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Das Ende von KYC und die Rolle von Noise – #ZeroFuchsGiven

Das Ende von KYC und die Rolle von Noise – #ZeroFuchsGiven

In dieser Ausgabe von #ZeroFuchsGiven beschäftigen wir uns mit der Frage, wie ein KYC (Know Your Customer)-freies Leben aussehen könnte und ob wir in naher Zukunft Bitcoin ohne die Preisgabe unserer Identität kaufen können. Außerdem geht es um die Frage, wie wir Bitcoin-Noise/FUD und wertvolle Bitcoin-Informationen voneinander unterscheiden lernen.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen!


KYC und Bitcoin – wie könnte ein KYC-loses Leben aussehen?

KYC hat sich mittlerweile auch beim Kauf von Bitcoin an quasi jeder Stelle durchgesetzt – bzw. müssen wir eher sagen, wurde es durchgesetzt.

Der Grund dafür ist an sich ganz einfach zu erklären: Die Regierung will erstens ihre Steuern und zweitens keine Kontrolle verlieren. Solange das Geldmonopol noch beim Staat liegen, wird auf KYC wert gelegt werden – und das nicht nur bei Bitcoin.

Wenn man das Konstrukt von KYC mal auf das Grundlegendste reduziert, ist es nichts anderes, als ein Mechanismus zur Überwachung, Einschränkung von Marktzugang und ein Aufhänger für Sanktionen. Diese Möglichkeiten müssen nicht zwangsläufig auch so verwendet werden, öffnen dennoch Tür und Tor für umfangreiche Kontrolle. Machthabern passt es in der Regel nicht, wenn sie kontinuierlich an Macht verlieren.

Durch die Möglichkeit der Überwachung sind sie allerdings stets über die Handlungen einzelner Akteure informiert und können im ersten Schritt den Zugang zu bestimmten Märkten schließen. Noch schlimmer wird es jedoch, wenn im zweiten Schritt dann die Daumenschrauben angelegt werden und das unerwünschte Verhalten darüber hinaus sanktioniert wird.

Ein Leben ohne KYC würde ein Schritt in Richtung freier Märkte darstellen, welche aus sowohl logischer als auch historischer Sicht zu deutlich mehr Wohlstand führen. Und ich gehe davon aus, dass die Chancen auf solch eine Entwicklung nicht schlecht stehen. Ich meine, schau dich doch mal um: Der Unmut der Gesellschaft wächst zunehmend und einer der größten Treiber dessen ist das Geldsystem.


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Jede Menge Noise um Bitcoin – FUD von wertvollen Informationen unterscheiden

In einer Welt, in der mächtige Menschen um Ressourcen konkurrieren und diverse Werkzeuge aus ihrem Werkzeugkasten zaubern können, ist diese Unterscheidung gar nicht so leicht zu treffen. Wir kennen weder diverse Agenden noch deren Akteure. Solange wir uns nicht im Klaren über die Ziele dieser Spieler sind, können wir auch keine Annahmen über kommende Entwicklungen treffen.

Man kann sich heutzutage ja nicht einmal mehr sicher sein, welche Informationen der Wahrheit entsprechen und welche eher irgendeinen Zweck erfüllen sollen. Von daher sollte die Unterscheidung nicht zwischen Info und Noise gemacht werden, sondern eher zwischen Wahrheit und Nebelkerzen. Und wie überall im Leben ist Wissen eine Holschuld, was bedeutet, dass es an uns liegt, uns bestmöglich zu informieren und darauf basierend Annahmen zu treffen und Handlungen vorzunehmen.

Je mehr ich weiß, desto mehr kann ich herleiten, verifizieren und verknüpfen. Im Falle von Bitcoin ist es so, dass das Verständnis den Unterschied von Spekulieren zu in die eigene Zukunft investieren ausmacht. Und ist Bitcoin erstmal verstanden, können mir Noise und (falsche) Infos relativ egal sein.

Nun zu einem konkreten FUD-Ereignis: China spendet ein Stadion an El Salvador.

Das ist ein gutes Beispiel für das, was ich oben bereits erwähnt habe: Wir kennen in diesem Fall zwar die vermeintlichen Akteure, deren Ziele allerdings nicht.

