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Russland: Bitcoin Mining legal – Verkauf nur ins Ausland. Warum?

Russland: Bitcoin Mining legal – Verkauf nur ins Ausland. Warum?

Nachdem in der Vergangenheit immer wieder gemischte Stimmen aus Russland zu Bitcoin zu hören waren, will das Land nun Bitcoin Mining legalisieren. Die Zentralbank ist bereit, Bitcoin Mining zu unterstützen – mit einem Haken: Die geminten Bitcoins müssen ins Ausland verkauft werden. Wie das zu verstehen ist, erfährst du in diesem kurzen Artikel.

Angespannte Situation in Russland

Angesichts der angespannten politischen Lage und der sich daraufhin auch ausbreitenden wirtschaftlichen Sorgen kommt ein unter Umständen doch recht verwirrendes Signal aus Russland: Die Zentralbank möchte das Mining von Bitcoin unterstützen, die in diesem Prozess angehäuften Bitcoins sollen jedoch nur ins Ausland verkauft werden dürfen. Nachdem bereits Informationen aus Russland gekommen waren, laut denen Bitcoin zukünftig auch für Energietransaktionen verwendet werden kann, scheint dieser Schritt doch recht merkwürdig. Bitcoin Mining erlauben, aber irgendwie auch nicht richtig umsetzen. Normalerweise würde man doch davon ausgehen, dass eine Unterstützung des Minings auch eine Unterstützung von Bitcoin zufolge hätte. Doch mit dem Verbot des inländischen Verkaufs von Bitcoin durch Bitcoin Miner, zeichnet sich dabei ein anderes Bild.

Russland offenbar von Bitcoin nicht überzeugt

Es ist zwar ein Schritt in Richtung Annäherung zu Bitcoin, überzeugt klingt aber anders. Bei Betrachtung der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung des Landes lässt sich jedoch eine Vermutung aufstellen, warum dieser Schritt nun geschieht. Russland hat aufgrund heftiger Sanktionen aus unter anderem den USA, Großbritannien und der EU zunehmend Schwierigkeiten, globalen, harmonisch ablaufenden Handel zu tätigen. Dieses Vorgehen deutet also darauf hin, dass das Bitcoin Mining eher als wirtschaftlich nutzbarer Vorgang verwendet werden soll, bei dem es möglich wird, aus dem eigenen Land heraus an ausländische Währungen zu gelangen – und das, ohne den Rubel zu schwächen. Und genau dieser möglichst starke Rubel ist in der letzten Zeit eines der Kernziele Russlands, was beispielsweise auch durch die nur in Rubel zulässigen Energieexporte deutlich wird. Es wird also (zunächst) eine deutliche Absage an Bitcoin als Geld erteilt, die daraus möglichen Vorteile sollen jedoch trotzdem genutzt werden.

Bald keine Abnehmer für russische Energieträger mehr?

Als weiterer Faktor fällt die russische Sorge über schwindende Exportmärkte in Betracht. Mit seinen riesigen Energieträger-Vorkommen spielen eben diese eine zentrale Rolle für die russische Wirtschaft. Und sicherlich wird diese Energie in anderen, Russland aktuell nicht positiv zugewandten Ländern benötigt – Die Frage ist allerdings: Wie lange wird das noch so sein? Wahrscheinlich wird dies auf absehbare Zeit nicht so bleiben.

Und aus diesem Grund macht es für Russland definitiv Sinn, eine andere Verwendung für die überschüssige Energie zu finden. Bitcoin Mining eignet sich dafür hervorragend, denn Bitcoin ist ein international gehandeltes, äußerst liquides Asset, über das Energie monetarisiert werden kann. Hinzu kommt, dass Bitcoin nicht politisch ist und keine Präferenzen in der Wahl der Handelspartner hat. Bitcoin benötigt lediglich Energie und steht dabei jedem offen, diese zuzuführen und dafür entlohnt zu werden.

