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Pump up the FUD! China in Zukunft gegen Bitcoin?

Pump up the FUD! China in Zukunft gegen Bitcoin?

#ZeroFuchsGiven ist das Format, in dem Fuchs Inc. Begründer Marc Fuchs regelmäßig auf aktuelle Themen eingeht und die Fragen der Fuchs Inc. Community beantwortet. Die Fragen können einfach per E-Mail oder Telegram gesendet werden, die Links dafür stehen unter dem Beitrag.

In der heutigen Ausgabe geht es um Überwachungsstaaten, FUD und Inflation!

Wir wünschen viel Freude und interessante Einblicke beim Lesen!

China und die Bitcoin-Verbote

China glaubt scheinbar wirklich die Macht über die Menschen behalten zu können. Wie wahrscheinlich ist es, dass dieser Plan aufgeht und Menschen sich Bitcoin verbieten lassen?

Marc erklärt uns:

„Potenzielle Verbote von Bitcoin erleben immer wieder Aufschwung und insbesondere China ist diesbezüglich ganz vorne mit dabei. Jeder, der bereits etwas länger in der Bitcoin Thematik steckt weiß, dass besonders die Schlagzeilen über (mögliche) Verbote von Bitcoin oder Bitcoin Mining in China oft und gerne als FUD (Fear, uncertainty & doubt) verwendet werden und nicht selten somit auch als manipulatives Instrument dienen. Nachdem sich viele solcher Gerüchte als nichts als Schall und Rauch entpuppten, war der kürzlich propagierte Ban von Minern dann tatsächlich Realität und hatte auch reale Auswirkung auf die Preisentwicklung. Aufmerksame Investoren waren sich jedoch schnell bewusst, dass diese Entwicklung zwar durchaus schmerzhaft, dennoch äußert positiv war.“

Denn dieser Schachzug führte zu mehr Dezentralität und hin zu einer verstärkten Verwendung von „sauberer“ Energie. Nun jedoch zur eigentlichen Frage:

„Was China bzw. die Machthaber in China glauben, wird wohl niemand von uns sicher beantworten können. Dass Bitcoin für sie, ihren Überwachungsstaat und den digitalen Yuan jedoch eine immense Gefahr ist, ist hingegen offensichtlich. Allein dieser Grund sorgt dafür, dass ihnen Bitcoin ein Dorn im Auge ist und es zwangsläufig zu Bestrebungen kommen muss, diese Gefahr abzuwenden. Nun ist das mit Bitcoin jedoch nicht so einfach, denn niemand kann Bitcoin einfach verschwinden lassen.“

Und das Verbieten von Bitcoin Mining hat gezeigt, welche Auswirkungen solche Vorgehensweisen mit sich bringen:

„Riesige Miner haben das Land verlassen und lassen sich in konkurrierenden Nationen nieder. Jedes Verbot führt also dazu, dass man im Zweifel seine eigene geopolitische Stellung gefährdet oder untergräbt und es bleibt somit fraglich, wie sinnvoll diese Maßnahmen sind. Ich persönlich glaube, dass China bzw. dessen Machthaber sehr gut wissen, dass ihre Chancen gegen Bitcoin schlecht stehen. Dennoch haben sie kaum eine andere Wahl und werden sich für die für sie beste Option entscheiden. Aber nur, weil es die beste Option ist, ist diese noch lange nicht gut.“

Die Inflation holt uns ein

Die Inflation zeigt sich immer deutlicher, und zwar auch in Deutschland. Deutschlands PPI (Producer Prices) stiegen im Juni um 8,5 Prozent – ein Sprung, den wir seit den 1980ern nicht mehr gesehen haben, wie Holger Zschaepitz auf Twitter erklärt:

Marc erklärt uns, was diese Zahlen für den Ottonormalverbraucher bedeuten:

„Der Producer Price Index (deutsch: Erzeugerpreisindex) ist ein Indikator, der zum besseren Verständnis der Inflationsentwicklung verwendet werden kann. Anders als beim Consumer Price Index misst er die Veränderungen der Produktionskosten für den Erzeuger und kann somit als ein früherer Indikator als der Consumer Price Index betrachtet werden. Dies macht insofern Sinn, als die Weitergabe der Preissteigerung Zeit beansprucht und somit Auswirkungen von Inflation verspätet beim Konsumenten ankommen. Auf Normaldeutsch heißt die Betrachtung dieser Entwicklung, sofern man das gesamte Bild mit einbezieht, dass die Wirtschaft am Ar*** ist.“

Und auch wenn die offiziellen Inflationszahlen schon erschreckend sind, könnte die Realität noch schockierender sein:

„Wenn selbst die gut zu manipulierenden Inflationsindikatoren hohe Zahlen anzeigen, können wir uns sicher sein, dass die eigentliche Inflation deutlich höher liegt. Auch hier sollte man immer berücksichtigen, dass Inflation im Grunde keine Preissteigerung ist, sondern die Entwertung des Geldes. Und diese kann nicht durch das ausschließliche Beobachten von Güterpreisen realistisch abgebildet werden. Wirf mal einen Blick auf den Aktien- und Immobilienmarkt: Die Preisentwicklung der letzten Jahre ist enorm, kein Abbild einer steigenden Nachfrage und korreliert sehr stark mit der Erweiterung der Geldmenge aka Gelddrucken. Wir bei Fuchs Inc., genau wie viele andere, warnen bereits seit sehr langer Zeit, dass die Inflation uns überrollen wird.“

Und im Gegensatz zur allgemeinen Annahme: Die Inflation ist bereits seit vielen Jahren da, sie nimmt nur grade extreme Formen an.

„Sie konnte sich vor den Augen des Otto-Normal-Verbrauchers bisher gut im Kapitalmarkt und leicht manipulierbaren Indikatoren verstecken, doch wir sind mittlerweile an einem Punkt angelangt, wo selbst das nicht mehr gut funktioniert. Der Elefant im Raum kann nicht weiter versteckt werden, wird vielen jedoch leider zu spät wirklich auffallen. Die Folgen einer starken Inflation können dabei in vielen Geschichtsbüchern nachgelesen oder einfach durch das Beobachten von z.B. Venezuela evaluiert werden. Was langsam beginnt, entwickelt sich zu einem echten Ungeheuer und vernichtet Unmengen an Vermögen in sehr kurzer Zeit. Das geht mit der Zeit sogar so weit, dass selbst in Währung nominierte Anlagewerte wie insbesondere Aktien zwar auch im Preis steigen, jedoch selbst diese nicht mit der Inflation mithalten können.“

Vorsorge ist dabei sehr wichtig und wie das richtig funktioniert, wissen unsere Leser sehr gut.



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Bitcoin zu neuen Höhen? Nicht nur das Wyckoff Model sagt Ja!

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In unserem heutigen Marktupdate dreht sich alles um Bitcoin: Geht es mit dem Preis der Alpha-Kryptowährung nun bald wieder bergauf, so wie das Wyckoff Accumulation Model es prophezeit? Sollten wir alle nach Wyoming ziehen? Und warum gehen 44 Prozent der Fondsmanager von einem BTC Preis von unter 30k Ende des Jahres aus?

Wir wünschen viel Freude und interessante Einblicke beim Lesen unseres Marktupdates

„Gold ist begrenzt, Bitcoin ein mathematisches Wunder“

Nachdem wir zu Beginn des Jahres mit einer Serie von neuen Allzeithochs verwöhnt worden sind, war in den letzten Wochen Geduld angesagt. Ausreichend Zeit, um Fiat in Bitcoin zu transferieren. Doch langsam, aber sicher wird die Marktstimmung bullischer.

