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#VoicesOfPlebs: Taproot Update & was das bedeutet – Cercatrova Teil II

#VoicesOfPlebs: Taproot Update & was das bedeutet – Cercatrova Teil II

Cercatrova ist Bitcoin Maximalist, Lightning Node Betreiber und „just another pleb“ – und hat mit dem Fuchs Inc.-Team über Bitcoin, den Dschungel und einiges mehr gequatscht!

Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen!


Ein dezentrales Netzwerk updaten: Gar nicht mal so leicht

Was als nächstes bei Bitcoin ansteht, ist das Taproot Update. Aber wie läuft ein Upgrade bei einem dezentralen Netzwerk überhaupt ab? Cercatrova erklärt:

„Jetzt ist die Frage ja, wie updatest du so ein dezentrales Netzwerk, wenn du erstens nicht weißt, wer eine solche Software laufen hat, wo die sich befinden und was das für Leute sind. Denn meistens läuft der größte Anteil der Bitcoin Full Nodes im Tor-Netzwerk, damit auch die IP-Adresse nicht sichtbar ist. Du hast auf der einen Seite die Node-Betreiber, die diese Rules enforcen und dann hast du auf der anderen Seite die Miner, die die Blöcke und die Transaktionen in die Blöcke packen und diese Blöcke generieren.“

Nun haben wir die Miner mit Schreibrecht auf der Blockchain und die Nodes als Speicher der Blockchain.  

„Der Code von Taproot ist eigentlich nichts anderes als diese Implementation der Schnorr Signatures als Zusatz. Also es funktioniert immer noch mit den Elliptic Curve Sigantures. Native SegWit wird immer noch unterstützt. Taproot ist einfach eine neue Funktionalität, ein neues Stück Code mit den Schnorr Signatures. Bitcoin Core selber halt solche Versionsnummern. Die aktuellste Version ist die 21.1 Version. Das findest du alles auf Bitcoin.org, dort sind die ganzen Releases drauf. Und in dieser Version ist bereits der Code von Taproot schon drin. Also mein Node, der 21.1., der hat den Taproot Code bereits drin, nur er ist noch nicht aktiviert. Sollte deine Node noch eine ältere Version haben und du möchtest jedoch die Taproot Konsensusregeln enforcen, musst du dein Node auf die Version 21.1 updaten.“

Bitcoin ist eine direkte Demokratie

Die Entscheidung für das Taproot Upgrade traf die Miner-Community. Hier einen Konsens zu haben, ist für das Weiterbestehen wichtig. Schließlich könnte es sonst zu einer Fork kommen, bei der sich das Netzwerk – wie beispielsweise bei Bitcoin Cash erlebt – in zwei Projekte aufspaltet.

„Bitcoin ist eigentlich eine direkte Demokratie. Deshalb wurde dann ein neuer Ansatz gewählt, der wurde Speedy Trial genannt. Die Miner hatten einen Zeitraum von 6 Difficultyperioden, eine Difficultyperiode dauert 2016 Blöcke, was umgerechnet ungefähr 2 Wochen sind. Man gibt also den Minern 6 mal 2 Wochen Zeit und jedes Mal, wenn eine Diffucultyperiode zu Ende ist, dann wird geschaut wie viel Prozent von den Minern signalisieren, ob Taproot aktiviert wurde oder nicht. Wenn in einer Difficultyperiode von diesen sechs 90% oder mehr der Miner signalisieren, ja wir möchten Taproot – und 90% sind bei weitem mehr als eigentlich benötigt wird, weil eigentlich werden nur 51% benötigt – dann können wir sicher sein, okay, wir haben die Mehrheit hinter uns. Dann wird das automatisch aktiviert. Das wurde dann im Code so festgelegt.“


Mehr Transparenz für mehr Adaption

Nun schien sich die Mining-Community recht sicher zu sein, denn ein Großteil der Miner stimmte noch vor Ablauf der Voting-Periode für Taproot. Die Frage ist auch, warum Bitcoin nicht mit einer Default-Privatsphäre daherkommt. Cercatrova erklärt, warum die Transparenz auch ein Vorteil sein kann:

„Damit die Gesellschaft, die Menschheit überhaupt das Vertrauen in ein Asset und in eine Technologie wie beispielsweise Bitcoin bekommt, muss es verifizierbar sein. Bei einer derart neuen Technologie haben viele Menschen erst einmal eine Abwehrhaltung. Deshalb ist eine gewisse (!) Transparenz auf der Main-Ebene von Bitcoin, also der Blockchain, sinnvoll, um Vertrauen aufzubauen.“

