Seite wählen
Ist Bitcoin doch kein Schutz gegen Inflation?

Ist Bitcoin doch kein Schutz gegen Inflation?

Generell gilt Bitcoin bei Enthusiaten als ideale Absicherung gegen die Inflation. Unter anderem nennen wir Bitcoin deswegen auch digitales Gold. Doch (mindestens) eine Person sieht in Bitcoin kein Save Heaven Asset…

Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen!


Bitcoin, einfach zu ungetestet

Noelle Acheson, Leiterin der Abteilung für Markteinblicke bei Genesis Trading, erklärt, dass Bitcoin kein besonders gutes Asset zur Inflationsabsicherung ist.

Die Leiterin der Abteilung Markteinblicke erläuterte:

„Der Markt kämpft damit, zu begreifen, was Bitcoin ist, und viele gehen davon aus, dass es eine Absicherung gegen die Inflation ist, weil man ihnen das gesagt hat.“

Diese Aussage dürfte bei einigen Bitcoin-Investoren Fragezeichen auf die Gesichter zaubern.

Marc Fuchs erklärt, warum Bitcoin eigentlich ein ganz gutes Asset gegen die Inflation ist:

„Mit zunehmender Inflation steigt auch der Druck auf die Bevölkerung. Das Leben wird immer schwerer zu finanzieren und die Sorgen verstärken sich von Tag zu Tag. In solch einem Fall drängt die Inflation jeden dazu, sich nach Alternativen umzusehen, die erstens Wert erhalten (Hauptkriterium dafür ist Begrenztheit) und zweitens liquide sind. Und dafür gibt es kein besseres Asset als Bitcoin. Wer das noch nicht verstanden hat, wird es, sobald der Druck nicht mehr tragbar ist – allerdings bei einem deutlich höheren Bitcoin Preis.“

Aber was genau stört Acheson so sehr an der ältesten Kryptowährung?

Für Acheson fehlt es an Erfahrungswerten mit Bitcoin. Schließlich sei der inflationäre Vermögenswert als solches noch nicht ausreichend getestet worden. Gold hingegen schwirrt schon seit geraumer Zeit in unserer Finanzblase, sodass – zumindest für Acheson – die Erfahrung hier für sich spricht.


Bitcoin in 12 Stunden verstehen

Der Bitcoin Shortcut ist speziell dafür entwickelt, dir Bitcoin in Null Komma Nix zu erklären. Er ist so aufgebaut, dass du ohne jegliches Vorwissen Bitcoins Vorteile im Handumdrehen verstehst.

Du willst Bitcoin Experte werden?


Mit Taproot kommt noch mehr Privacy mit ins Spiel

Legen wir das Argument der Existenzdauer beiseite und sehen uns einen wichtigen Faktor an: Privatsphäre. Privatsphäre im Bereich der Finanzen ist absolute Mangelware. Klar, es gibt Bargeld, aber auch dies ist zumeist an den Finanzkreislauf angeschlossen und bietet somit auch nur begrenzte Privatsphäre.

Ein guter Inflationsschutz, der zusätzlich noch Privatsphäre bietet, ist Gold sicherlich nicht. Denn in den meisten Ländern ist der Kauf von Gold eben kein anonymer Vorgang. Wenn es also zusätzlich darum geht, sich bestmöglich vor Inflation abzusichern – und das auch noch auf anonyme Art und Weise – dann haben Bitcoiner Glück. Denn mit dem jüngsten Taproot Upgrade kommt flächendeckende Privatsphäre ins Bitcoin-Netzwerk.

Das erste Bitcoin-Upgrade seit vier Jahren – das Taproot-Update – ging am Sonntag mit Block 709.632 live. Das neue Upgrade bietet mehr Skalierbarkeit, Datenschutz und Effizienz. Mit Taproot kommt die neue Skriptsprache Tapscript ins Spiel, plus kombiniert Taproot das Schnorr-Signaturschema mit MAST (Merklized Alternative Script Tree).

Und ganz nach dem Motto „we can code faster than they regulate”, könnte sich Bitcoin in der Zukunft bei einigen Kritikern doch noch als inflationssicheres Asset präsentieren.


Du hast Fragen ans Fuchs Inc.-Team?