Beispielsweise bei Steve Wozniak, dem Mitbegründer des multinationalen Technologiegiganten Apple. Der amerikanische Elektronikingenieur und Philanthrop geht davon aus, dass die Alpha-Kryptowährung besser als Gold ist. Auf einer Präsentation in Mexiko erklärte er:

„Gold ist begrenzt und man muss danach suchen. Bitcoin ist das erstaunlichste mathematische Wunder.“

Zwar soll Wozniak selbst nicht in Bitcoin investiert haben, hält BTCs offensichtliche Vorteile gegenüber Gold aber für eine rekordverdächtige Entwicklung ausschlaggebend.

Globaler Shift: China verkauft, USA rüstet auf

Der Gründer und CEO von Galaxy Digital Mike Novogratz sprach in einem Interview mit CNBC über Bitcoin:

„Was wir sehen, ist, dass Asien verkauft und dann von den USA zurückgekauft wird. Wir sehen, wie neues Geld zu Kryptofonds, zu Risikofonds und zu Hedgefonds fließt.“

Und in den USA sehen wir tatsächlich eine Krypto-freundliche Stimmung bei der Regulierung. Vor allem US-Senatorin Cynthia Lummis aus Wyoming zeigt sich gegenüber dem Krypto-Bereich aufgeschlossen. Auf Twitter zeigte sich Lummis zeitweise mit dem Laseraugen-Trend – #LaserRayUntil100K. Wyoming und andere Regionen in den USA könnten nun, da andere Länder sich gegen eine Krypto-freundliche Regulierung entscheiden, einen großen Vorteil durch die Integration der innovativen Finanztechnologie sichern.

Senator Chris Rothfuss, Co-Vorsitzender des staatlichen Ausschusses für Blockchain und Finanztechnologie, erklärte gegenüber The Independent über Krypto:

„Als wir uns das ansahen, stellten wir fest, dass wir nur schreckliche Gesetze hatten, wenn es um Kryptowährung, digitale Vermögenswerte und alles in diesem Bereich ging.“

David Kinitsky, CEO der Kraken Bank, gegenüber The Independent:

„Wyoming ist führend bei der zukunftsweisenden Regulierung von Finanzdienstleistungen und teilt viele der gleichen Werte wie die Krypto-Community in Bezug auf individuelle Freiheit und Freiheit.“

Möglicherweise sehen wir hier einen US-Bundesstaat zu einem der wichtigsten Krypto-Hubs werden.

Wyckoff Modell: Bitcoin to the moon – aber wann?

Wie auch das Stock-to-Flow Modell von PlanB, zeigt das Wyckoff Accumulation Model den möglichen weiteren Kursverlauf von Bitcoin auf. Auf der Grundlage des Wyckoff Modells soll es mit Bitcoins Dornröschenschlaf aber bald vorbei sein, und zwar sobald der Bitcoin Preis unter 29.000 US-Dollar gefallen ist.

Wie wir auf dem Chart von CoinMarketCap sehen können, ist dies am 22. Juni 2021 bereits passiert. Entsprechend könnten wir uns nach dem Wyckoff Modell bereits in einem neuen Aufwärtstrend befinden.

Bis dahin muss der Bitcoin Preis aber noch eine kleine Hürde meistern: Das Unlocking des Bitcoin Investmentfonds von Grayscale Investments. Denn in wenigen Tagen gibt das Unternehmen eine nicht unerhebliche Menge BTC zum Verkauf frei – wer sichert sich diese Coins und was passiert mit dem Bitcoin Preis?

Oder wie der Krypto-Analyst Willy Woo es ausdrückt:

Die aktuelle Situation ist für einen Bitcoin-Bullenmarkt insofern einzigartig, da die normale Dynamik umgedreht wurde. Die neuen Teilnehmer, die zum Verkauf wechselten, waren gut finanzierte spekulative Wale, während die Käufer, die diese Münzen absorbiert haben, langfristig weniger kapitalisierte Inhaber waren.