Von daher muss ich sagen: keine Ahnung! Sie planen ein Stadion zu bauen und warum das ganze geschieht, ist etwas, das ich nicht beantworten kann. Das Einzige, was ziemlich sicher sein dürfte, ist, dass es entweder um Geld, Fortschritt oder Einfluss geht. Oder um eine Kombination daraus.



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Der wahre Grund für Chinas Bitcoin Verbot

Der wahre Grund für Chinas Bitcoin Verbot

China hat Bitcoin den Laufpass gegeben – zuerst den Minern, dann den Usern. Dabei war das Land bis vor kurzem noch für mehr als fünfzig Prozent des weltweiten Bitcoinhandels verantwortlich – alleine im ersten Halbjahr 2021 wurden laut Chainalysis hundertfünfzig Milliarden US-Dollar in chinesische Wallets eingezahlt – die zweitgrößte Summe nach den USA.

Warum hat China also den U-Turn gemacht und von jetzt auf gleich sämtliche Kryptowährungen mit Ausnahme des digitalen Renmimbi verbannt?

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Die Financial Times schreibt dazu, dass China die inländischen Finanzströme kontrollieren will und Angst vor Kapitalflucht oder unerwünschten Zahlungseingängen hat – beispielsweise auf Konten uigurischer Menschenrechtsorganisationen.

Meiner Meinung nach ist das Quatsch.

In China treffen zurzeit mehrere Faktoren aufeinander, die Krypto-Mining unmöglich machen. Beispielsweise schreibt die Zentralregierung die Energiepreise vor, gleichzeitig sind aber die Preise für Kohle aufgrund verschiedener Probleme von Chinas Kokslieferanten Indonesien, Australien, Mongolei und Russland stark angestiegen. Australien war bis zum Handelskonflikt für 39 Prozent der chinesischen Kohleeinfuhren verantwortlich.

Kohlekraftwerke sind gewinnorientierte Gesellschaften, dürfen aber die höheren Rohstoffpreise nicht an die Kunden weitergeben. Also reduzieren sie ihren Ausstoß und produzieren nur noch ein Minimum an Strom, um so wenig Verluste wie möglich zu machen.


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Kohlekraftwerke sind gleichzeitig Chinas wichtigster Energieträger und stellen fünfzig Prozent der gesamten Landesversorgung sicher

Das führt dazu, dass es vor allem jetzt, wenn der Winter kommt, regelmäßig Stromausfälle gibt, die nicht nur Chinas Privathaushalte betreffen, sondern vor allem die Produktionsbetriebe hart treffen, während gleichzeitig der dortige Stromverbrauch seit Pandemiebeginn 2020 stark angestiegen ist: Während die Welt weitgehend im Stillstand lag, war das Coronavirus in China bereits gebannt und es wurde wie verrückt produziert, um den ganzen Globus im Lockdownmodus zu beliefern.

Goldman Sachs sagt dazu, dass fast vierundvierzig Prozent aller chinesischer Produktionsbetriebe direkt von den Stromausfällen betroffen sind, weshalb das chinesische Wirtschaftswachstum dieses Jahr voraussichtlich auf 7,8 Prozent sinken wird, im Vergleich zu 8,2 Prozent im Vorjahr.

Die chinesische Regierung hat landesweit (energieintensive) Betriebe angewiesen, während den Stoßzeiten Energie zu sparen bzw. sich auf bestimmte Tage zur Produktion zu beschränken.

Ein Bild von Pinterest

Viele Unternehmen sind deshalb in die Nebenzeiten ausgewichen, die bislang von den Krypto-Minern besetzt gewesen waren. Denn der Kryptomarkt wird vor allem zu westlichen Stoßzeiten genutzt, d.h. genau dann, wenn China schlafen geht oder aufsteht.


Kein Platz für Kryptostrom-Verschwender

China hat demnach Kryptomining verbannt, weil man sich deren Stromverbrauch nicht mehr leisten kann, ohne dadurch die eigene Wirtschaftsleistung zu gefährden. Denn mehr Kohlekraftwerke werden es zukünftig kaum werden, nachdem sich China im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens darauf verständigt hat, bis 2060 karbonneutral zu produzieren. Das bedeutet, das Reich der Mitte baut seine Energieversorgung um, sodass es für die weltweit einzige nicht-postindustrielle Nation zukünftig keinen Platz mehr für Kryptostromverschwender gibt.