Bisher standen den Bitcoin-Nutzern Features wie Lightning Network zur Verfügung, um für mehr Anonymität zu sorgen. Doch gibt es auch hier ein Problem, das Taproot lösen wird:

„Eine gewisse Transparenz auf der Blockchain ist wichtig. Sobald du aber ein Layer weiter nach oben gehst, z.B. ins Lightning Netzwerk und dort die Anonymität herstellst, dann muss auch die Brücke von On-Chain zu Lightning Netzwerk anonym sein, oder verschleiert. Da kommt Taproot mit den Schnorr Signatures ins Spiel, denn ein Lightning Kanal ist ja nichts anderes als eine 2-of-2-Multisig.“

Durch die transparenten Daten auf der Blockchain lassen sich allerdings Rückschlüsse darauf ziehen, welche Multisig-Adressen eigentlich einen Lightning-Kanal darstellen.

„Ich behaupte, dass 90% aller 2-of-2-MultiSig Wallets Lightning-Kanäle sind. Das ist natürlich auch ein bisschen heikel, weil wenn du einen Lightning Kanal öffnest, um im Lightning Netzwerk anonyme Transaktionen zu tätigen, möchtest, dann beim Schließen des Kanals jedoch jeder wieder mitbekommt, was der Endstatus von unserem Kanal ist, dann ist das nicht wirklich zielführend. Denn dann kannst du trotzdem einige Analysen machen und mit Umwegen aussagekräftige Rückschlüsse ziehen.“

Mit Taproot kommt eine Brücke zwischen On-Chain und Lightning ins Spiel. Denn Dank den Schnorr Signatures sieht eine Transaktion mit dem Corporative Close auf der Blockchain wie eine gewöhnliche SingeleSig Transaktion aus. Ein Force Close hingegen ist auf der Chain immer noch sichtbar.

„Dann hast du einfach nur eine Adresse, wo eine Signatur benötigt wird und man sieht nicht mehr, ob es ein MultiSig war, ob mehrere Co-Signer da waren, ob irgendwie ein Script dahinter war, oder was auch immer. Und wenn wir jetzt diese anonymen MultiSig und die normalen SingleSig Tansaktionen haben, dann entsteht Anonymität – wir können keine brauchbaren Rückschlüsse mehr aus den Daten ziehen.“

Wie die Umsetzung dann klappt, sehen wir im November (Blockhöhe 709632), wenn Bitcoin Taproot wirklich live geht.


Welche Vorteile bringt uns Taproot?

Also die bestehenden Systeme oder die bestehenden Versionen, die funktionieren genau gleich weiter. Es ist einfach wie eine zusätzliche Funktionalität, die optional ist. Du musst nicht updaten, wenn du das nicht möchtest. Wenn du das aber tust, dann hast du einfach mehr Möglichkeiten. Und gerade auch mit den Schnorr Signatures, die jetzt nicht nur zur Anonymität von Lightning Netzwerken beitragen, sondern auch wirklich sehr coole Scriptsachen bauen können, gerade im Multisig-Bereich. Also warum nicht?“

Allerdings erklärt Cercatrova auch, dass viele Miner sich ihrer Verantwortung nicht bewusst sind:

„Viele beschäftigen sich auch nicht so sehr mit den technischen Themen. Eigentlich haben die Miner eine hohe Verantwortung im Netzwerk. In einem Podcast von Stephan Livera erzählte ein Gast, dass viele Miner gar nichts vom Taproot Update wussten, weil sie sich nicht so intensiv mit diesen Themen befassen. Viele Miner sehen vordergründig nur den Profit. Diese Miner haben dann links und rechts geschaut, ok dieser Pool akzeptiert das Upgrade, also mache ich das auch. Dann kommt auch der wirtschaftliche Druck hinzu: wenn du der einzige Pool bist, der Taproot nicht unterstützt, dann verlierst du auch Kunden.“

Danke, Cercatrova!

Den ersten Teil des Interviews findest du hier!



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#VoicesOfPlebs: Taproot Update & was das bedeutet – Cercatrova Teil II

#VoicesOfPlebs: Cercatrova – „Die Menschheit hat mit Bitcoin genau eine Chance“

Cercatrova ist Bitcoin Maximalist, Lightning Node Betreiber und „just another pleb“ – und hat mit dem Fuchs Inc.-Team über Bitcoin, den Dschungel und einiges mehr gequatscht!