Ist das jetzt bullish für Bitcoin oder nicht?

Die korrekte Antwort ist wohl: beides. Zunehmende Hashing Power und ein weiteres Wachstum der Bitcoin Mining Industrie ist definitiv als positiv zu werten, da es zum einen Bitcoin als Netzwerk stärkt und zum anderen auch die Sichtbarkeit erhöht. Hinzu kommt, dass dadurch einmal wieder deutlich wird, welche Vorteile Bitcoins offenes System und unpolitischer Aufbau haben: Es kommt bei Bitcoin nicht darauf an, wer es gut findet und wer nicht, sondern vielmehr, welche ökonomischen Interessen damit durchgesetzt werden können.

Die Absage für Bitcoin als Geld für die eigene Bevölkerung, die durch das Verbot des inländischen Verkaufs entsteht, ist hingegen nicht das, was viele Bitcoiner sich gewünscht hatten. Insbesondere mit den immer wieder Bitcoin gegenüber aufgeschlossenen Aussagen Russlands haben sich einige Beobachter womöglich ein anderes Szenario gewünscht. Dennoch sei gesagt, dass dieser Schritt einen Anfang darstellt. Ein Anfang hin zur stärkeren Integration in bisherige wirtschaftliche Geflechte, die Bitcoin auf lange Sicht aufgrund seiner Beschaffenheit obsolet machen wird.

Für diesen zukünftigen Prozess gibt es viele Argumente und geschulte Bitcoiner wissen um diese Sache bereits sehr gut Bescheid. Solltest du für dich noch nicht ganz in der Lage sein, auch zu diesem Entschluss zu kommen, wirf doch am besten mal einen Blick auf unseren kostenlosen Einsteiger Guide, der die wichtigsten Punkte kompakt für dich zusammenfasst. Hier geht es zum Guide.

Vielen Dank für deine investierte Zeit.

Die Inflation ist da – Wie du mithilfe von Bitcoin profitieren kannst (und solltest!)

Die Inflation ist da – Wie du mithilfe von Bitcoin profitieren kannst (und solltest!)

Mieten steigen. Lebensmitteleinkäufe werden teurer. Die Benzinpreise überschlagen sich. Während Reiche immer reicher werden, werden Arme immer ärmer – die Vermögenslücke steigt unaufhaltbar und sorgt nicht nur für mehr Ungleichheit, sondern auch für immer stärkere, wirtschaftliche Eingriffe seitens der Politik. Mietendeckel hier, Subvention da, Mindestlohn dort. Die Situation wirkt verfahren und was auf den ersten Blick wie eine hochkomplexe Problematik aussieht, lässt sich im Grunde recht leicht auf einen grundlegenden Fehler reduzieren: die Funktionsweise des Geldsystems.

Das Kernproblem: Währung kann unbegrenzt vermehrt werden

Mit der Abschaffung der auf Gold basierenden Währungen im Jahr 1971, wurde gleichzeitig die Entstehung des sogenannten Fiatgeldes besiegelt – Währung, denen kein realer Wert unterliegt. Durch diese Entkopplung wurde es im weiteren Verlauf möglich, Währung einfach durch die Aufnahme neuer Schulden zu erschaffen. Bei diesem buchhalterischen Vorgang wird grundlegend nichts anderes praktiziert, als dass ein Staat Währung von der Zentralbank erhält und verspricht, diese zurückzuzahlen. Der Erstellung von Währung steht also nicht mehr entgegen als ein Versprechen, die Schulden zurückzuzahlen. Als Sicherheit dafür dient der Bürger, der das durch zukünftige Steuerzahlungen finanzieren soll.

Was dabei als „Geldpolitik“ deklariert wird, hat in der Realität allerdings zwei grundlegende negative Auswirkungen:

  1. Währung kann (und muss sogar) unbegrenzt vermehrt werden
  2. Die Erstellung und Kontrolle von Währung unterliegt einem Monopol (Staaten & Zentralbanken)

Sowohl dieser als auch die folgenden Mechanismen sind wichtig zu verstehen – denn nur so kannst du dich selbst in die Lage bringen, die bevorstehende, stürmische Zeit komfortabel zu überstehen.