Dann schreib uns eine Mail an fragen@fuchs-inc.de oder per Twitter an @TheRealAlexKo


#VoicesOfPlebs: Bitcoin ist der Big Bang – ExplorerDavid

#VoicesOfPlebs: Bitcoin ist der Big Bang – ExplorerDavid

ExplorerDavid/Call of Crypto (CoC) ist ein Crypto-Monk und sein eigener Expeditionsleiter, wenn’s mal wieder ein kryptisches Rabbit Hole zu erforschen gibt. Zusammen mit dem Fuchs Inc. Team hat CoC sein Werdegang sowie viele Expeditionen und Erfahrungen in einer lockeren Hang Out Runde geteilt.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen!


„Ich habe aber nichts verstanden. Gar nichts.“

Ok, lieber David, wie bist du den in den Krypto-Bereich eingestiegen?

„Ja, wie bin ich dazu gekommen? Ich habe ein Studium in Management und Ökonomie gemacht, sowie einen handwerklichen Beruf gelernt. Eigentlich wollte ich Ingenieur werden, das hat dann nicht wirklich geklappt. Ich war immer schon so ein Typ, der sich mit dem Status Quo nicht zufriedengeben konnte. Also das Thema Innovation war immer in meinem Kopf, in meiner DNA. Wenn ich irgendwas in Excel eingegeben habe, habe ich gedacht, das muss man automatisieren können. Das ist totaler Schrott, was wir hier machen.“

Also hat sich David der Digitalisierung gewidmet und ist dabei im Jahr 2013/2014 auf Bitcoin gestoßen.

„Zu dem Zeitpunkt war es aber so, du machst ein Studium, gibst die Kohle für dein Studium aus, musst ein Auto bezahlen, Miete. Und man muss noch dazu sagen, ich komme aus der klassischen Arbeiterfamilie. Da war so dieser Grundgedanke, du musst was in die Lebensversicherung packen oder in deinen Fond oder irgendwas anderes, damit du überhaupt ein bisschen was sparst und dann irgendwann, wenn du 60 bist, mal eine kleine Summe bekommst.“

Bitcoins Idee fand David aber super und er begann das Whitepaper zu studieren.

„Ich habe aber nichts verstanden. Gar nichts.“

Zwei Jahre später stieß David dann wieder auf Bitcoin und diesmal beschäftige er sich tiefergehend mit der Technologie dahinter. Und investieren wollte David auch:

„Eigentlich war ich so weit, bin aber dann daran gescheitert, dass ich gedacht habe, nee komm, jetzt hast du da ein bisschen was zusammengespart, mach das nicht. Das ist zu unsicher. Du musst den Schlüssel aufschreiben, David, du bist ein Schlunz.“


„Wieder zurück zu Bitcoin. Deep Dive diesmal.“

Mit dem Studienabschluss im Jahr 2015 kam dann die Zeit, in der sich David wirklich mit Bitcoin auseinandersetzte:

„Wieder zurück zu Bitcoin. Deep Dive diesmal.“

Auf Twitter entdeckte David dann den Bitcoin-Space:

„Ich kam gar nicht mehr klar mit den ganzen Kürzeln. Bin dann aber immer tiefer reingegangen und habe dann verstanden: boah, Bitcoin, wenn das funktioniert und wenn da so eine gewisse Schwelle übertroffen wird und dann nicht mehr so die schlechte Publicity da ist und dass dann viele seriöse Anbieter auf diesen Zug aufspringen, hey, dann könnte das was werden. Ich habe dann damals schon mit Freunden darüber gesprochen. Keiner hat mich verstanden.“

Außer ein Arbeitskollege, mit dem David dann über Bitcoin sprechen konnte. Aber informierte Ansprechpartner zu finden, war weiterhin schwierig. Nach den ersten Investitionsversuchen, die David auf den ersten Emotional-Rollercoaster führten, begann er die Marktzyklen aus der Sicht eines Ökonoms zu bewerten und weitere Coins für sich zu entdecken:

„Ich habe mich nach und nach überall reingegraben, viele Scams und Shitcoins entdeckt. Wie ein Goldjäger, packst du deine Sachen und sagst, alles klar, ich gehe jetzt noch tiefer rein. Bis 2019 war ich dann gut investiert.“


Aus Konsument wird Vermittler

Und auch wenn Bitcoin der heilige Gral ist, führte der jahrelange Prozess David tiefer in den Krypto-Space, wo er auf viele interessante Projekte stieß.