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Bitcoin, die einmalige Situation

Zunächst sprachen wir mit Cercatrova über… Bitcoin!

„Die Menschheit hat mit Bitcoin genau eine Chance, endlich auf ein hartes Geld umzusteigen und sich von diesem inflationären Wahnsinn zu lösen. Die Gesellschaft wird durch die Inflation indirekt beraubt und damit ist Schluss, sollte sich die Menschheit für einen Bitcoin Standard entscheiden. Wenn Bitcoin scheitert, dann kann kein Altcoinprojekt einfach sagen: wir sind das Bitcoin 2.0. Das gibt es einfach nicht, weil die Entstehungsphase von Bitcoin so einzigartig und einmalig war. Ich vergleiche das immer mit Tarzan, der im Dschungel mit den Tieren zusammen aufgewachsen ist. Eine einmalige Situation, die Mütter nun erfolglos versuchen nachzuahmen, indem sie ihre Kinder in den Dschungel werfen.“

Cercatrova geht davon aus, dass die Rückkehr oder ein „Outing“ von Satoshi Nakamoto im Space nicht viel ändern würde – schließlich ist Bitcoin schon etabliert. Trotzdem hat Cercatrova eine Vermutung, wer hinter dem pseudonymen Bitcoin-Erschaffer stecken könnte:

„Nick Szabo. Also Nick war derjenige, der die Idee hatte das ganze Ding, die verschiedenen Punkte mit dem Proof of Work usw. zusammenzubringen und Hal Finney war derjenige, der ihn technisch dabei unterstützt hatte und auch die größten Anteile der Private Keys von Satoshi hatte. Mit seinem Ableben hat er vielleicht vieles ins Grab mitgenommen und Nick hat dann möglicherweise auch gesagt, dass er sich zurückhält.“

Grundlage für diese Annahme ist das Whitepaper „BitGold“ von Nick Szabo aus dem Jahr 1998. 

„Wenn du das Ding durchliest, dann musst du dir zuerst die Augen reiben und sagen, ich habe doch gerade das Bitcoin Whitepaper vor mir. Es ist eigentlich 1:1 das Gleiche. Da kam dann einfach meine Schlussfolgerung, okay, er war derjenige, der die zündende Idee hatte und brauchte einfach noch Leute, um es technisch auch wirklich durchsetzen zu können und da kam dann Hal ins Spiel. Zudem hast du die Cypherpunk Gruppe von früher mit Adam Back und Gavin Andresen usw. und es gibt mittlerweile E-Mails oder Korrespondenzen von Satoshi zu praktisch allen Cypherpunks, nur nicht zu Nick. Also Nick ist fast die einzige Person, die keinen E-Mail-Kontakt mit Satoshi hatte. Da kann man dann 1 und 1 zusammenzählen. Aber wie gesagt, das sind alles nur Vermutungen und meine Meinung. Am Ende weiß ich es nicht und ich bin es definitiv nicht.“


„Ihr seid noch zu früh!“

Natürlich haben wir mit Cercatrova auch über die bullischen News bezüglich Bitcoin gesprochen – die Adaption als offizielles Zahlungsmittel durch das lateinamerikanische Land El Salvador.

„Ich finde das super. Aber als ich das gehört habe, habe ich gedacht, ihr seid noch zu früh! Ich habe eine Roadmap im Kopf: 2014/13 die ganzen Technik-Nerds, 2017 Retail-Markt, 2020/21 die Firmen und dann 2026 vielleicht die Länder. Allerdings ist es super, dass die Leute in El Salvador teilweise direkt mit Lightning onboarded werden und nun eine Alternative gegenüber dem US-Dollar haben.“

Besonders in Bezug auf kleinere Transaktionen bieten sich Lightning-Transfers bezüglich Anonymität und Datentransfer an.

Wie früh El Salvador mit der Bitcoin-Adaption dran ist, sehen wir im Vergleich zu anderen Ländern. In Hinblick auf Krypto-Steuern herrscht nämlich auch in den sogenannten „Krypto-Regionen“, wie beispielsweise der Schweiz, weiterhin Chaos und Unklarheit. Jedoch ist dies nicht überall in der Schweiz so. Es gibt durchaus Kantone, die sich mit dem Thema Bitcoin beschäftigen und da hat man auch die Möglichkeit seine Steuern in Bitcoin zu bezahlen (z.B. Kanton Zug).