Wir sind alle bullisch, oder?

Bitcoin ist in den letzten Jahren bei einigen Wall Street-Größen nicht zwangsläufig gut weggekommen. Doch in den letzten Monaten hat sich das mit der steigenden Adaption geändert. Ob Bitcoin nun besser verstanden oder der Eigenvorteil gegenüber dem Ignoranz-Nachteil abgewägt wurde, bleibt offen.

Nun hat eine Umfrage von CNBC ergeben, dass ein Großteil der Fondsmanager und Vermögensverwalter von einer längerfristigen Seitwärtsbewegung beim Bitcoin Preis ausgehen:

  • 44 Prozent sehen den Bitcoin Preis bis Ende des Jahres unter 30.000 US-Dollar
  • 25 Prozent vermuten, dass der Bitcoin Preis bis auf 45.000 US-Dollar steigen wird
  • Und weitere 25 Prozent rechnen mit einem BTC Preis von 55.000 US-Dollar
  • Ganze 6 Prozent halten einen Bitcoin Pries von 60.000 US-Dollar für möglich

Fraglich ist nun, wer genau befragt wurde – schließlich sind Umfragen nur so nützlich, wie sie qualitativ hochwertig sind.

 

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Warum der China-Ban gut für Bitcoin ist & Mexikos Bitcoin Zukunft

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#ZeroFuchsGiven ist das Format, in dem Fuchs Inc. Begründer Marc Fuchs regelmäßig auf aktuelle Themen eingeht und die Fragen der Fuchs Inc. Community beantwortet. Die Fragen können einfach per E-Mail oder Telegram gesendet werden, die Links dafür stehen unter dem Beitrag.

Chinas Bitcoin-Verbote sorgen für mehr Dezentralität im Space und einer der reichsten Menschen Mexikos setzt sich für Bitcoin-freundliche Banken ein. Gleichzeitig verteilt El Salvador 30 US-Dollar in Bitcoin an die Bürger… aber nichts ist umsonst, oder?

Wir wünschen viel Freude und interessante Einblicke beim Lesen von #ZeroFuchsGiven!

China: Das wievielte Bitcoin-Verbot?

Was genau passiert gerade in China und welche Auswirkungen hat das auf Bitcoin?

„Die Nachricht, dass China Bitcoin verbietet, ist mittlerweile fast so alt wie Bitcoin selbst. Insbesondere die China-verbietet-Bitcoin Story wurde in der Vergangenheit immer wieder gerne als FUD (fear, uncertainty, doubt) verwendet, um aktiv Einfluss auf den Bitcoin Preis zu nehmen. Oft war an diesen Meldungen nicht viel dran, dieses Mal sehen wir allerdings eine Veränderung.“

Marc erklärt, dass China diesmal konkret gegen Bitcoin vorgeht, und zwar durch ein Bitcoin-Mining Verbot mit großen Auswirkungen. Schließlich sitzt (oder saß?) ein Großteil der Bitcoin-Miner in China.

„Schauen wir uns die Fakten an, sehen wir, dass dies die Hashrate von Bitcoin deutlich reduziert hat und wahrscheinlich recht starke Auswirkungen auf den Preis hatte und noch immer hat. An dieser Stelle möchte ich allerdings etwas Entwarnung geben, denn grundsätzlich haben wir es hier mit einer guten Entwicklung zu tun. Einerseits sind diese ursprünglich in China ansässig gewesenen Miner nun auf dem Weg nach z.B. Kasachstan oder in die USA, sie verteilen sich also global und verteilen somit auch das Netzwerk.“

„Auf der anderen Seite steht Bitcoin, insbesondere von uninformierten Gegnern, immer wieder aufgrund des Energieverbrauchs und der Umweltschädlichkeit in der Kritik. Oft wurde dabei auch Kohlenutzung für das Mining in China genannt. Auch wenn dies Aussage vereinfacht und teils einfach falsch ist, kann sie nicht mehr aufkommen, wenn die Miner weg sind.“

Nun bleibt abzuwarten, welche Regionen für die Bitcoin Miner besonders interessant werden. Schließlich entwickeln sich grade einige Regionen zu wahren Bitcoin-Hubs.