Ein Bild von 99Bitcoins

Bleibt noch die Frage offen, warum China nicht nur Bitcoin-Mining, sondern alle Kryptowährungen gleichzeitig verboten hat – sowohl Handel als auch Besitz.

Die großen Kryptofarmen haben einen großen Teil von Chinas Kryptostromverbrauch ausgemacht. Allerdings waren diese zumindest dezentralisiert und hatten sich überall dort breit gemacht, wo sie der Netzstabilität am wenigsten im Weg standen.

Ganz anders sieht das mit den individuellen Krypto-Usern aus, die von günstigen Grafikkarten und zentralisiert fixierten Strompreisen profitieren und von zu Hause aus minen was das Zeug hält.

Macht das einer, ist das kein Problem, aber wir sprechen von einem Volk von über einer Milliarde Chinesen – macht’s nur jeder tausendste, hat das Stromnetz ein Problem.

Was macht man als staatliches Zentralorgan am einfachsten dagegen? Sämtliche Kryptowährungen verbieten, und fertig.


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Pump up the FUD! China in Zukunft gegen Bitcoin?

Pump up the FUD! China in Zukunft gegen Bitcoin?

#ZeroFuchsGiven ist das Format, in dem Fuchs Inc. Begründer Marc Fuchs regelmäßig auf aktuelle Themen eingeht und die Fragen der Fuchs Inc. Community beantwortet. Die Fragen können einfach per E-Mail oder Telegram gesendet werden, die Links dafür stehen unter dem Beitrag.

In der heutigen Ausgabe geht es um Überwachungsstaaten, FUD und Inflation!

Wir wünschen viel Freude und interessante Einblicke beim Lesen!

China und die Bitcoin-Verbote

China glaubt scheinbar wirklich die Macht über die Menschen behalten zu können. Wie wahrscheinlich ist es, dass dieser Plan aufgeht und Menschen sich Bitcoin verbieten lassen?

Marc erklärt uns:

„Potenzielle Verbote von Bitcoin erleben immer wieder Aufschwung und insbesondere China ist diesbezüglich ganz vorne mit dabei. Jeder, der bereits etwas länger in der Bitcoin Thematik steckt weiß, dass besonders die Schlagzeilen über (mögliche) Verbote von Bitcoin oder Bitcoin Mining in China oft und gerne als FUD (Fear, uncertainty & doubt) verwendet werden und nicht selten somit auch als manipulatives Instrument dienen. Nachdem sich viele solcher Gerüchte als nichts als Schall und Rauch entpuppten, war der kürzlich propagierte Ban von Minern dann tatsächlich Realität und hatte auch reale Auswirkung auf die Preisentwicklung. Aufmerksame Investoren waren sich jedoch schnell bewusst, dass diese Entwicklung zwar durchaus schmerzhaft, dennoch äußert positiv war.“

Denn dieser Schachzug führte zu mehr Dezentralität und hin zu einer verstärkten Verwendung von „sauberer“ Energie. Nun jedoch zur eigentlichen Frage:

„Was China bzw. die Machthaber in China glauben, wird wohl niemand von uns sicher beantworten können. Dass Bitcoin für sie, ihren Überwachungsstaat und den digitalen Yuan jedoch eine immense Gefahr ist, ist hingegen offensichtlich. Allein dieser Grund sorgt dafür, dass ihnen Bitcoin ein Dorn im Auge ist und es zwangsläufig zu Bestrebungen kommen muss, diese Gefahr abzuwenden. Nun ist das mit Bitcoin jedoch nicht so einfach, denn niemand kann Bitcoin einfach verschwinden lassen.“

Und das Verbieten von Bitcoin Mining hat gezeigt, welche Auswirkungen solche Vorgehensweisen mit sich bringen:

„Riesige Miner haben das Land verlassen und lassen sich in konkurrierenden Nationen nieder. Jedes Verbot führt also dazu, dass man im Zweifel seine eigene geopolitische Stellung gefährdet oder untergräbt und es bleibt somit fraglich, wie sinnvoll diese Maßnahmen sind. Ich persönlich glaube, dass China bzw. dessen Machthaber sehr gut wissen, dass ihre Chancen gegen Bitcoin schlecht stehen. Dennoch haben sie kaum eine andere Wahl und werden sich für die für sie beste Option entscheiden. Aber nur, weil es die beste Option ist, ist diese noch lange nicht gut.“

