin sich allmählich in einen Bullenmarkt bewegt, hat sich über die letzten 14 Tage verdichtet. Neben dem beträchtlichen Zuwachs auf 18.000 US-Dollar ist eine weitere interessante Entwicklung zu beobachten.

Nach dem Einstieg von diversen Unternehmen beginnen nun auch Banken, astronomische Preise für Bitcoin vorherzusagen. Zum einen nimmt JP Morgan in einem Bericht an, dass Bitcoins Wert sich verzehnfachen könnte und die Nachfrage nach Bitcoin die aller Gold ETFs zusammen übersteigt. Die Citigroup sagt einen Preis von 318.000 US-Dollar für Dezember 2021 voraus. Warum passiert das?

Wenn wir solche Aussagen hören, freuen wir uns als Bitcoin Hodler natürlich erst einmal. Doch dürfen wir dabei nicht vergessen, dass Banken, Fonds etc. das nicht machen, um uns einen Gefallen zu tun. Sie verfolgen ihre eigene Agenda und unsere Aufgabe ist es, diese zu durchschauen und uns dementsprechend zu verhalten.

Ich erinnere immer gerne an die Aussage von Jamie Dimon, dem CEO von JP Morgan, der Bitcoin zu seinen letzten Hochphasen heftig kritisiert hat und jedem seiner Mitarbeiter drohte, ihn zu entlassen, würde er sich mit Bitcoin beschäftigen. Rund drei Jahre später soll der Bitcoinpreis sich laut JP Morgen nun auf einmal verzehnfachen. Wie kann das sein?

Die Geschichte lehrt uns, Banken und große Player in der Finanzwelt nutzen ihren Einfluss, um sich selbst bestmöglich zu positionieren. Das heißt:

1. Ist der Preis auf einem Niveau, das mir zu hoch zum Kaufen ist, mache ich das Asset schlecht und wirke damit negativ auf den Preis ein.

2. Kommt der Preis des gewünschten Assets auf ein gewolltes Level, beginne ich langsam mit der Akkumulation. Dieser Prozess benötigt Zeit, da zu große Kaufaufträge sich positiv auf den Preis auswirken würden.

3. Sobald ich meine Taschen voll habe, nutze ich meinen Einfluss, um das Asset hochzureden. Die Masse springt an, kauft auf einem höheren Niveau (Wir sind am Beginn dieser Phase).

4. Ich verkaufe in die nichtsahnende Masse hinein und beginne wieder bei Schritt eins.

Dieses Verhalten sehen wir nicht nur aktuell bei Bitcoin, es wurde auch während der Finanzkrise 08/09 praktiziert. Selbst vor einigen Jahrhunderten hat man dieses Spielchen auch mit Gold getrieben. Warum? Weil es funktioniert und der Otto Normalverbraucher den Kürzeren zieht.

Bitcoin Preisvorhersage Modell

Nach wie vor erkennen wir noch einen recht deutlichen Abstand zwischen Modellvorhersage und tatsächlichem Preis, wobei der Bitcoin Preis in den letzten Tagen einen starken Anstieg gezeigt hat. Die Vorhersage des Preises scheint sich damit zumindest von der Trendrichtung und Steigung her in einem adäquaten Bereich zu bewegen. Auch hier müssen wir wieder berücksichtigen, dass das Modell bereits in den vergangenen Zyklen der tatsächlichen Entwicklung zeitlich voraus war. Es ist durchaus damit zu rechnen, dass diese Lücke in naher bis mittlerer Zukunft geschlossen werden könnte. Selbstverständlich gilt dies nur, wenn wir eine zur Historie analoge Entwicklung sehen. 

Das Modell gibt aktuell einen Preis von rund 33.000 US-Dollar vor, der tatsächliche Bitcoin Preis liegt bei ungefähr 18.000 US-Dollar. Im Vergleich zur letzten Ausgabe ist der Modellpreis um knapp 11% gestiegen, der tatsächliche Bitcoin-Preis hingegen um rund 14%, was auf eine Annäherung schließen lassen könnte.

Wie immer gilt: Das Modell kann keine sichere Aussage darüber treffen, wie der Bitcoin-Preis sich verhalten wird, selbst wenn es in der Vergangenheit äußerst akkurat war. Wir sehen es viel mehr als Tool, eine bessere Gesamteinschätzung zu erhalten.

Altcoin der Ausgabe: Nimiq

Der analysierte Coin ist diesmal Nimiq (NIM), ein Krypto-Projekt, das als browserbasiertes Zahlsystem für eine unkomplizierte Nutzung und einen einfachen Einstieg in die Kryptowelt sorgen will. 

Nimiq fällt in den Bereich der Currencies (also in diesem Sinne als nutzbare Währung) und hat neben einem äußerst innovativem Ansatz eine sehr elegante Lösung parat, Bankkonten mit Krypto-Adressen zu verbinden. In der Analyse hat Nimiq ein beträchtliches Ergebnis erreicht, weshalb wir euch diesen Altcoin nicht vorenthalten und euch die Möglichkeit für ausführliche Recherche geben wollen.

Altcoin der Ausgabe

Wir hoffen, dass dir auch unsere zweite Ausgabe des Newsletters gefallen hat! Falls es spezielle Content-Wünsche, individuelle Fragen oder ähnliches gibt, kontaktiere uns gerne. Am einfachsten geht das über die Telegram Gruppe, alternativ kannst du mir auch eine E-Mail an marc@wirtschaftsfuchs.de senden.

Und auch heute: Sollten dir die Chartanalysen gefallen haben, kannst du cryptory.de gerne einen Besuch abstatten – ein sympathisches und professionelles Team.

Bis zur nächsten Ausgabe wünschen wir eine aufregende und angenehme Zeit!

Viele Grüße,
Marc

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