Die EU und einige Staaten basteln derweilen an erweiterten Regulierungen. Ob die Bürokratie hinter den neuen Gesetzen auch mithalten kann, wird dann der Alltag zeigen.

„Die Regulatoren müssen verstehen, dass sie Bitcoin nicht einfach wie ein herkömmliches Asset regulieren können. Bitcoin ist runtergebrochen eigentlich nur Information. Wie kannst du Information regulieren?“


Auf ins Rabbit Hole

Cercatrova hat erstmalig im Jahr 2013 von Bitcoin gehört:

„Als ich es mir kurz angeschaut habe, dachte, ah cool, ein neues PayPal, na und? Und habe das zur Seite gelegt. 2016 habe ich mich dann das zweite Mal damit beschäftigt und da war irgendwie der Bitcoin Preis bei 400 US-Dollar und ich dachte, ich bin viel zu spät dran.“

Im Bärenmarkt 2018 hatte Cercatrova dann die Möglichkeit sich ohne den „noise“ links und rechts intensiver mit Bitcoin zu befassen. Kurze Zeit später setzte Cercatrova seinen ersten Node auf, richtete Hardware Wallets ein und stieg immer tiefer ins Rabbit Hole.

„Ich habe auch die Eigenschaften von Bitcoin immer mehr hinterfragt und überprüft. Dezentralität? Dezentral wurde Bitcoin eigentlich erst mit dem gewollten oder ungewollten Ausstieg von Satoshi Nakamoto.

„Aber das ist eigentlich das Beste, was Bitcoin passieren konnte, denn erst seit dem Abgang wurde es wirklich dezentral und der Community übergeben. Überall bei allen Altcoins und bei den ganzen Projekten, wo du eine Firma oder eine Foundation dahinter hast, was bei 99,9% aller Coins der Fall ist, da hast du einfach diese Dezentralität im Buch, aber nicht in Wirklichkeit. Denn das ist der erste Grund: Foundation und die ganzen Firmen. Dann kommt noch die ganze Art und Weise, wie die Blockchain aufgebaut ist und wie schmal, klein oder schlank diese ist.“

Einen Bitcoin Full Node kannst du derzeit auf einem Rasperry Pi laufen lassen.

„Jeder, der irgendwie einen Internetzugang hat, kann sich das leisten. Bei vielen anderen Krypto-Projekten sieht das ein bisschen anders aus. Als ich mich da eingearbeitet habe, wollte ich auch einen Ethereum Full Node betreiben und habe gesehen, ah dieser Full Node ist eigentlich gar nicht der Full Node. Sondern der Full Full Node, was alles abspeichert, ist dieser Archive Node, der ist mittlerweile irgendwie 2 TB groß und braucht eine Rechenleistung von fast einem Gaming PC oder noch mehr. Da kannst du natürlich 1 und 1 zusammenrechnen, dass gerade ein solcher Archive Node nicht auf einen Raspberry Pi zu Hause, bei mir, ein Meter neben mir jetzt, läuft, sondern irgendwo in der Cloud und niemand möchte ihn betreiben.“

Danke, Cercatrova!

Den zweiten Teil des Interviews gibt es in 7 Tagen!



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#wtfhappenedin1971 – Hier gibt es die Aufklärung!

#wtfhappenedin1971 – Hier gibt es die Aufklärung!

Fuchs Inc. Gründer erklärt uns, wtf eigentlich im Jahr 1971 passiert ist und was das für uns heute bedeutet!

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Was geschah eigentlich im Jahr 1971?

Was genau passierte damals rund um den US-amerikanischen Präsidenten Nixon?

Marc erklärt uns:

„Das ist eine interessante und auch sehr wichtige Frage und ich freue mich, dass das Thema zumindest in der Twitter Bubble in den letzten Tagen einiges an Aufmerksamkeit erhalten hat. Grund dafür war, dass am 15.08. der 50. Jahrestag des Endes des Goldstandards gezählt wurde und der Hashtag #wtfhappenedin1971 schaffte es dabei sogar in die Trends. Wir haben bei Fuchs Inc. für das ganze Thema rund um Goldstandard, Gold als Währung und der Entwicklung von Fiat Geld usw. eine komplette eigenständige School mit wertvollen Erklärungen, Zusammenfassungen und Quizzes aufgebaut, um dieses doch recht komplexe Konstrukt auf einfach Weise zugänglich zu machen.“ Hier geht es zur entsprechenden Lektion

Zusammengefasst kann man jedoch sagen, dass bis 1971 der US-Dollar zu einem festen Wechselkurs an Gold gekoppelt war. Somit diente Gold als Reserve für alle Währungen, da andere Währungen als der US-Dollar diesen als Reserve verwendeten.