„Es war schwierig für mich, Leute zu finden, die einen nicht verarschen, auf Deutsch gesagt. Weil, du hast so ein paar Leute angeschrieben: kannst du mir ein bisschen helfen? Und du hast dann sofort gemerkt, der will irgendwie dann hintenrum an deine Wallets oder schreibt dir da einfach Müll auf oder, was dann zu dem Zeitpunkt für mich auch noch nicht so klar war, dass bei Twitter so viele Fake Accounts unterwegs waren.“

Und dann beschloss David, selbst auf Twitter aktiv zu werden und andere Menschen über den Krypto-Space aufzuklären.

„Aber mir ging es schon darum, eigentlich ein bisschen aufzuklären. Und da wollte ich niemanden haben, der maximalistisch ist. Auch diese Erfahrung musste ich machen. Darf man sein. Ich bin auch offen und möchte auch argumentieren. Und Bitcoin ist für mich mehr als Gold, Bitcoin ist für mich einfach die Disruption fürs Finanzsystem. Das ist der Big Bang, um das zentrale Finanzsystem einfach auf den Kopf zu stellen. Ich denke dieses System funktioniert nur, wenn ganz, ganz viele mitmachen.“



Bitcoin in 12 Stunden verstehen

Der Bitcoin Shortcut ist speziell dafür entwickelt, dir Bitcoin in Null Komma Nix zu erklären. Er ist so aufgebaut, dass du ohne jegliches Vorwissen Bitcoins Vorteile im Handumdrehen verstehst.

Du willst Bitcoin Experte werden?



„Was ist denn Inflation?“

Fragwürdig für David ist der Einstieg der Wall Street und Banken in den Space:

„Es ist einfach nichts anderes als, dass einer mit viel Macht den Markt manipuliert. Ich glaube einfach der wichtige Punkt bei Bitcoin und bei der Blockchain und bei der Dezentralität ist: Eine Bank sagt jemandem nicht, ob er diese Transaktion durchführen darf oder nicht. Dem Bitcoin Netzwerk ist es vollkommen egal, ob du im Iran sitzt, ob du auf Mallorca oder sonst wo bist. Mich interessiert deine Identität einfach nicht und ich will es auch gar nicht wissen und du darfst von A nach B ein Asset verschieben. Und ich glaube, wir Europäer sind da sehr, sehr satt geworden in Sachen hey ja, ich kriege meinen Lohn, alles supi. Ja okay, Inflation. Was ist denn Inflation? Viele sind gar nicht darüber aufgeklärt, was das bedeutet. Jeder der Ökonomie studiert hat, weiß, oh, das gibt es ja dieses magische Dreieck und das muss alles in einem gewissen Muster stehen und dann ist eine Inflation von 2% doch vollkommen normal.“

Wie das traditionelle Finanzsystem funktioniert, spürte David dann in Bezug auf seine wertfreie Azubi-Lebensversicherung:

„Nachdem ich dieses Schreiben 2019 bekommen hatte, habe ich gesagt wir gehen all in. Mir ist das vollkommen egal. Wirklich, ich habe mich von Aktienmarkt komplett verabschiedet. Ich benutzte Krypto für Payments, ich benutzt Krypto zum Investieren. Ich benutze Krypto für Giveaways. Ich benutze Krypto für NFTs, für Collections, für Abstimmungen. Also ich würde sagen, ich bin eher ein Anwender, immer noch ein Ökonom und vielleicht eher ein Stratege in der Sache.“


Stay tuned – wir haben noch mehr von ExplorerDavid zu berichten! Teil II des Interviews folgt in einigen Tagen!



Du hast Fragen ans Fuchs Inc.-Team?

Dann schreib uns eine Mail an fragen@fuchs-inc.de oder per Twitter an @TheRealAlexKo


Inflation und ihre vermeintlichen Kennzahlen: Was du darüber wissen musst

Inflation und ihre vermeintlichen Kennzahlen: Was du darüber wissen musst

Durch die zunehmende Thematisierung der Inflation in den Medien erhalten wir häufiger zahlreiche Fragen, was es mit den ganzen Inflations-Kennzahlen auf sich hat und wie diese im Zusammenhang stehen.

Und wir geben zu: CPI, Geldmenge, Asset Price Inflation, M0, M1, M2, M3 und Co. können durchaus verwirrend sein! In diesem Artikel räumen wir etwas auf und erklären dir, worauf es im Kern ankommt.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen!