Mehr „Geld“ – Weniger Kaufkraft

Was zunächst den Eindruck erwecken mag, als könne man damit problemlos mehr Wohlstand schaffen, ist in Wahrheit das Erschaffen von Inflation. Ein Begriff, der in letzter Zeit vermehrt die Runde macht und oft fälschlich automatisch mit steigenden Preisen gleichgesetzt wird, was jedoch nicht der Kerneigenschaft von Inflation entspricht. Denn Inflation beschreibt die Entwertung von Währung – oder anders ausgedrückt: den Verlust von Kaufkraft. Dieser drückt sich dann in steigenden Preisen aus, da die Menge an Währung schneller wächst als die ihr entgegenstehenden Produkte und Dienstleistungen. Die Folge ist ein zunehmender Verlust an Kaufkraft, obwohl das Vermögen nominell steigt. Und genau aus diesem Grund ist Inflation eine gefährliche und trügerische Angelegenheit – sie bleibt lange im Verborgenen und ist für den unaufmerksamen Beobachter anfänglich nur schwer zu erkennen. Sobald du die Problematik allerdings verstanden hast, stellt sich gleichermaßen die Frage: Was soll ich tun? Die Antwort ist von großer Bedeutung für den Einzelnen.

Ein beispielhafter Blick auf die Entwicklung der Kaufkraft des US-Dollars über die letzten 100 Jahre zeigt uns, dass die Kaufkraft des Dollars in diesem Zeitraum um über 95% gesunken ist. Oder anders gesagt: Für etwas, das ich damals für 1$ kaufen konnte, muss ich nun mehr als 20$ zahlen. Wir sind also nicht reicher geworden, obwohl wir heute über mehr Währung als damals verfügen.

Besonders brisant dabei: Hat die Inflation einen bestimmten Punkt erst einmal überschritten, wird es unmöglich, sie aufzuhalten. Was dann passiert, sehen wir unter anderem an den Beispielen Zimbabwe und Venezuela: Eine Unmenge an Kaufkraft wird zerstört, Menschen können sich die grundlegendsten Lebensmittel nicht mehr leisten und die Währung kollabiert letztlich. Selbst ein Millionär ist dann innerhalb kürzester Zeit verarmt, wenn er seinen Wert nicht in anderen Gütern sichert.

Die traurige Realität ist: Wir haben den Punkt der Umkehr bereits überschritten und die Implosion der Fiatwährungen wird nicht mehr abzuwenden sein. Und dabei kommt es noch schlimmer, denn wir als Bürger haben bei Entscheidungen rund um unser Geldsystem kein Mitspracherecht. Mehr Geld in den Kreislauf geben? Wir können es nicht ändern. Gelder an ausgewählte Gruppen verteilen? Wir können es nicht ändern. Geldflüsse zensieren? Wir könnten es nicht ändern. Uns bleibt nur eine Option. Und diese lautet nicht Aktien, und auch nicht Immobilien.

Der Wertzuwachs von Aktien & Immobilien trügt

Mit Erklärung der Wirkungsweise der Inflation wird nun immer deutlicher, woher die steigenden Mieten, die teureren Einkäufe und die hohen Benzinpreise eigentlich kommen.

Sobald wir verstehen, dass Inflation die Entwertung von Währung bzw. deren Kaufkraftverlust bedeutet, machen auch die krankhaft steigenden Preise von Aktien und Immobilien Sinn: Es ist nicht der Wert der Unternehmen und Gebäude, der steigt – Es ist der Wert der Währung, der sinkt und sich somit in höheren Preisen ausdrückt.

Warum aber primär Aktien und Immobilien?