„Dieses als Bretton Woods bekannte Geldsystem war der Vorläufer des aktuellen Fiat-Schuldgeldsystems. Dieses sorgte zumindest für eine Teildeckung der Währungen und verhinderte unkontrolliertes Gelddrucken immerhin partiell. Durch die Kopplung des US-Dollars an physisches Gold musste für das Erstellen weiterer US-Dollars auch mehr Gold hinterlegt werden bzw. für das Erstellen anderer Währungen mehr Dollar hinterlegt werden, wodurch ebenfalls mehr Gold benötigt wird.

Da die Produktion der US-Dollars jedoch den USA oblag und nur sie den Überblick hatten, konnte nicht nachvollzogen werden, ob tatsächlich genügend Gold für alle in Umlauf befindlichen US-Dollars vorhanden war. Gepaart mit den hohen Ausgaben für den Vietnamkrieg, schwand dabei das Vertrauen in das tatsächliche Vorhandensein von ausreichend Gold. Andere Nationen begannen, ihre gelagerten US-Dollars gegen Gold einzutauschen. Infolgedessen beendete Nixon den Goldstandard „temporär“. Vermutlich war tatsächlich nicht ausreichend Gold für alle kreierten US-Dollars vorhanden war.“


Die Auswirkung des Fiatgeldes auf unser Leben…

Was genau änderte sich in dem Moment für den Otto Normalverbraucher?

Marc erklärt uns:

„Im ersten Moment nicht viel – zumindest nicht merklich. Was durch die Abschaffung des Goldstandards möglich gemacht wurde, war im Grunde jedoch nichts Anderes, als das möglich Machen der Erstellung unbegrenzter Währung. Dies ist auf lange Sicht äußerst problematisch, da dies bei exzessiver und überverhältnismäßiger Nutzung die Währung entwertet, was allgemein als Inflation bekannt ist. Bei der Inflation gibt es meiner Meinung nach drei Kernprobleme:

  1. Sie ist im Alltag nicht merklich, da sie zunächst langsam voranschreitet. Erst bei Preisbetrachtungen über lange Zeiträume wird sichtbar, wie extrem die Auswirkungen sind. Doch wer schaut sich schon an, wie stark sich der US-Dollar innerhalb der letzten 50 Jahre entwertet hat?
  2. Nimmt Inflation erstmal Fahrt auf, kann sie nicht mehr gestoppt werden
  3. Sie ist im Grunde nichts anderes als zentral operierter Raub an der Arbeit des Bürgers

Und bis zur Erschaffung von Bitcoin gab es darüber hinaus nicht einmal eine sehr gute Möglichkeit, sich adäquat vor der von der Finanzelite getriebene Enteignung zu schützen.“

Aber was ist mit Gold, schließlich gilt Gold doch als „gutes Geld“?

„Gold war dabei weiterhin die beste Möglichkeit, aber unter dem Gesichtspunkt, dass dieser Markt höchstgradig kontrolliert und schwer zugänglich ist, war bzw. ist Gold ebenfalls nicht ideal. Glücklicherweise können wir heute auf Bitcoin zurückgreifen und aus dem alten, manipulierten und betrügerischen System aussteigen.“


Und so lange dauert „nicht für immer“!

Eigentlich wurde 1971 festgelegt, dass der Goldstandard vorübergehend ausgesetzt wird. Doch von „vorübergehend“ ist jetzt nicht mehr viel zu sehen.

„Nun ja, das ist wie bei eigentlich allen Angelegenheiten, bei denen es um Macht und Geld geht, leider die Regel. Werfen wir einen kritischen Blick auf viele Entwicklungen in der Vergangenheit, können wir erkennen, dass die meisten von Politik und Medien am höchsten priorisierten und gepushten Themen fast immer einer Agenda dienen. Würde man die Änderungen jedoch zu radikal umsetzen und im Falle des Endes des Goldstandards zum Beispiel direkt gesagt haben, dass dieser final beendet wird, hätte es viel mehr Aufruhr und Widerstand gegeben, da den Menschen eher bewusst wird, welche Änderung gerade vollzogen wird. Das gleiche Spiel sehen wir bei vielen anderen Themen, in denen Stück für Stück eine Grenze nach der nächsten überschritten wird. Bestes Beispiel: 2 Wochen um die Kurve abzuflachen. Nur ein kurzer Lockdown…“




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Bitcoin – ein nachhaltiger Aufwärtstrend?