Politiks‘ Liebling: Der Verbraucherpreisindex

Der Verbraucherpreisindex (englisch: Consumer Price Index bzw. CPI) ist allgemein auch unter dem Warenkorb bekannt, der dafür verwendet wird, die Preisentwicklung eines Querschnitts an Gütern zu messen. Der Warenkorb umfasst laut Aussage des Statistischen Bundesamtes rund 650 Güter & Dienstleistungen, wobei über 300.000 Einzelpreise im monatlichen Intervall erhoben werden. Durch dieses Vorgehen soll die Inflation über Preisveränderungen abgebildet werden, die vorrangig den Verbraucher treffen und wird als offizielles Inflationsmessgerät verwendet. Doch jeder, der sich etwas ausgiebiger mit dem Thema Inflation auseinandersetzt, weiß, dass dieses Werkzeug ziemlich ungeeignet ist:

  • Inflation ist erstens nicht gleich Preissteigerung ist (Sie ist Entwertung der Währung, also Kaufkraftverlust – In unserer School findest du die Details).
  • Und zweitens die Historie des Warenkorbes zeigt, dass je nach Gusto immer mal was zum Warenkorb hinzugefügt oder entfernt wird – er ist also leicht in die gewünschte Richtung manipulierbar.

Worüber man öffentlich nicht so gerne spricht: Geldmengenwachstum

Ein verlässlicherer Indikator bei der Bewertung der Inflation ist das Geldmengenwachstum. Wie zuvor erwähnt und in unserer Krypto und Wirtschaftsschule ausgiebig erklärt, bedeutet Inflation Verlust von Kaufkraft, wobei es grundlegend zwei Treiber gibt.

  • Erstens die Geldmenge
  • und zweitens die Wirtschaftsleistung, also die Produktion von Gütern und das Angebot von Dienstleistungen

Solange das Geldmengenwachstum und die Steigerung der Wirtschaftsleistung im Gleichschritt vorangehen, bleibt die Kaufkraft gleich. Dass selbst dieses Szenario nicht wünschenswert ist und die positive Entwicklung durch technischen Fortschritt zunichtemacht, steht dabei auf einem anderen Blatt Papier. Um Inflation nun etwas realistischer einschätzen zu können, können wir das Geldmengenwachstum beobachten. Nur so schnell, wie dieses momentan wächst, benötigt man dafür schon eine Hochgeschwindigkeitskamera.


Die Katze beißt sich in den Schwanz

Versucht man nun, das Geldmengenwachstum in Relation zum Wirtschaftswachstum (BIP) zu setzen, sollte man ein realistisches Abbild der Inflation bekommen, oder? ODER? Ganz so einfach ist es leider nicht, denn das BIP ist in der Regel „inflationsbereinigt“, wobei die lächerlich fehlerhafte Inflationsindikation des Warenkorbes verwendet wird. Und das nicht bereinigte BIP hilft uns auch nicht weiter, denn Inflation drückt sich nun mal in Preissteigerungen aus, die automatisch im BIP abgebildet sind und somit nicht einzeln herausgefiltert werden.

Lustige Auffälligkeit dabei: Wenn wir nun insbesondere durch das Geldmengenwachstum wissen, dass die Inflation deutlich höher, als die vom Warenkorb indiziert ist, wie „groß“ ist dann das tatsächliche inflationsbereinigte Wirtschaftswachstum? Wahrscheinlich negativ.


Velozität: Die Geschwindigkeit des Ausgebens

Viele detaillierte Betrachtungen der Inflation beinhalten das Einbeziehen der Velozität, also einem Parameter, der angibt, wie lange Währung gehalten wird. Denn je schneller sie sich bewegt, desto höher die Inflation. Für Zentralbanken beispielsweise ist diese Kennzahl wichtig, denn sie benötigen sie für die bestmögliche Manipulierung des Geldmarktes. Für den Verbraucher ändert sich hingegen nicht viel, denn egal, ob das Geld gerade ausgegeben wird oder nicht: Es wurde erschaffen und trägt seinen Teil zur Entwertung bei. Ich persönlich konzentriere mich generell lieber auf das Fundament, also die Betrachtung des Elementaren. Und das ist das Geldmengenwachstum.


M0, M1, M2, Mn…

Es könnte so einfach sein, die Menge an Geld bzw. Währung richtig zu bestimmen (Nur einer der Vorteile von Bitcoin), doch unser künstlich verkompliziertes Schuldgeldsystem versucht indes, die Zusammenhänge so komplex wie nur möglich auszugestalten.