Mexiko: Liberaler Bitcoin-Hub?

Mexiko goes Bitcoin? Der drittreichste Mann des Landes, Ricardo Salinas Pliego, hat sich klar für Bitcoin ausgesprochen. Und das ist nicht einmal unwichtig. Denn Pliego ist Großunternehmer und unterhält die Grupo Salinas. Die wiederum ist ein Unternehmenskonglomerat aus dem Fernseh- und Radionetzwerk TV Azteca, den Unterhaltungselektronik-Einzelhändler Grupo Elektra, den Fußballverein Mazatlan F.C. und die große lokale Bank Banco Azteca umfasst. Gleichzeitig soll Pliego im Jahr 2020 rund 10 Prozent seiner liquiden Mittel in Bitcoin transferiert haben.

„Immer wenn ein Milliardär sich für Bitcoin ausspricht, ist das natürlich erstmal positiv für die Entwicklung von Bitcoin. Normalerweise wäre ich zwar vorsichtig, wenn ein Super-Reicher mich von etwas überzeugen will, denn diese Personen sind nicht ohne Grund super reich (arm und reich entstehen nur durch ihre Verhältnismäßigkeit wobei der Reichtum eines Einzelnen in der Regel aus der Armut vieler entsteht). Bei Bitcoin ist das allerdings etwas anders zu bewerten, denn Bitcoin hilft Reichen nicht weiter.“

Marc erklärt, dass Pliegos Schritte dem Umverteilungsprozess, den wir bei Fiatwährungen sehen, entgegenwirkt.

„Und wenn der drittreichste Mensch in Mexiko und Inhaber einer der größten Banken Mexikos verkündet, er hält 10% seines Vermögens in Bitcoin und würde sich für Bitcoin entscheiden, wenn er nur ein Investment über die nächsten 30 Jahre besitzen könnte, dann ist das ein Statement. Wir dürfen gespannt sein, welche nächsten Schritte von ihm und seiner Bank ausgehen. Generell ist es derzeit sehr spannend zu beobachten, wie insbesondere Süd- und Zentralamerika immer mehr in Richtung Bitcoin driften. El Salvador dürfte hier den ersten Dominostein umgeschmissen haben, der zu einer Kettenreaktion der Adaption – sowohl Nationen als auch Institutionen – führen dürfte.“

30 US-Dollar in BTC für jeden El Salvadorianer: Nichts ist umsonst

El Salvador hat nicht nur Bitcoin zum offiziellen Zahlungsmittel gemacht, sondern möchte auch noch im Bitcoin Mining mit grüner Vulkanenergie voll durchsteigen. Jetzt hat Nayib Bukele, Präsident von El Salvador, jedem Einwohner 30 US-Dollar in BTC zugesichert. Marc, was ist deine Einschätzung dazu?

„Nichts ist umsonst – An diesem Spruch ist sicher etwas dran. Um dem Vorgehen von „Free Bitcoin“ in El Salvador auch kritisch entgegenzublicken, können wir vor allem nach dem „Warum?“ fragen.“