Die Erklärung ist einfach: Wohlhabende Menschen sichern sich gerne durch diese als wertstabil angenommenen Werte gegen die Inflation ab. Sie können mit ihnen Gewinne einfahren und somit (vorerst) der Wertzerstörung der Inflation entgehen. Betrachten wir aber die Krankenschwester, den Altenpfleger, die Bäckerin oder den Friseur, erkennen wir, dass diese Personengruppen jedoch keine Chance haben, sich adäquat abzusichern. Ihnen fehlt schlichtweg das investierbare Einkommen, um den notwendigen Gewinn über Investments zu erwirtschaften. Die Folge daraus ist die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich. Ein Zustand, der für viele nicht länger auszuhalten ist und schnellstens beendet werden sollte. Nur wie ist das realisierbar?

Die Politik beispielsweise versucht, mit ihrem Werkzeugkasten gegen diese Probleme anzugehen. Mietendeckel, Preiskontrollen, Subventionen und Co. Sie greift ein, wo sie es für notwendig hält, packt das Problem jedoch nicht an der Wurzel. Mehr Eingriffe schaffen mehr Probleme. Und ein schiefes Gebäude wird nicht dadurch gerade, dass man ihm einen neuen Anstrich verpasst. Es ist das Fundament, das gerichtet werden muss. Und dieses Fundament ist der Euro. Der Dollar. Das Pfund. Und alle anderen Fiatwährungen.

Der Wilshire 5000 Index spiegel die Performance des Aktienmarktes wieder (Schwarz). Die M2-Menge stellt die Geldmenge dar (Rot).

Bitcoin als passende Lösung

Um Herr des Problems zu werden, wird dementsprechend ein Geldsystem benötigt, das primär zwei Eigenschaften besitzt. Es muss zum einen begrenzt sein und darf zum anderen nicht aus einer Monopolstellung heraus kontrolliert werden.

Hast du dich schon mal gewundert, warum Bitcoiner so vehement auf Bitcoin schwören? Sie machen das aus zwei Gründen:

  1. Sie haben das oben beschriebene Problem des Schuldgeldsystems in noch viel größerem Ausmaß verstanden
  2. Sie haben erkannt, dass Bitcoin diese bestehenden Probleme beseitigt

Dieser Artikel geht um Bitcoin, und das, obwohl wir noch nicht einmal auf Details von Bitcoin eingegangen sind. Dies hat einen Grund: Ich arbeite mittlerweile seit vielen Jahren ausschließlich mit dieser Thematik und in dieser Zeit ist mir bewusst geworden, dass die Frage „Was ist Bitcoin?“ so lange irrelevant bleibt, bis die Frage „Warum Bitcoin?“ geklärt wurde.

Aber auch wenn nach diesem Artikel klarer ist, warum wir Bitcoin brauchen, sind die Fragen nach dem Was und dem Warum nicht innerhalb eines Artikels zu beantworten. Dafür benötigt es eine Kombination aus Willen, Zeit, Aufwand und Erfahrung des Einzelnen, um anschließend mit unbezahlbarem Wissen und Peace of Mind belohnt zu werden.

Der wahre Grund für Chinas Bitcoin Verbot

Der wahre Grund für Chinas Bitcoin Verbot

China hat Bitcoin den Laufpass gegeben – zuerst den Minern, dann den Usern. Dabei war das Land bis vor kurzem noch für mehr als fünfzig Prozent des weltweiten Bitcoinhandels verantwortlich – alleine im ersten Halbjahr 2021 wurden laut Chainalysis hundertfünfzig Milliarden US-Dollar in chinesische Wallets eingezahlt – die zweitgrößte Summe nach den USA.

Warum hat China also den U-Turn gemacht und von jetzt auf gleich sämtliche Kryptowährungen mit Ausnahme des digitalen Renmimbi verbannt?

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Die Financial Times schreibt dazu, dass China die inländischen Finanzströme kontrollieren will und Angst vor Kapitalflucht oder unerwünschten Zahlungseingängen hat – beispielsweise auf Konten uigurischer Menschenrechtsorganisationen.