Die Inflation holt uns ein

Die Inflation zeigt sich immer deutlicher, und zwar auch in Deutschland. Deutschlands PPI (Producer Prices) stiegen im Juni um 8,5 Prozent – ein Sprung, den wir seit den 1980ern nicht mehr gesehen haben, wie Holger Zschaepitz auf Twitter erklärt:

Marc erklärt uns, was diese Zahlen für den Ottonormalverbraucher bedeuten:

„Der Producer Price Index (deutsch: Erzeugerpreisindex) ist ein Indikator, der zum besseren Verständnis der Inflationsentwicklung verwendet werden kann. Anders als beim Consumer Price Index misst er die Veränderungen der Produktionskosten für den Erzeuger und kann somit als ein früherer Indikator als der Consumer Price Index betrachtet werden. Dies macht insofern Sinn, als die Weitergabe der Preissteigerung Zeit beansprucht und somit Auswirkungen von Inflation verspätet beim Konsumenten ankommen. Auf Normaldeutsch heißt die Betrachtung dieser Entwicklung, sofern man das gesamte Bild mit einbezieht, dass die Wirtschaft am Ar*** ist.“

Und auch wenn die offiziellen Inflationszahlen schon erschreckend sind, könnte die Realität noch schockierender sein:

„Wenn selbst die gut zu manipulierenden Inflationsindikatoren hohe Zahlen anzeigen, können wir uns sicher sein, dass die eigentliche Inflation deutlich höher liegt. Auch hier sollte man immer berücksichtigen, dass Inflation im Grunde keine Preissteigerung ist, sondern die Entwertung des Geldes. Und diese kann nicht durch das ausschließliche Beobachten von Güterpreisen realistisch abgebildet werden. Wirf mal einen Blick auf den Aktien- und Immobilienmarkt: Die Preisentwicklung der letzten Jahre ist enorm, kein Abbild einer steigenden Nachfrage und korreliert sehr stark mit der Erweiterung der Geldmenge aka Gelddrucken. Wir bei Fuchs Inc., genau wie viele andere, warnen bereits seit sehr langer Zeit, dass die Inflation uns überrollen wird.“

Und im Gegensatz zur allgemeinen Annahme: Die Inflation ist bereits seit vielen Jahren da, sie nimmt nur grade extreme Formen an.

„Sie konnte sich vor den Augen des Otto-Normal-Verbrauchers bisher gut im Kapitalmarkt und leicht manipulierbaren Indikatoren verstecken, doch wir sind mittlerweile an einem Punkt angelangt, wo selbst das nicht mehr gut funktioniert. Der Elefant im Raum kann nicht weiter versteckt werden, wird vielen jedoch leider zu spät wirklich auffallen. Die Folgen einer starken Inflation können dabei in vielen Geschichtsbüchern nachgelesen oder einfach durch das Beobachten von z.B. Venezuela evaluiert werden. Was langsam beginnt, entwickelt sich zu einem echten Ungeheuer und vernichtet Unmengen an Vermögen in sehr kurzer Zeit. Das geht mit der Zeit sogar so weit, dass selbst in Währung nominierte Anlagewerte wie insbesondere Aktien zwar auch im Preis steigen, jedoch selbst diese nicht mit der Inflation mithalten können.“

Vorsorge ist dabei sehr wichtig und wie das richtig funktioniert, wissen unsere Leser sehr gut.



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Bitcoin zu neuen Höhen? Nicht nur das Wyckoff Model sagt Ja!

Bitcoin zu neuen Höhen? Nicht nur das Wyckoff Model sagt Ja!

Bitcoin zu neuen Höhen? Nicht nur das Wyckoff Model sagt Ja!

In unserem heutigen Marktupdate dreht sich alles um Bitcoin: Geht es mit dem Preis der Alpha-Kryptowährung nun bald wieder bergauf, so wie das Wyckoff Accumulation Model es prophezeit? Sollten wir alle nach Wyoming ziehen? Und warum gehen 44 Prozent der Fondsmanager von einem BTC Preis von unter 30k Ende des Jahres aus?