  • Es werden verschiedene Geldmengen betrachtet, wobei die Basis die bei der Zentralbank hinterlegten Reserven der Banken + das im Umlauf befindliche Bargeld als M0 bilden.
  • M1 beschreibt dann die Summe aus den Kontoguthaben aller Bürger und dem Bargeld.
  • M2 erweitert M1 dann noch um die sogenannten kurzfristigen Termin- und Spareinlagen, also Geld, dass für nicht länger als 2 Jahre gebunden ist.
  • M3 erweitert dann wiederum M2 um Teile des Geldmarktes, wie z.B. Geldmarktfonds, Geldmarktpapiere und Repoverbindlichkeiten.

Spätestens ab M3 wird das Ganze dann recht undurchsichtig für den Verbraucher und es bleibt in aller Regel ein Konstrukt, das sich viele nicht einmal anschauen wollen. Perfekt aufgesetzt also, um die Inflation so gut wie möglich unsichtbar zu lassen. Interessant hierzu:

M2 stieg von Ende 2019 bis Ende 2020 um 10% an, M3 im gleichen Zeitraum sogar um 12%. Wie war das noch mit den ca. 2% offizieller Inflation pro Jahr?


Der Blick aufs Wesentliche

Man muss kein promovierter Ökonom sein und auch nicht jedes kleinste Detail verstehen. Sobald man jedoch einen Überblick darüber hat,

  • A) was Inflation wirklich ist
  • B) dass unzulängliche Indikationen verwendet werden und
  • C) wie das Schuldgeldsystem mittels Zentral- und Geschäftsbanken (In unserer School kostenlos erklärt) funktioniert, wird schnell klar, dass etwas nicht stimmt.

Dabei ist es auch nicht wichtig, die genaue Höhe der Inflation zu bestimmen. Wichtig ist, zu erkennen, dass sie nicht bei 2% o.ä. liegt. Sie ist deutlich höher und schreitet unaufhaltsam voran.


Asste Price Inflation

Der fortgeschrittene Blick führt einen früher oder später zur Thematik der Asset Price Inflation (deutsch: Inflation der Wertanlagen). Ein Blick auf die Preise von Aktien und Immobilien zeigt klar, dass besonders nach der letzten Finanzkrise 08/09 die Preise enorm und kontinuierlich in die Höhe gestiegen sind. Doch sind alle Unternehmen auf einmal wirtschaftlich besser geworden? Haben sich Immobilien äußerst stark verbessert und werden durch den Markt höher bepreist? Oder liegt es vielleicht daran, dass sich die Währungen fortlaufend entwerten und man deswegen höhere Preise für u.a. Aktien und Immobilien zahlen muss?

Diese Frage ist rhetorisch und stößt eher den Denkprozess an, dass die Asset Price Inflation die treibende Ursache der Preisanstiege sind und nicht der Zuwachs an Wert bzw. Kaufkraft. Eine einfache Grafik zeigt den Zusammenhang aus Geldmenge und Aktienentwicklung unbestreitbar auf:

Quelle

Was kommt da auf uns zu?

Die Betrachtung der Korrelation von Geldmenge und Aktienpreisen zeigt uns, dass die nun sichtbar werdende Inflation nicht aus dem Nichts kommt. Sie hat sich sehr lange im Kapitalmarkt versteckt, was auch auf logischer Ebene komplett Sinn ergibt. Denn der Großteil des Geldes, das in den Kreislauf wandert, landet durch ständige Umverteilung in wohlhabenden Händen. Anders als die bürgerliche Mitte haben diese Akteure die Möglichkeit, viel zu investieren. Und sie tun das genau aus dem Grund, um sich vor der Inflation zu schützen und das Vermögen zu mehren. Manche Arbeiten für ihr Geld, andere legen es an.

Ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass Inflation sich langsam entwickelt, dann zunehmend Fahrt aufnimmt und später unaufhaltsam das Geldsystem zerstört. Falls du es noch nicht gemerkt hast: Das ist der Last Call! Wenn bereits die manipulierten Indikatoren für Verbraucher aufschreien, dann ist die Phase der langsamen Entwicklung vorüber. Wir sind schon im Bereich „Fahrt aufnehmen“ und wer keine Vorkehrungen trifft, wird auf der Strecke bleiben. Schau einfach mal nach Venezuela. In dem einst extrem reichen Land kämpfen bereits viele Menschen ums Überleben. Sehen wir die Inflation dann später global, was durch die Gleichschaltung der Zentralbanken zwangsläufig geschehen wird, gibt es kein Entrinnen mehr.