Meiner Meinung nach ist das Quatsch.

In China treffen zurzeit mehrere Faktoren aufeinander, die Krypto-Mining unmöglich machen. Beispielsweise schreibt die Zentralregierung die Energiepreise vor, gleichzeitig sind aber die Preise für Kohle aufgrund verschiedener Probleme von Chinas Kokslieferanten Indonesien, Australien, Mongolei und Russland stark angestiegen. Australien war bis zum Handelskonflikt für 39 Prozent der chinesischen Kohleeinfuhren verantwortlich.

Kohlekraftwerke sind gewinnorientierte Gesellschaften, dürfen aber die höheren Rohstoffpreise nicht an die Kunden weitergeben. Also reduzieren sie ihren Ausstoß und produzieren nur noch ein Minimum an Strom, um so wenig Verluste wie möglich zu machen.


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Kohlekraftwerke sind gleichzeitig Chinas wichtigster Energieträger und stellen fünfzig Prozent der gesamten Landesversorgung sicher

Das führt dazu, dass es vor allem jetzt, wenn der Winter kommt, regelmäßig Stromausfälle gibt, die nicht nur Chinas Privathaushalte betreffen, sondern vor allem die Produktionsbetriebe hart treffen, während gleichzeitig der dortige Stromverbrauch seit Pandemiebeginn 2020 stark angestiegen ist: Während die Welt weitgehend im Stillstand lag, war das Coronavirus in China bereits gebannt und es wurde wie verrückt produziert, um den ganzen Globus im Lockdownmodus zu beliefern.

Goldman Sachs sagt dazu, dass fast vierundvierzig Prozent aller chinesischer Produktionsbetriebe direkt von den Stromausfällen betroffen sind, weshalb das chinesische Wirtschaftswachstum dieses Jahr voraussichtlich auf 7,8 Prozent sinken wird, im Vergleich zu 8,2 Prozent im Vorjahr.

Die chinesische Regierung hat landesweit (energieintensive) Betriebe angewiesen, während den Stoßzeiten Energie zu sparen bzw. sich auf bestimmte Tage zur Produktion zu beschränken.

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Viele Unternehmen sind deshalb in die Nebenzeiten ausgewichen, die bislang von den Krypto-Minern besetzt gewesen waren. Denn der Kryptomarkt wird vor allem zu westlichen Stoßzeiten genutzt, d.h. genau dann, wenn China schlafen geht oder aufsteht.


Kein Platz für Kryptostrom-Verschwender

China hat demnach Kryptomining verbannt, weil man sich deren Stromverbrauch nicht mehr leisten kann, ohne dadurch die eigene Wirtschaftsleistung zu gefährden. Denn mehr Kohlekraftwerke werden es zukünftig kaum werden, nachdem sich China im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens darauf verständigt hat, bis 2060 karbonneutral zu produzieren. Das bedeutet, das Reich der Mitte baut seine Energieversorgung um, sodass es für die weltweit einzige nicht-postindustrielle Nation zukünftig keinen Platz mehr für Kryptostromverschwender gibt.

Ein Bild von 99Bitcoins

Bleibt noch die Frage offen, warum China nicht nur Bitcoin-Mining, sondern alle Kryptowährungen gleichzeitig verboten hat – sowohl Handel als auch Besitz.

Die großen Kryptofarmen haben einen großen Teil von Chinas Kryptostromverbrauch ausgemacht. Allerdings waren diese zumindest dezentralisiert und hatten sich überall dort breit gemacht, wo sie der Netzstabilität am wenigsten im Weg standen.

Ganz anders sieht das mit den individuellen Krypto-Usern aus, die von günstigen Grafikkarten und zentralisiert fixierten Strompreisen profitieren und von zu Hause aus minen was das Zeug hält.