Wir wünschen viel Freude und interessante Einblicke beim Lesen unseres Marktupdates

„Gold ist begrenzt, Bitcoin ein mathematisches Wunder“

Nachdem wir zu Beginn des Jahres mit einer Serie von neuen Allzeithochs verwöhnt worden sind, war in den letzten Wochen Geduld angesagt. Ausreichend Zeit, um Fiat in Bitcoin zu transferieren. Doch langsam, aber sicher wird die Marktstimmung bullischer.

Beispielsweise bei Steve Wozniak, dem Mitbegründer des multinationalen Technologiegiganten Apple. Der amerikanische Elektronikingenieur und Philanthrop geht davon aus, dass die Alpha-Kryptowährung besser als Gold ist. Auf einer Präsentation in Mexiko erklärte er:

„Gold ist begrenzt und man muss danach suchen. Bitcoin ist das erstaunlichste mathematische Wunder.“

Zwar soll Wozniak selbst nicht in Bitcoin investiert haben, hält BTCs offensichtliche Vorteile gegenüber Gold aber für eine rekordverdächtige Entwicklung ausschlaggebend.

Globaler Shift: China verkauft, USA rüstet auf

Der Gründer und CEO von Galaxy Digital Mike Novogratz sprach in einem Interview mit CNBC über Bitcoin:

„Was wir sehen, ist, dass Asien verkauft und dann von den USA zurückgekauft wird. Wir sehen, wie neues Geld zu Kryptofonds, zu Risikofonds und zu Hedgefonds fließt.“

Und in den USA sehen wir tatsächlich eine Krypto-freundliche Stimmung bei der Regulierung. Vor allem US-Senatorin Cynthia Lummis aus Wyoming zeigt sich gegenüber dem Krypto-Bereich aufgeschlossen. Auf Twitter zeigte sich Lummis zeitweise mit dem Laseraugen-Trend – #LaserRayUntil100K. Wyoming und andere Regionen in den USA könnten nun, da andere Länder sich gegen eine Krypto-freundliche Regulierung entscheiden, einen großen Vorteil durch die Integration der innovativen Finanztechnologie sichern.

Senator Chris Rothfuss, Co-Vorsitzender des staatlichen Ausschusses für Blockchain und Finanztechnologie, erklärte gegenüber The Independent über Krypto:

„Als wir uns das ansahen, stellten wir fest, dass wir nur schreckliche Gesetze hatten, wenn es um Kryptowährung, digitale Vermögenswerte und alles in diesem Bereich ging.“

David Kinitsky, CEO der Kraken Bank, gegenüber The Independent:

„Wyoming ist führend bei der zukunftsweisenden Regulierung von Finanzdienstleistungen und teilt viele der gleichen Werte wie die Krypto-Community in Bezug auf individuelle Freiheit und Freiheit.“

Möglicherweise sehen wir hier einen US-Bundesstaat zu einem der wichtigsten Krypto-Hubs werden.

Wyckoff Modell: Bitcoin to the moon – aber wann?

Wie auch das Stock-to-Flow Modell von PlanB, zeigt das Wyckoff Accumulation Model den möglichen weiteren Kursverlauf von Bitcoin auf. Auf der Grundlage des Wyckoff Modells soll es mit Bitcoins Dornröschenschlaf aber bald vorbei sein, und zwar sobald der Bitcoin Preis unter 29.000 US-Dollar gefallen ist.

Wie wir auf dem Chart von CoinMarketCap sehen können, ist dies am 22. Juni 2021 bereits passiert. Entsprechend könnten wir uns nach dem Wyckoff Modell bereits in einem neuen Aufwärtstrend befinden.

Bis dahin muss der Bitcoin Preis aber noch eine kleine Hürde meistern: Das Unlocking des Bitcoin Investmentfonds von Grayscale Investments. Denn in wenigen Tagen gibt das Unternehmen eine nicht unerhebliche Menge BTC zum Verkauf frei – wer sichert sich diese Coins und was passiert mit dem Bitcoin Preis?

Oder wie der Krypto-Analyst Willy Woo es ausdrückt:

Die aktuelle Situation ist für einen Bitcoin-Bullenmarkt insofern einzigartig, da die normale Dynamik umgedreht wurde. Die neuen Teilnehmer, die zum Verkauf wechselten, waren gut finanzierte spekulative Wale, während die Käufer, die diese Münzen absorbiert haben, langfristig weniger kapitalisierte Inhaber waren.