Bitcoin – ein nachhaltiger Aufwärtstrend?

#NamePriceMarket CapChangePrice Graph (24h)

Das verrät uns der Bitcoin Chart

BTC legte in knapp vier Wochen um etwa 64% in der Spitze zu. Doch befindet sich der Kurs aus technischer Sicht derzeit an einer wichtigen Widerstandszone. Fünf Faktoren könnten dem aufglimmenden Optimismus ein jähes Ende bereiten.

Zunächst wäre da das Golden Pocket der letzten Abwärtsbewegung. Die eingezeichneten Fibonacci- Level stellen wichtige Korrekturmarken dar, die nach beendeten Trends gerne vom Kurs als Korrekturbereiche angelaufen werden. Besonders das Golden Pocket im Bereich zwischen dem 0,618er und 0,65er Fibonacci-Level stellt eine große Hürde dar und wird gerne als maximales Korrekturlevel angelaufen.

Der zweite Grund ist eine sich abzeichnende Korrrektur in Form eines aufsteigenden Dreiecks aus einer aufwärts gerichteten Impulsbewegung heraus. Eigentlich sollten Korrekturen dafür da sein, dass sich die jeweilige Partei, in diesem Fall die Bullen, ein wenig ausruhen können, um neue Kraft zu sammeln und bei tieferen Kursen wieder loszulegen. Doch dieses Korrekturmuster lässt die Bullen weiter powern und schwächt sie Zusehens.

Drittens befinden wir uns an einem Preislevel eines gebrochenen relevanten Tiefpunktes vom 25. April 2021, was einen zusätzlichen Widerstand darstellt.

Als vierter Punkt lässt sich das relativ geringe gesamte Handelsvolumen der letzten Wochen aufführen. In Verbindung mit einem rasant steigenden Kaufkraftindikator (RSI, unten im Bild), lässt dies auf einen eher emotionalen Markt schließen.

Das fünfte und letzte Anzeichen ist die im Daily-Chart sichtbare doppelte Divergenz im RSI. Eine Divergenz ist ein Ungleichheit zwischen dem Verlauf des Kurses und des Indikators und mahnt zur Vorsicht vor eventuellen Trendänderungen.

Für den Bitcoin Kurs wäre es nun wichtig, dass er sich in der Zone von 44.000 Dollar und 48.000 Dollar festsetzen, erholen und neue Kraft tanken kann. Ansonsten wäre die Marke um 40.000 erneut ein wahrscheinliches Ziel nach unten.

Diese Chartanalyse ist in Zusammenarbeit mit Tradmentor entstanden und als Sample auch für unregistrierte Besucher frei zugänglich. Mitglieder von Fuchs Inc. erhalten, neben vielen weiteren Zugängen, mehrfach in der Woche verschiedene Chartanalysen zu Bitcoin, Altcoins, Indizes und Co.

Außerdem findest du unsere vollständige Fuchs Inc. Fundamentalanalyse zu Bitcoin hier.

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Inflation und ihre vermeintlichen Kennzahlen: Was du darüber wissen musst

Inflation und ihre vermeintlichen Kennzahlen: Was du darüber wissen musst

Durch die zunehmende Thematisierung der Inflation in den Medien erhalten wir häufiger zahlreiche Fragen, was es mit den ganzen Inflations-Kennzahlen auf sich hat und wie diese im Zusammenhang stehen.

Und wir geben zu: CPI, Geldmenge, Asset Price Inflation, M0, M1, M2, M3 und Co. können durchaus verwirrend sein! In diesem Artikel räumen wir etwas auf und erklären dir, worauf es im Kern ankommt.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen!