Macht das einer, ist das kein Problem, aber wir sprechen von einem Volk von über einer Milliarde Chinesen – macht’s nur jeder tausendste, hat das Stromnetz ein Problem.

Was macht man als staatliches Zentralorgan am einfachsten dagegen? Sämtliche Kryptowährungen verbieten, und fertig.


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Der Fall Kasachstan – Strom & Internet als Gefahr für Bitcoin? – #ZeroFuchsGiven

Der Fall Kasachstan – Strom & Internet als Gefahr für Bitcoin? – #ZeroFuchsGiven

In dieser Ausgabe von #ZeroFuchsGiven beschäftigen wir uns mit der Entwicklung von Bitcoin im geopolitischen Kontext. Während in Kasachstan die Bitcoin-Miner leiden, schafft Spanien eine innovationsfördernde Infrastruktur – Bitcoin, the peaceful revolution?

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Was genau gerade in Kasachstan geschieht, dürfte für uns alle schwer zu beurteilen sein…

Ohne einen Blick auf politische Hinter- und Beweggründe zu werfen, sehen wir jedoch, dass den Minern der Zugang zum Bitcoin Netzwerk genommen wurde, was scheinbar auf das Abstellen der Internetversorgung zurückzuführen ist.

Die Hashrate ist um rund 13% gefallen, was zu der schätzungsweise 12% – 20% der aus Kasachstan kommenden Miningpower passt. Auch der Bitcoin Preis hat gelitten, was durchaus mit dem Abfall der Hashrate zusammenhängen kann, da dies einen weiteren Unsicherheitsfaktor begründet.

Interessant ist, dass darauffolgend aus bspw. Spanien die ersten Rufe kommen, ein sicheres Umfeld für Bitcoin und Kryptowährungen im eigenen Land zu schaffen. Dass dieser Ruf nun zeitgleich mit dem Ausfall in Kasachstan kommt, macht vor allem aus der Sicht von geopolitischer Spieltheorie Sinn, denn Regierungen dürften längst begriffen haben, welche entscheidende Rolle Bitcoin auch in Zukunft spielen wird.

Zwar dürften die meisten Regierungen nicht sonderlich gewillt sein, Bitcoin zu seinem weiteren Erfolg zu verhelfen, allerdings entstehen durch bloßes Nichtstun oder gar Sanktionen essenzielle Gefahren. Der Anschluss könnte verloren gehen und ganze Länder bei der nächsten technologischen Entwicklung auf der Strecke bleiben.

Es wird zunehmend auch in der öffentlichen Meinung sichtbar, dass Bitcoin durchaus in der Lage ist, die bestehenden Finanzstrukturen nachhaltig zu verändern und eine Rolle als Reservewährung einzunehmen. Und genau hier müssen Regierungen vorsorgen und die entsprechende Infrastruktur schaffen.


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Bitcoin, Strom und Internet – BiTcOiN iSt OhNe StRoM nIcHtS

Die Hashrate trägt maßgeblich zur Stabilität und Sicherheit von Bitcoin bei, weshalb solche Entwicklungen natürlich zumindest als unschön betitelt werden können.

Parallel zum Abfall der Hashrate konnten wir auch einen Kursrutsch beobachten, wobei man nicht zwangsläufig von einer vorhandenen Kausalität sprechen sollte. Schön zu sehen ist dagegen, dass das Bitcoin-Netzwerk nichtsdestotrotz normal weiter läuft und alle 10 Minuten ein neuer Block entsteht.

Mit Blick auf das Internet lässt sich sagen, dass dies immer noch einen kritischen Punkt in der reibungslosen Funktionalität Bitcoins darstellt. Zwar gibt es zunehmende Bestrebungen, sich von nationalen Internetversorgern unabhängig zu machen, wie beispielsweise über Satelliteninternet oder Netzwerkkommunikation über Radiowellen – Zum jetzigen Zeitpunkt stecken diese Entwicklungen allerdings noch in den Anfängen.