Wir sind alle bullisch, oder?

Bitcoin ist in den letzten Jahren bei einigen Wall Street-Größen nicht zwangsläufig gut weggekommen. Doch in den letzten Monaten hat sich das mit der steigenden Adaption geändert. Ob Bitcoin nun besser verstanden oder der Eigenvorteil gegenüber dem Ignoranz-Nachteil abgewägt wurde, bleibt offen.

Nun hat eine Umfrage von CNBC ergeben, dass ein Großteil der Fondsmanager und Vermögensverwalter von einer längerfristigen Seitwärtsbewegung beim Bitcoin Preis ausgehen:

  • 44 Prozent sehen den Bitcoin Preis bis Ende des Jahres unter 30.000 US-Dollar
  • 25 Prozent vermuten, dass der Bitcoin Preis bis auf 45.000 US-Dollar steigen wird
  • Und weitere 25 Prozent rechnen mit einem BTC Preis von 55.000 US-Dollar
  • Ganze 6 Prozent halten einen Bitcoin Pries von 60.000 US-Dollar für möglich

Fraglich ist nun, wer genau befragt wurde – schließlich sind Umfragen nur so nützlich, wie sie qualitativ hochwertig sind.

 

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Warum der China-Ban gut für Bitcoin ist & Mexikos Bitcoin Zukunft

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#ZeroFuchsGiven ist das Format, in dem Fuchs Inc. Begründer Marc Fuchs regelmäßig auf aktuelle Themen eingeht und die Fragen der Fuchs Inc. Community beantwortet. Die Fragen können einfach per E-Mail oder Telegram gesendet werden, die Links dafür stehen unter dem Beitrag.

Chinas Bitcoin-Verbote sorgen für mehr Dezentralität im Space und einer der reichsten Menschen Mexikos setzt sich für Bitcoin-freundliche Banken ein. Gleichzeitig verteilt El Salvador 30 US-Dollar in Bitcoin an die Bürger… aber nichts ist umsonst, oder?

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China: Das wievielte Bitcoin-Verbot?

Was genau passiert gerade in China und welche Auswirkungen hat das auf Bitcoin?

„Die Nachricht, dass China Bitcoin verbietet, ist mittlerweile fast so alt wie Bitcoin selbst. Insbesondere die China-verbietet-Bitcoin Story wurde in der Vergangenheit immer wieder gerne als FUD (fear, uncertainty, doubt) verwendet, um aktiv Einfluss auf den Bitcoin Preis zu nehmen. Oft war an diesen Meldungen nicht viel dran, dieses Mal sehen wir allerdings eine Veränderung.“

Marc erklärt, dass China diesmal konkret gegen Bitcoin vorgeht, und zwar durch ein Bitcoin-Mining Verbot mit großen Auswirkungen. Schließlich sitzt (oder saß?) ein Großteil der Bitcoin-Miner in China.

„Schauen wir uns die Fakten an, sehen wir, dass dies die Hashrate von Bitcoin deutlich reduziert hat und wahrscheinlich recht starke Auswirkungen auf den Preis hatte und noch immer hat. An dieser Stelle möchte ich allerdings etwas Entwarnung geben, denn grundsätzlich haben wir es hier mit einer guten Entwicklung zu tun. Einerseits sind diese ursprünglich in China ansässig gewesenen Miner nun auf dem Weg nach z.B. Kasachstan oder in die USA, sie verteilen sich also global und verteilen somit auch das Netzwerk.“

„Auf der anderen Seite steht Bitcoin, insbesondere von uninformierten Gegnern, immer wieder aufgrund des Energieverbrauchs und der Umweltschädlichkeit in der Kritik. Oft wurde dabei auch Kohlenutzung für das Mining in China genannt. Auch wenn dies Aussage vereinfacht und teils einfach falsch ist, kann sie nicht mehr aufkommen, wenn die Miner weg sind.“

Nun bleibt abzuwarten, welche Regionen für die Bitcoin Miner besonders interessant werden. Schließlich entwickeln sich grade einige Regionen zu wahren Bitcoin-Hubs.

Mexiko: Liberaler Bitcoin-Hub?