„Also warum sollte El Salvador als Nation jedem Bürger 30 US-Dollar in Bitcoin schenken? Meiner Meinung nach hat El Salvador einen großen und mutigen Schritt gemacht, der aber von vielen Teilen der Bevölkerung nicht unbedingt verstanden wird. Jeder, der in seiner Bitcoin Bubble lebt, ist sich sofort bewusst, dass dieser Schritt fast nur Vorteile mit sich bringen wird. Wer allerdings mit diesem Thema das erste Mal in Berührung kommt, könnte zunächst verängstigt sein und das alles nicht verstehen. Wenn El Salvador langfristig Erfolg mit diesem Vorgehen haben will, muss es zwangsläufig die Bevölkerung überzeugen. Denn die Attacken gegen das Land laufen bereits und mangelnde Unterstützung der Bevölkerung könnte on top dazu dafür sorgen, dass die Entwicklung scheitert. Um den Menschen die Vorteile nun deutlich zu machen, ist es durchaus ein sinnvoller Schritt, den Einstieg in den Umgang zu erleichtern. Und wenn man 30 US-Dollar geschenkt bekommt, ist es nicht schlimm, wenn man diese verliert. Man kann sorgenlos ausprobieren und sich selbst von den Vorteilen überzeugen lassen. Meiner Meinung nach ist das ein gutes und sinnvolles Vorgehen.“

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Die großen Investmentbanken machen vor allem eins: Chaos. Gleichzeitig entscheidet sich China gegen die Bitcoin Miner – schießt sich das fernöstliche Land damit ins Aus? Oder machen die USA, El Salvador und Co einen großen Fehler mit der Bitcoin-Adaption? Los geht’s!

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Großbanken: Bitcoin ist Betrug, nein doch ein Asset, aber mit Umweltproblemen

Goldman Sachs startet mit dem BTC-Futures Trading durch. Wie bewertest du das?

Marc erklärt:

„Also dieses ganze Hin und Her der großen Investmentbanken ist schon interessant. Mal ist Bitcoin Betrug, dann hat es Potenzial, dann eine Umweltsau und dann ein Tradingasset. Diese chaotisch wirkende Entwicklung teils selbst innerhalb eines einzelnen Unternehmens, kann für den Retail Investoren sehr verwirrend wirken, folgt meiner Meinung nach allerdings einem Plan.“

Marc erläutert, dass Bitcoin in den vergangenen Jahren extrem erfolgreich war und eine echte Disruption des bestehenden Geld- und Finanzsystems bietet:

„Das wissen natürlich auch die großen Player. Zwar sind sie aus der Natur ihres Geschäfts heraus kategorisch gegen diese Entwicklung, aufgrund des disruptiven Charakters sind ihnen jedoch die Hände gebunden und sie müssen einen Umgang damit finden. Und um in Zukunft nicht komplett an Relevanz zu verlieren, ist der beste Weg die Sicherung einer großen Menge des Bitcoin Supplys. Und Dinge wie Trading Desks spielen in diesem Szenario ebenfalls eine große Rolle, denn dadurch kann die Menge der eigenen Bitcoins gesteigert werden und außerdem durch große Orders der Markt in gewisser Weise beeinflusst werden, sodass einen Vorteil gegenüber dem Retailinvestor entsteht.“

Marc betont, dass das vor allem für das Future Trading gilt, also den Handel mit Preisen, die noch in der Zukunft liegen und in der Regel nicht mit Bitcoin als unterliegendem Asset besichert sind:

„Dabei entsteht ein großer Hebel auf die Einflussnahme des Bitcoin Preises. Dies wiederum kann dann genutzt werden, um den Markt in die gewünschte Richtung zu beeinflussen und sich selbst die Taschen mit Bitcoin zu füllen.“

China, what the rig?

Der China Mining-Ban soll viele Miner nach Texas drängen – wie könnten sich hier die Machtpole in der Zukunft verschieben (Großmacht China oder Bitcoin als Trojanisches Pferd)?

Marc erklärt, dass die Entwicklung rund um Mining und Energienutzung momentan definitiv interessant ist:

„Berichten zufolge sollen jetzt gerade erst vor ein paar Tagen viele Miner in China ihre Server abgestellt haben und es gehen auch Gerüchte um, dass bereits einige Miner ihre Sachen gepackt haben, um sich an neuen Standorten niederzulassen. Durch den nun leichteren Zugang in z.B. Texas, könnte das ein guter Anreiz sein, mehr Mining in den Bundesstaat der USA zu holen.“

Marc erläutert, dass einige Bundesstaaten in den USA – darunter Wyoming und die Region Miami – durchaus an guten Bedingungen für Krypto-Unternehmen arbeiten.

