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Bitcoin: Noch viel Luft nach oben?

Was war in den letzten sieben Tagen im Bitcoin-Versum los? Krypto-Trader und Marktanalyst Michaël van de Poppe prognostiziert einen Bitcoin Preis am Ende des aktuellen Bullenzyklus von 250.000 US-Dollar (BTFD!) und Charlie Munger, stellvertretender Vorsitzender von Berkshire Hathaway, findet Bitcoins Entwicklung widerlich. Los geht’s!

Wir wünschen viel Freude und interessante Einblicke beim Lesen unseres Marktupdates!

Und viele dachten, 30k wäre hoch

Zu Beginn des Jahres konnten einige Bitcoin-Investoren ihr Glück wahrscheinlich kaum fassen: Ein Allzeithoch jagte das nächste. Zwischendurch wurde die älteste Kryptowährung bei kleineren Dips wieder für tot erklärt, doch alles in allem sehen wir einen starken Aufwärtstrend, der von der wachsenden industriellen Adaption beflügelt wird. Und sehen wir uns an, wo Bitcoin vor genau einem Jahr stand – nämlich bei etwa 9.000 US-Dollar.

Zoomen wir ein wenig raus und betrachten das Gesamtbild. Krypto-Trader und Marktanalyst Michaël van de Poppe fasst das Ganze in einem Video auf seinem YouTube Kanal am 1. Mai 2021 in etwa so zusammen:

„Wenn du auf einen Bärenmarkt wetten möchtest, setzt du auf etwas, was nicht allzu oft passiert. Du setzt dann gegen den allgemeinen Markttrend. […] Gehen wir mit Bitcoin in Richtung 300.000 oder 500.000 US-Dollar? Ich denke, ja. Denn wenn wir uns die Bewertung von Gold in dieser Phase ansehen, liegen wir bei ungefähr 12 Billionen US-Dollar. Wenn wir dazu den Bitcoin Preis berechnen, haben wir einen Wert von 500.000 US-Dollar. Wenn wir also in diesem Zyklus eine Spitze für Bitcoin haben, wird diese wahrscheinlich über 250.000 USD und näher an 350.000 bis 450.000 USD liegen.“ 

Und wenn wir uns den untenstehenden Chart von CoinMarketCap ansehen, ist klar, dass die Dips for ants, die wir momentan erleben, alles andere als ein Grund zur Panik sind.

Oder, um es in Dan Helds Worten auszudrücken:

„Bitcoin isn’t a once in a lifetime opportunity. Bitcoin is a once in a human existence opportunity.”

Bitcoin-Adaption in den Niederlanden und Spanien

In den Niederlanden, genauer gesagt in Veghel, soll nun ein Penthouse für 21 Bitcoins verkauft werden. Das Maklerbüro gab an, dass Käufer bereits Interesse bekundet haben. Gegenüber NOS erklärte das Maklerbüro:

„Normalerweise ist ein Notar es gewohnt, beispielsweise in Euro zu überweisen. Dies geschieht jetzt in Bitcoins. Das ist auch für den Notar gewöhnungsbedürftig.“

Gleichzeitig gilt es herauszufinden, wann in Bezug auf die Volatilität von Bitcoin der sinnvollste Augenblick für den Verkauf ist. Letzte Woche berichtete Fuchs Inc. bereits, dass eine paradiesische Insel ganz ähnliche Vision hegt. Was wir hier sehen, ist sicherlich nur der Beginn eines großen Trends.

In Spanien sehen wir eine andere Art der Bitcoin-Adaption. Hier hat sich Biziondo, ein spanisches Unternehmen aus der Gesundheitsbranche, für Bitcoin als Zahlungsoption entschieden. General Manager von Biziondo, David Izquierdo, erklärt gegenüber Forbes Negocios:

„Es ist klar, dass die Bitcoin-Revolution bereits in einem wirtschaftlichen Kontext begonnen hat, in dem 2020 60% des weltweiten Geldes von europäischen, US-amerikanischen und japanischen Zentralbanken gedruckt wurden. Dies wird unweigerlich in etwa zwei bis fünf Jahren zu einer finanziellen Katastrophe führen.“

Und um sich auf diesen Ernstfall vorzubereiten, gilt Bitcoin ab dem 1. Juni 2021 als offizielles Zahlungsmittel. Izquierdo sagt:

„Auf dem Gebiet der Privatmedizin wird eine neue Philosophie gefördert, in der die Bürger die Macht haben, sich selbstständig zu regulieren. Nachdem ich diese Technologie Hunderte von Stunden lang studiert habe, habe ich mich persönlich entschlossen, Blockchain-Technologie und digitale Währungen ins Unternehmen zu integrieren.“

Der Krypto Mining-Hardware Markt könnte um 2,80 Mrd. USD steigen

Wie aus einer Analyse von TechNavio hervorgeht, wird der Krypto Mining-Hardware Markt von 2020-2024 um 7%, also 2,80 Milliarden US-Dollar steigen. TechNavio geht davon aus, dass der Mining-Markt in der Zukunft aufgrund der größer werdenden Nachfrage weiter wachsen wird.

Zwar gibt es immer noch Kritik am Stromverbrauch des Minings, doch könnte sich das mit zunehmendem Fokus auf erneuerbare Energien durch die Mining Unternehmen bald ändern. Zu den stärksten Unternehmen der Branche zählt TechNavio Advanced Micro Devices, ASICminer, Baikal Miner, Bitfury, BitMain, Canaan, Cynosure Technologies, Halong Mining, INNOSILICON und Shenzhen MicroBT. Für diversifizierter Portfolios dürfte sich auch ein Blick auf Mining Aktien lohnen.

Eine wahrhaft widerliche Entwicklung…

Schließen wir dieses Marktupdate mit einem unterhaltsamen Zitat von Charlie Munger, dem stellvertretenden Vorsitzenden von Berkshire Hathaway an. Bei einer Hauptversammlung von Berkshire Hathaway erklärte der 97-Jährige, dass er den Erfolg von Bitcoin hasse. Grund für seine Missgunst ist das fragwürdige Image der Kryptowährungen. Schließlich sollen die ja hauptsächlich von Kriminellen genutzt werden. Fundierte Zahlen bekamen die Zuhörer zu dieser Aussage nicht, allerdings hilft uns ein Report von Chainalysis hier weiter.

Das Unternehmen berichtete kürzlich, dass im Jahr 2019 2,1% des gesamten Krypto-Transaktionsvolumens (Überweisungen im Wert von rund 21,4 Mrd. USD) in Bezug mit illegalen Aktivitäten stand. 2020 waren es sogar nur noch 0,34%. Nun lässt sich streiten, welche Analysen in Bezug auf die illegale Konnotation der digitalen Währungen vertrauenswürdig ist. Was sich aber kaum diskutieren lässt ist, dass Fiatwährungen in Bezug auf Verbrechen keine Kinder der Traurigkeit sind. Ferner lassen sich illegale Aktivitäten sicherlich auch gänzlich ohne eine Währung abwickeln. Noch interessanter wäre es an dieser Stelle zu definieren, was denn illegale Aktivitäten sind und in welchem moralischen Rahmen wir uns hier bewegen. Munger meint:

„Ich denke, ich sollte bescheiden sagen, dass die ganze verdammte Entwicklung widerlich ist und den Interessen der Zivilisation widerspricht.“

Angesichts der Tatsache, dass der Großteil des Vermögens von Berkshire Hathaway und somit auch von Munger auf dem exzessiven Gelddrucken der Zentralbanken basiert, ist es durchaus nachvollziehbar, dass er Bitcoins Entwicklung hasst. 

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