Mexiko goes Bitcoin? Der drittreichste Mann des Landes, Ricardo Salinas Pliego, hat sich klar für Bitcoin ausgesprochen. Und das ist nicht einmal unwichtig. Denn Pliego ist Großunternehmer und unterhält die Grupo Salinas. Die wiederum ist ein Unternehmenskonglomerat aus dem Fernseh- und Radionetzwerk TV Azteca, den Unterhaltungselektronik-Einzelhändler Grupo Elektra, den Fußballverein Mazatlan F.C. und die große lokale Bank Banco Azteca umfasst. Gleichzeitig soll Pliego im Jahr 2020 rund 10 Prozent seiner liquiden Mittel in Bitcoin transferiert haben.

„Immer wenn ein Milliardär sich für Bitcoin ausspricht, ist das natürlich erstmal positiv für die Entwicklung von Bitcoin. Normalerweise wäre ich zwar vorsichtig, wenn ein Super-Reicher mich von etwas überzeugen will, denn diese Personen sind nicht ohne Grund super reich (arm und reich entstehen nur durch ihre Verhältnismäßigkeit wobei der Reichtum eines Einzelnen in der Regel aus der Armut vieler entsteht). Bei Bitcoin ist das allerdings etwas anders zu bewerten, denn Bitcoin hilft Reichen nicht weiter.“

Marc erklärt, dass Pliegos Schritte dem Umverteilungsprozess, den wir bei Fiatwährungen sehen, entgegenwirkt.

„Und wenn der drittreichste Mensch in Mexiko und Inhaber einer der größten Banken Mexikos verkündet, er hält 10% seines Vermögens in Bitcoin und würde sich für Bitcoin entscheiden, wenn er nur ein Investment über die nächsten 30 Jahre besitzen könnte, dann ist das ein Statement. Wir dürfen gespannt sein, welche nächsten Schritte von ihm und seiner Bank ausgehen. Generell ist es derzeit sehr spannend zu beobachten, wie insbesondere Süd- und Zentralamerika immer mehr in Richtung Bitcoin driften. El Salvador dürfte hier den ersten Dominostein umgeschmissen haben, der zu einer Kettenreaktion der Adaption – sowohl Nationen als auch Institutionen – führen dürfte.“

30 US-Dollar in BTC für jeden El Salvadorianer: Nichts ist umsonst

El Salvador hat nicht nur Bitcoin zum offiziellen Zahlungsmittel gemacht, sondern möchte auch noch im Bitcoin Mining mit grüner Vulkanenergie voll durchsteigen. Jetzt hat Nayib Bukele, Präsident von El Salvador, jedem Einwohner 30 US-Dollar in BTC zugesichert. Marc, was ist deine Einschätzung dazu?

„Nichts ist umsonst – An diesem Spruch ist sicher etwas dran. Um dem Vorgehen von „Free Bitcoin“ in El Salvador auch kritisch entgegenzublicken, können wir vor allem nach dem „Warum?“ fragen.“

„Also warum sollte El Salvador als Nation jedem Bürger 30 US-Dollar in Bitcoin schenken? Meiner Meinung nach hat El Salvador einen großen und mutigen Schritt gemacht, der aber von vielen Teilen der Bevölkerung nicht unbedingt verstanden wird. Jeder, der in seiner Bitcoin Bubble lebt, ist sich sofort bewusst, dass dieser Schritt fast nur Vorteile mit sich bringen wird. Wer allerdings mit diesem Thema das erste Mal in Berührung kommt, könnte zunächst verängstigt sein und das alles nicht verstehen. Wenn El Salvador langfristig Erfolg mit diesem Vorgehen haben will, muss es zwangsläufig die Bevölkerung überzeugen. Denn die Attacken gegen das Land laufen bereits und mangelnde Unterstützung der Bevölkerung könnte on top dazu dafür sorgen, dass die Entwicklung scheitert. Um den Menschen die Vorteile nun deutlich zu machen, ist es durchaus ein sinnvoller Schritt, den Einstieg in den Umgang zu erleichtern. Und wenn man 30 US-Dollar geschenkt bekommt, ist es nicht schlimm, wenn man diese verliert. Man kann sorgenlos ausprobieren und sich selbst von den Vorteilen überzeugen lassen. Meiner Meinung nach ist das ein gutes und sinnvolles Vorgehen.“

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