„Generell begrüße ich diese Entwicklung sehr, da sie zum einen die hohe Konzentration der Miner aus China etwas lichtet und zumindest Teile der USA verdeutlichen, dass sie die Trendentwicklung erkannt haben. Hinzu kommt, dass China als Standort sowieso fragwürdig ist, da der politische Einfluss dort unerwünschte Entwicklungen annehmen kann (siehe Zensur im Internet) und ein großer Teil der für das Mining benötigten Energie von umweltschädlichen Quellen wie Kohle stammt. Solch ein Umbruch hat natürlich kurzfristig Auswirkungen auf Bitcoin und das unterliegende Netzwerk, was wir momentan auch gut am Preis und der Hashrate beobachten können. Langfristig ist das jedoch ein sehr positiv bewertbarer Umschwung, der Bitcoin mehr Stärke gibt und weiter innerhalb der breiten Bevölkerung legitimiert. Ob China sich damit ein Gefallen tut, wage ich zu bezweifeln. Allerdings sieht auch diese Nation den gleichen Problemen wie Großbanken entgegen, und zwar, dass sie es hier mit einer nicht mehr zu stoppenden disruptiven Entwicklung zu tun haben.“

Stock-to-Flow Model – Rekordabweichung

Rekordabweichung vom Stock-to-Flow Model – warum?

Marc führt aus, dass die Fragen in Bezug auf die Bitcoin Preisentwicklung immer spannend waren und meistens ohne zufriedenstellende Antwort blieben:

„Sicher spielt die Mining Entwicklung in China eine Rolle, außerdem wird kräftig mit dem Energieverbrauchs- und Umweltschädigungs-FUD um sich geworfen. Wir müssen diese Abweichung vom Stock to Flow Modell natürlich im Auge behalten, dennoch sehe ich noch keinen Grund zur Annahme, dass das Modell invalide geworden ist.“

Marc erklärt, dass wir uns nun einmal in einem Marktumfeld bewegen, das durch News und Interessen mächtiger Player geprägt ist, wodurch es kurz- und auch mittelfristig immer zu Ausreißern kommen kann:

„Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass es ein MODELL ist und keine definitive Vorhersage. Bevor man nun sagt, das Stock to Flow Modell funktioniert nicht mehr, könnte man auch überlegen, ob nicht gerade diese Diskrepanz ein Anreiz sein kann, weiter zu kaufen.“

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Bitcoin: Was zum Teufel ist bitte in Lateinamerika los!?

Bitcoin: Was zum Teufel ist bitte in Lateinamerika los!?

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Während El Salvador Bitcoin mal eben zur neuen offiziellen Währung macht, entschließt sich China dazu drei der größten Krypto-Exchanges zu verbieten. Gleichzeitig lässt das den Bitcoin Preis eher kalt. Und: Wie einflussreich ist Teslas CEO mit seinem „Musk Effekt“ tatsächlich?

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Bitcoin erobert Lateinamerika

Dass die Alpha-Kryptowährung sich spontan in Lateinamerika zur offiziellen Währung gemausert hat, haben wir in unserem #ZeroFuchsGiven Format bereits ausführlicher behandelt. Falls du einen Blick in Bitcoins Vergangenheit werfen möchtest, dann klicke HIER.

Bitcoin zum offiziellen Zahlungsmittel zu machen, startete mit dem Präsidenten von El Salvador, Nayib Bukele. Bukele, der sich auf Twitter übrigens mit Laseraugen zeigt, verkündete auf Twitter, dass Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel kurz- und langfristige Vorteile für die Bürger des südamerikanischen Landes mitbringen könnte. In einer Reihe von Tweets erklärte er ausführlicher, dass El Salvador vom Bitcoin-Wachstum profitieren wird. Mittlerweile ist der Bitcoin-Standard in El Salvador beschlossene Sache.