Politiks‘ Liebling: Der Verbraucherpreisindex

Der Verbraucherpreisindex (englisch: Consumer Price Index bzw. CPI) ist allgemein auch unter dem Warenkorb bekannt, der dafür verwendet wird, die Preisentwicklung eines Querschnitts an Gütern zu messen. Der Warenkorb umfasst laut Aussage des Statistischen Bundesamtes rund 650 Güter & Dienstleistungen, wobei über 300.000 Einzelpreise im monatlichen Intervall erhoben werden. Durch dieses Vorgehen soll die Inflation über Preisveränderungen abgebildet werden, die vorrangig den Verbraucher treffen und wird als offizielles Inflationsmessgerät verwendet. Doch jeder, der sich etwas ausgiebiger mit dem Thema Inflation auseinandersetzt, weiß, dass dieses Werkzeug ziemlich ungeeignet ist:

  • Inflation ist erstens nicht gleich Preissteigerung ist (Sie ist Entwertung der Währung, also Kaufkraftverlust – In unserer School findest du die Details).
  • Und zweitens die Historie des Warenkorbes zeigt, dass je nach Gusto immer mal was zum Warenkorb hinzugefügt oder entfernt wird – er ist also leicht in die gewünschte Richtung manipulierbar.

Worüber man öffentlich nicht so gerne spricht: Geldmengenwachstum

Ein verlässlicherer Indikator bei der Bewertung der Inflation ist das Geldmengenwachstum. Wie zuvor erwähnt und in unserer Krypto und Wirtschaftsschule ausgiebig erklärt, bedeutet Inflation Verlust von Kaufkraft, wobei es grundlegend zwei Treiber gibt.

  • Erstens die Geldmenge
  • und zweitens die Wirtschaftsleistung, also die Produktion von Gütern und das Angebot von Dienstleistungen

Solange das Geldmengenwachstum und die Steigerung der Wirtschaftsleistung im Gleichschritt vorangehen, bleibt die Kaufkraft gleich. Dass selbst dieses Szenario nicht wünschenswert ist und die positive Entwicklung durch technischen Fortschritt zunichtemacht, steht dabei auf einem anderen Blatt Papier. Um Inflation nun etwas realistischer einschätzen zu können, können wir das Geldmengenwachstum beobachten. Nur so schnell, wie dieses momentan wächst, benötigt man dafür schon eine Hochgeschwindigkeitskamera.


Die Katze beißt sich in den Schwanz

Versucht man nun, das Geldmengenwachstum in Relation zum Wirtschaftswachstum (BIP) zu setzen, sollte man ein realistisches Abbild der Inflation bekommen, oder? ODER? Ganz so einfach ist es leider nicht, denn das BIP ist in der Regel „inflationsbereinigt“, wobei die lächerlich fehlerhafte Inflationsindikation des Warenkorbes verwendet wird. Und das nicht bereinigte BIP hilft uns auch nicht weiter, denn Inflation drückt sich nun mal in Preissteigerungen aus, die automatisch im BIP abgebildet sind und somit nicht einzeln herausgefiltert werden.

Lustige Auffälligkeit dabei: Wenn wir nun insbesondere durch das Geldmengenwachstum wissen, dass die Inflation deutlich höher, als die vom Warenkorb indiziert ist, wie „groß“ ist dann das tatsächliche inflationsbereinigte Wirtschaftswachstum? Wahrscheinlich negativ.


Velozität: Die Geschwindigkeit des Ausgebens

Viele detaillierte Betrachtungen der Inflation beinhalten das Einbeziehen der Velozität, also einem Parameter, der angibt, wie lange Währung gehalten wird. Denn je schneller sie sich bewegt, desto höher die Inflation. Für Zentralbanken beispielsweise ist diese Kennzahl wichtig, denn sie benötigen sie für die bestmögliche Manipulierung des Geldmarktes. Für den Verbraucher ändert sich hingegen nicht viel, denn egal, ob das Geld gerade ausgegeben wird oder nicht: Es wurde erschaffen und trägt seinen Teil zur Entwertung bei. Ich persönlich konzentriere mich generell lieber auf das Fundament, also die Betrachtung des Elementaren. Und das ist das Geldmengenwachstum.


M0, M1, M2, Mn…

Es könnte so einfach sein, die Menge an Geld bzw. Währung richtig zu bestimmen (Nur einer der Vorteile von Bitcoin), doch unser künstlich verkompliziertes Schuldgeldsystem versucht indes, die Zusammenhänge so komplex wie nur möglich auszugestalten.

  • Es werden verschiedene Geldmengen betrachtet, wobei die Basis die bei der Zentralbank hinterlegten Reserven der Banken + das im Umlauf befindliche Bargeld als M0 bilden.
  • M1 beschreibt dann die Summe aus den Kontoguthaben aller Bürger und dem Bargeld.
  • M2 erweitert M1 dann noch um die sogenannten kurzfristigen Termin- und Spareinlagen, also Geld, dass für nicht länger als 2 Jahre gebunden ist.
  • M3 erweitert dann wiederum M2 um Teile des Geldmarktes, wie z.B. Geldmarktfonds, Geldmarktpapiere und Repoverbindlichkeiten.