Auf lange Sicht werden sie jedoch eine weitere Festigung der Infrastruktur Bitcoins mit sich bringen. Und das ist auch gut so, denn Bitcoin zeichnet sich primär durch seine Unabhängigkeit aus. Das Netzwerk ist dabei mittlerweile so groß und resilient, dass ihm an sich nur noch wenig etwas anhaben kann. Kritische Stellen werden aktuell quasi nur noch durch die angrenzende Infrastruktur ermöglicht, also primär Stromversorgung und Netzwerkzugang.


Warum im Kosovo Bitcoin Mining-Equipment beschlagnahmt wird…

Für mich sieht das Ganze eher nach einer Verzweiflungstat gemischt mit einer Schuldumkehr aus.

Auf der einen Seite will scheinbar auch im Kosovo die Regierung nicht dazu beitragen, dass ein dezentrales und unkontrollierbares Geld dem Fiatgeld den Rang abläuft, auf der anderen Seite finde ich es schwer vorstellbar, dass das Abstellen der Bitcoin Miner einen großen Einfluss auf die Energieversorgung des Landes haben soll.

Wie so oft können wir auch hier nur Annahmen über die wahren Beweggründe treffen, wobei auch nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Regierung die Absicht verfolgt, die Macht über das Mining lieber in seine Kontrolle als in die der Bürger zu bringen.



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Wie Bitcoin die Finanzwelt & Geopolitik neu ordnet – Alles Wissenswerte dazu

Wie Bitcoin die Finanzwelt & Geopolitik neu ordnet – Alles Wissenswerte dazu

Wie Bitcoin die Finanzwelt & Geopolitik neu ordnet – Alles Wissenswerte dazu

#ZeroFuchsGiven ist das Format, in dem Fuchs Inc. Begründer Marc Fuchs regelmäßig auf aktuelle Themen eingeht und die Fragen der Fuchs Inc. Community beantwortet. Die Fragen können einfach per E-Mail oder Telegram gesendet werden, die Links dafür stehen unter dem Beitrag.

Die großen Investmentbanken machen vor allem eins: Chaos. Gleichzeitig entscheidet sich China gegen die Bitcoin Miner – schießt sich das fernöstliche Land damit ins Aus? Oder machen die USA, El Salvador und Co einen großen Fehler mit der Bitcoin-Adaption? Los geht’s!

Wir wünschen viel Freude und interessante Einblicke beim Lesen von #ZeroFuchsGiven!

Großbanken: Bitcoin ist Betrug, nein doch ein Asset, aber mit Umweltproblemen

Goldman Sachs startet mit dem BTC-Futures Trading durch. Wie bewertest du das?

Marc erklärt:

„Also dieses ganze Hin und Her der großen Investmentbanken ist schon interessant. Mal ist Bitcoin Betrug, dann hat es Potenzial, dann eine Umweltsau und dann ein Tradingasset. Diese chaotisch wirkende Entwicklung teils selbst innerhalb eines einzelnen Unternehmens, kann für den Retail Investoren sehr verwirrend wirken, folgt meiner Meinung nach allerdings einem Plan.“

Marc erläutert, dass Bitcoin in den vergangenen Jahren extrem erfolgreich war und eine echte Disruption des bestehenden Geld- und Finanzsystems bietet:

„Das wissen natürlich auch die großen Player. Zwar sind sie aus der Natur ihres Geschäfts heraus kategorisch gegen diese Entwicklung, aufgrund des disruptiven Charakters sind ihnen jedoch die Hände gebunden und sie müssen einen Umgang damit finden. Und um in Zukunft nicht komplett an Relevanz zu verlieren, ist der beste Weg die Sicherung einer großen Menge des Bitcoin Supplys. Und Dinge wie Trading Desks spielen in diesem Szenario ebenfalls eine große Rolle, denn dadurch kann die Menge der eigenen Bitcoins gesteigert werden und außerdem durch große Orders der Markt in gewisser Weise beeinflusst werden, sodass einen Vorteil gegenüber dem Retailinvestor entsteht.“