Nun war klar, dass andere Länder den historischen Schritt Bitcoin zur offiziellen Währung nicht zwangsläufig gut finden würden. Denn hiermit ändert sich das Finanz-Game ganz erheblich – El Salvador hat sich damit den First Mover Vorteil gesichert. Und ganz schnell zogen andere Staaten in Lateinamerika nach. Paraguay beispielsweise! Auch hier sehen wir den Kongressabgeordneten Carlitos Rejala jetzt mit Laseraugen und einer klaren Botschaft auf Twitter:

„Wie ich schon vor langer Zeit sagte, muss unser Land Hand in Hand mit der neuen Generation vorankommen. Der Moment ist gekommen, unser Moment. Diese Woche beginnen wir mit einem wichtigen Projekt, um Paraguay vor aller Welt zu erneuern!“

Und weiter ging es mit Panama, Argentinien, Mexiko, Nicaragua und Brasilien. Aber, bevor wir jetzt alle unsere Sieben Sachen packen und Hoffnung auf einen neuen Bitcoin Hub mit gutem Essen setzen, sollten wir doch erst einmal abwarten, wie sich diese Angelegenheit entwickelt, oder? Steuervorteile hat El Salvadors Präsident schonmal versprochen, das dürfte für einige Krypto-Fans ein wichtiges Argument sein sich näher mit der Flaggentheorie zu befassen…

Und China so: Nö

Ganz anders sieht es momentan in China aus. Die Regierung des Landes war noch nie dafür bekannt, besonders euphorisch gegenüber Bitcoin zu sein und hat nun zeitgleich zu El Salvadors historischem Moment beschlossen, drei große Krypto-Exchanges zu bannen. Seit dem 9. Juni 2021 haben alle chinesischen Suchmaschinen wie Baidu und Sogou die drei großen Börsen blockiert: Binance, Huobi und OKEx.

Nun ist davon auszugehen, dass Krypto-Nutzer in China den Umgang mit VPN-Clients kennen, dennoch ist das Vorgehen der Regierung ein klares Statement. Fraglich ist auch, ob es sich bei den China-Ban News wieder um FUD (Fear, uncertainty, and doubt) handelt.

Jetzt sind Diamond Hands gefragt

Ein rein hypothetisches Gedankenspiel: Während die letzten Marktbewegungen – und allen voran die Crashs – dem Musk-Effekt zugesprochen wurden, bleibt Bitcoin momentan – trotz der historischen Ereignisse in Lateinamerika – ruhig. Lässt sich daraus eventuell schließen, dass Elon Musk mit seinen Tweets doch nicht so einen großen Einfluss auf den Bitcoin Preis hat? Wer oder was steckt dann hinter dem Dip?

Ohne mich an dieser Stelle zu weit aus dem Lambo-Fenster zu lehnen, aber wäre es auch möglich, dass hier einige große Wale, Großinvestoren der Wallstreet oder Nationen am Werk sind, die noch mehr Liquidität sehen möchten? Durchaus vorstellbar wäre doch, dass bei einem so begrenzten Gut wie Bitcoin, einige Wale noch waliger werden möchten und entsprechend die kleinen und mittleren Anleger in eine Art Abverkauf treiben. Wir wissen recht wenig darüber, wer die wirklich großen Wale im Bitcoin-Geschäft sind, noch weniger wissen wir, wer eigentlich hinter Bitcoin steckt. Aber wie wir die Weltgeschehnisse kennen, lohnt es sich hier sicherlich, etwas über den Tellerrand zu schauen und geopolitische Verflechtungen und Interessen mit in die Betrachtung einzubeziehen.

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