Spätestens ab M3 wird das Ganze dann recht undurchsichtig für den Verbraucher und es bleibt in aller Regel ein Konstrukt, das sich viele nicht einmal anschauen wollen. Perfekt aufgesetzt also, um die Inflation so gut wie möglich unsichtbar zu lassen. Interessant hierzu:

M2 stieg von Ende 2019 bis Ende 2020 um 10% an, M3 im gleichen Zeitraum sogar um 12%. Wie war das noch mit den ca. 2% offizieller Inflation pro Jahr?


Der Blick aufs Wesentliche

Man muss kein promovierter Ökonom sein und auch nicht jedes kleinste Detail verstehen. Sobald man jedoch einen Überblick darüber hat,

  • A) was Inflation wirklich ist
  • B) dass unzulängliche Indikationen verwendet werden und
  • C) wie das Schuldgeldsystem mittels Zentral- und Geschäftsbanken (In unserer School kostenlos erklärt) funktioniert, wird schnell klar, dass etwas nicht stimmt.

Dabei ist es auch nicht wichtig, die genaue Höhe der Inflation zu bestimmen. Wichtig ist, zu erkennen, dass sie nicht bei 2% o.ä. liegt. Sie ist deutlich höher und schreitet unaufhaltsam voran.


Asste Price Inflation

Der fortgeschrittene Blick führt einen früher oder später zur Thematik der Asset Price Inflation (deutsch: Inflation der Wertanlagen). Ein Blick auf die Preise von Aktien und Immobilien zeigt klar, dass besonders nach der letzten Finanzkrise 08/09 die Preise enorm und kontinuierlich in die Höhe gestiegen sind. Doch sind alle Unternehmen auf einmal wirtschaftlich besser geworden? Haben sich Immobilien äußerst stark verbessert und werden durch den Markt höher bepreist? Oder liegt es vielleicht daran, dass sich die Währungen fortlaufend entwerten und man deswegen höhere Preise für u.a. Aktien und Immobilien zahlen muss?

Diese Frage ist rhetorisch und stößt eher den Denkprozess an, dass die Asset Price Inflation die treibende Ursache der Preisanstiege sind und nicht der Zuwachs an Wert bzw. Kaufkraft. Eine einfache Grafik zeigt den Zusammenhang aus Geldmenge und Aktienentwicklung unbestreitbar auf:

Quelle

Was kommt da auf uns zu?

Die Betrachtung der Korrelation von Geldmenge und Aktienpreisen zeigt uns, dass die nun sichtbar werdende Inflation nicht aus dem Nichts kommt. Sie hat sich sehr lange im Kapitalmarkt versteckt, was auch auf logischer Ebene komplett Sinn ergibt. Denn der Großteil des Geldes, das in den Kreislauf wandert, landet durch ständige Umverteilung in wohlhabenden Händen. Anders als die bürgerliche Mitte haben diese Akteure die Möglichkeit, viel zu investieren. Und sie tun das genau aus dem Grund, um sich vor der Inflation zu schützen und das Vermögen zu mehren. Manche Arbeiten für ihr Geld, andere legen es an.

Ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass Inflation sich langsam entwickelt, dann zunehmend Fahrt aufnimmt und später unaufhaltsam das Geldsystem zerstört. Falls du es noch nicht gemerkt hast: Das ist der Last Call! Wenn bereits die manipulierten Indikatoren für Verbraucher aufschreien, dann ist die Phase der langsamen Entwicklung vorüber. Wir sind schon im Bereich „Fahrt aufnehmen“ und wer keine Vorkehrungen trifft, wird auf der Strecke bleiben. Schau einfach mal nach Venezuela. In dem einst extrem reichen Land kämpfen bereits viele Menschen ums Überleben. Sehen wir die Inflation dann später global, was durch die Gleichschaltung der Zentralbanken zwangsläufig geschehen wird, gibt es kein Entrinnen mehr.

Und für mich ist Bitcoin die beste Wette, Profiteur dieser Umverteilung zu werden. Wenn du dir dessen noch nicht sicher bist, kannst du dich hier kostenlos für unsere Lounge anmelden und anfangen, dich selbst zu bilden. Du wirst es dir in Zukunft so oder so danken, dich selbst weitergebildet zu haben.



Du hast Fragen ans Fuchs Inc.-Team?

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