Und für mich ist Bitcoin die beste Wette, Profiteur dieser Umverteilung zu werden. Wenn du dir dessen noch nicht sicher bist, kannst du dich hier kostenlos für unsere Lounge anmelden und anfangen, dich selbst zu bilden. Du wirst es dir in Zukunft so oder so danken, dich selbst weitergebildet zu haben.



Du hast Fragen ans Fuchs Inc.-Team?

Dann schreib uns eine Mail an fragen@fuchs-inc.de oder per Twitter an @TheRealAlexKo


Pump up the FUD! China in Zukunft gegen Bitcoin?

Pump up the FUD! China in Zukunft gegen Bitcoin?

#ZeroFuchsGiven ist das Format, in dem Fuchs Inc. Begründer Marc Fuchs regelmäßig auf aktuelle Themen eingeht und die Fragen der Fuchs Inc. Community beantwortet. Die Fragen können einfach per E-Mail oder Telegram gesendet werden, die Links dafür stehen unter dem Beitrag.

In der heutigen Ausgabe geht es um Überwachungsstaaten, FUD und Inflation!

Wir wünschen viel Freude und interessante Einblicke beim Lesen!

China und die Bitcoin-Verbote

China glaubt scheinbar wirklich die Macht über die Menschen behalten zu können. Wie wahrscheinlich ist es, dass dieser Plan aufgeht und Menschen sich Bitcoin verbieten lassen?

Marc erklärt uns:

„Potenzielle Verbote von Bitcoin erleben immer wieder Aufschwung und insbesondere China ist diesbezüglich ganz vorne mit dabei. Jeder, der bereits etwas länger in der Bitcoin Thematik steckt weiß, dass besonders die Schlagzeilen über (mögliche) Verbote von Bitcoin oder Bitcoin Mining in China oft und gerne als FUD (Fear, uncertainty & doubt) verwendet werden und nicht selten somit auch als manipulatives Instrument dienen. Nachdem sich viele solcher Gerüchte als nichts als Schall und Rauch entpuppten, war der kürzlich propagierte Ban von Minern dann tatsächlich Realität und hatte auch reale Auswirkung auf die Preisentwicklung. Aufmerksame Investoren waren sich jedoch schnell bewusst, dass diese Entwicklung zwar durchaus schmerzhaft, dennoch äußert positiv war.“

Denn dieser Schachzug führte zu mehr Dezentralität und hin zu einer verstärkten Verwendung von „sauberer“ Energie. Nun jedoch zur eigentlichen Frage:

„Was China bzw. die Machthaber in China glauben, wird wohl niemand von uns sicher beantworten können. Dass Bitcoin für sie, ihren Überwachungsstaat und den digitalen Yuan jedoch eine immense Gefahr ist, ist hingegen offensichtlich. Allein dieser Grund sorgt dafür, dass ihnen Bitcoin ein Dorn im Auge ist und es zwangsläufig zu Bestrebungen kommen muss, diese Gefahr abzuwenden. Nun ist das mit Bitcoin jedoch nicht so einfach, denn niemand kann Bitcoin einfach verschwinden lassen.“

Und das Verbieten von Bitcoin Mining hat gezeigt, welche Auswirkungen solche Vorgehensweisen mit sich bringen:

„Riesige Miner haben das Land verlassen und lassen sich in konkurrierenden Nationen nieder. Jedes Verbot führt also dazu, dass man im Zweifel seine eigene geopolitische Stellung gefährdet oder untergräbt und es bleibt somit fraglich, wie sinnvoll diese Maßnahmen sind. Ich persönlich glaube, dass China bzw. dessen Machthaber sehr gut wissen, dass ihre Chancen gegen Bitcoin schlecht stehen. Dennoch haben sie kaum eine andere Wahl und werden sich für die für sie beste Option entscheiden. Aber nur, weil es die beste Option ist, ist diese noch lange nicht gut.“

Die Inflation holt uns ein

Die Inflation zeigt sich immer deutlicher, und zwar auch in Deutschland. Deutschlands PPI (Producer Prices) stiegen im Juni um 8,5 Prozent – ein Sprung, den wir seit den 1980ern nicht mehr gesehen haben, wie Holger Zschaepitz auf Twitter erklärt:

Marc erklärt uns, was diese Zahlen für den Ottonormalverbraucher bedeuten:

„Der Producer Price Index (deutsch: Erzeugerpreisindex) ist ein Indikator, der zum besseren Verständnis der Inflationsentwicklung verwendet werden kann. Anders als beim Consumer Price Index misst er die Veränderungen der Produktionskosten für den Erzeuger und kann somit als ein früherer Indikator als der Consumer Price Index betrachtet werden. Dies macht insofern Sinn, als die Weitergabe der Preissteigerung Zeit beansprucht und somit Auswirkungen von Inflation verspätet beim Konsumenten ankommen. Auf Normaldeutsch heißt die Betrachtung dieser Entwicklung, sofern man das gesamte Bild mit einbezieht, dass die Wirtschaft am Ar*** ist.“

Und auch wenn die offiziellen Inflationszahlen schon erschreckend sind, könnte die Realität noch schockierender sein:

„Wenn selbst die gut zu manipulierenden Inflationsindikatoren hohe Zahlen anzeigen, können wir uns sicher sein, dass die eigentliche Inflation deutlich höher liegt. Auch hier sollte man immer berücksichtigen, dass Inflation im Grunde keine Preissteigerung ist, sondern die Entwertung des Geldes. Und diese kann nicht durch das ausschließliche Beobachten von Güterpreisen realistisch abgebildet werden. Wirf mal einen Blick auf den Aktien- und Immobilienmarkt: Die Preisentwicklung der letzten Jahre ist enorm, kein Abbild einer steigenden Nachfrage und korreliert sehr stark mit der Erweiterung der Geldmenge aka Gelddrucken. Wir bei Fuchs Inc., genau wie viele andere, warnen bereits seit sehr langer Zeit, dass die Inflation uns überrollen wird.“

Und im Gegensatz zur allgemeinen Annahme: Die Inflation ist bereits seit vielen Jahren da, sie nimmt nur grade extreme Formen an.

„Sie konnte sich vor den Augen des Otto-Normal-Verbrauchers bisher gut im Kapitalmarkt und leicht manipulierbaren Indikatoren verstecken, doch wir sind mittlerweile an einem Punkt angelangt, wo selbst das nicht mehr gut funktioniert. Der Elefant im Raum kann nicht weiter versteckt werden, wird vielen jedoch leider zu spät wirklich auffallen. Die Folgen einer starken Inflation können dabei in vielen Geschichtsbüchern nachgelesen oder einfach durch das Beobachten von z.B. Venezuela evaluiert werden. Was langsam beginnt, entwickelt sich zu einem echten Ungeheuer und vernichtet Unmengen an Vermögen in sehr kurzer Zeit. Das geht mit der Zeit sogar so weit, dass selbst in Währung nominierte Anlagewerte wie insbesondere Aktien zwar auch im Preis steigen, jedoch selbst diese nicht mit der Inflation mithalten können.“

Vorsorge ist dabei sehr wichtig und wie das richtig funktioniert, wissen unsere Leser sehr gut.



Du hast Fragen ans Fuchs Inc.-Team?

Dann schreib uns eine Mail an fragen@fuchs-inc.de oder per Twitter an @TheRealAlexKo


Bitcoin dieses Jahr noch auf 450k? Die Inflation könnte es möglich machen

Bitcoin dieses Jahr noch auf 450k? Die Inflation könnte es möglich machen

Bitcoin dieses Jahr noch auf 450k? Die Inflation könnte es möglich machen.

Was war los im Krypto-Space in den letzten Tagen? Bitcoin rangiert immer noch in einer Seitwärtsbewegung zwischen 30.000 US-Dollar und 40.000 US-Dollar. Weiterhin können wir Inflationstendenzen beobachten und El Salvador arbeitet fleißig an der grünen Vulkanenergie für das Bitcoin Mining. Los geht’s!

Wir wünschen viel Freude und interessante Einblicke beim Lesen!

Bitcoin: Weihnachten wird spannend

Während der Bitcoin Preis Mitte Juni noch um die 40.000 US-Dollar Marke rangierte, sehen wir jetzt BTC Preise im Bereich von 30.000 US-Dollar. Doch ist das kein Grund zur Sorge, da wir uns höchstwahrscheinlich immer noch im Bullenmarkt befinden.