Marc betont, dass das vor allem für das Future Trading gilt, also den Handel mit Preisen, die noch in der Zukunft liegen und in der Regel nicht mit Bitcoin als unterliegendem Asset besichert sind:

„Dabei entsteht ein großer Hebel auf die Einflussnahme des Bitcoin Preises. Dies wiederum kann dann genutzt werden, um den Markt in die gewünschte Richtung zu beeinflussen und sich selbst die Taschen mit Bitcoin zu füllen.“

China, what the rig?

Der China Mining-Ban soll viele Miner nach Texas drängen – wie könnten sich hier die Machtpole in der Zukunft verschieben (Großmacht China oder Bitcoin als Trojanisches Pferd)?

Marc erklärt, dass die Entwicklung rund um Mining und Energienutzung momentan definitiv interessant ist:

„Berichten zufolge sollen jetzt gerade erst vor ein paar Tagen viele Miner in China ihre Server abgestellt haben und es gehen auch Gerüchte um, dass bereits einige Miner ihre Sachen gepackt haben, um sich an neuen Standorten niederzulassen. Durch den nun leichteren Zugang in z.B. Texas, könnte das ein guter Anreiz sein, mehr Mining in den Bundesstaat der USA zu holen.“

Marc erläutert, dass einige Bundesstaaten in den USA – darunter Wyoming und die Region Miami – durchaus an guten Bedingungen für Krypto-Unternehmen arbeiten.

„Generell begrüße ich diese Entwicklung sehr, da sie zum einen die hohe Konzentration der Miner aus China etwas lichtet und zumindest Teile der USA verdeutlichen, dass sie die Trendentwicklung erkannt haben. Hinzu kommt, dass China als Standort sowieso fragwürdig ist, da der politische Einfluss dort unerwünschte Entwicklungen annehmen kann (siehe Zensur im Internet) und ein großer Teil der für das Mining benötigten Energie von umweltschädlichen Quellen wie Kohle stammt. Solch ein Umbruch hat natürlich kurzfristig Auswirkungen auf Bitcoin und das unterliegende Netzwerk, was wir momentan auch gut am Preis und der Hashrate beobachten können. Langfristig ist das jedoch ein sehr positiv bewertbarer Umschwung, der Bitcoin mehr Stärke gibt und weiter innerhalb der breiten Bevölkerung legitimiert. Ob China sich damit ein Gefallen tut, wage ich zu bezweifeln. Allerdings sieht auch diese Nation den gleichen Problemen wie Großbanken entgegen, und zwar, dass sie es hier mit einer nicht mehr zu stoppenden disruptiven Entwicklung zu tun haben.“

Stock-to-Flow Model – Rekordabweichung

Rekordabweichung vom Stock-to-Flow Model – warum?

Marc führt aus, dass die Fragen in Bezug auf die Bitcoin Preisentwicklung immer spannend waren und meistens ohne zufriedenstellende Antwort blieben:

„Sicher spielt die Mining Entwicklung in China eine Rolle, außerdem wird kräftig mit dem Energieverbrauchs- und Umweltschädigungs-FUD um sich geworfen. Wir müssen diese Abweichung vom Stock to Flow Modell natürlich im Auge behalten, dennoch sehe ich noch keinen Grund zur Annahme, dass das Modell invalide geworden ist.“

Marc erklärt, dass wir uns nun einmal in einem Marktumfeld bewegen, das durch News und Interessen mächtiger Player geprägt ist, wodurch es kurz- und auch mittelfristig immer zu Ausreißern kommen kann:

„Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass es ein MODELL ist und keine definitive Vorhersage. Bevor man nun sagt, das Stock to Flow Modell funktioniert nicht mehr, könnte man auch überlegen, ob nicht gerade diese Diskrepanz ein Anreiz sein kann, weiter zu kaufen.“

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