Laut dem Krypto-Analyst PlanB soll die Alpha-Kryptowährung im Worst-Case-Szenario im Dezember diesen Jahres noch auf ein neues Rekordhoch von 135.000 US-Dollar steigen. Noch erfreulicher sieht die Best-Case-Prognose aus: 450.000 US-Dollar Ende 2021. Laut dem Stock-to-Flow Model von PlanB dürfte es so oder so gegen Ende des Jahres noch einmal spannend werden.

In einem Tweet erklärte PlanB:

„Bitcoin liegt unter 34.000 US-Dollar, ausgelöst durch Elon Musks Energie-FUD und Chinas Durchgreifen im Mining. Es gibt auch einen grundlegenderen Grund dafür, dass wir im Juni und möglicherweise im Juli Schwäche sehen. Mein Worst-Case-Szenario für 2021 (Preis-/On-Chain-basiert): Aug>47K, Sep>43K, Okt>63K, Nov>98K, Dez>135K.“

Während El Salvador an der Vulkanenergie für das Grüne Bitcoin-Mining arbeitet, erklärt US-Senatorin Cynthia Lummis, dass sie den Bitcoin Dip gekauft hat. ChainBytes stellt in El Salvador fleißig Bitcoin Automaten auf und Nayib Bukele zeigt auf Twitter seine Vision zum Vulkan-Mining.

Nayib erklärte in einem Interview:

„Bitcoin sieht bulletproof aus. Es wird nicht nur für uns funktionieren, sondern für die Menschheit. Es ist ein Sprung nach vorn für die Menschheit.“

Big Brain Time: Inflationsgedanken

Die Inflation wird allmählich allgegenwärtig. Nicht nur preislich, sondern auch medial. Immer mehr Medien berichten über steigende Preise, immer mehr Menschen machen sich Gedanken über den Inflationsschutz.

Fuchs Inc.-Gründer Marc Fuchs erklärt zur Inflation:

„Entgegen der Meinung eines Großteils der Bevölkerung bezeichnet Inflation nicht das Steigen der Preise. Inflation bedeutet das Sinken der Kaufkraft von Währung, welche sich in steigenden Preisen ausdrückt, wobei dies asymmetrisch im Markt geschieht und Preise verschiedener Sektoren und Güter nicht im Gleichschritt steigen. Insbesondere dieser Umstand sorgt dafür, dass die Inflation lange unbemerkt wächst, bis sie schließlich die Überhand gewinnt und jeglichen Wert der Bevölkerung zerstört. Bitcoin schützt davor.“

Vor dem Bitcoin-Zeitalter galten die beiden Edelmetalle Silber und Gold als guter Schutz vor Inflation. Auch jetzt gibt es eine Tendenz zum Schutzinvestment in Edelmetalle. Doch blicken wir genauer hin, wird klar, dass diese Inflation anders als die vorherigen ist. Auf unserer Welt hat sich einiges verändert, die Karten werden neu gemischt und wir haben den technologisch besten Schutz vor Inflation vor rund 12 Jahren präsentiert bekommen: Bitcoin.

Investment-Experte Clem Chambers erklärt dazu:

„Die erste Anlaufstelle, um einen Zufluchtsort zu finden, war Bitcoin, nicht Gold, denn für die technikaffinen und versierten Menschen ist Bitcoin weitaus bequemer und flexibler als jede andere Alternative, um „Fiat“ in zu tauschen, wenn man es will und jetzt tun muss. Es macht auch viel mehr Spaß.“

Deutschland goes Blockchain

Deutschland hat sich bisher nicht zwangsläufig als Blockchain-dominiertes Land gezeigt. Allerdings integriert sich die Telekom mit ihrer Tochterfirma T-Systems MMS immer mehr im Blockchain-Bereich. Kürzlich gab die Deutsche Telekom bekannt, dass T-Systems MMS Validatoren auf dem öffentlichen Blockchain-Netzwerk von Celo betreibt. Ferner staket T-Systems MMS den nativen Celo Coin. In einer Pressemitteilung erklärt Dr. Andreas Dittrich, Leiter des Blockchain Solutions Center bei T-Systems MMS, dazu:

„Nach Chainlink und Flow ist Celo das dritte öffentliche Blockchain-Netzwerk, das wir aktiv mit Infrastruktur unterstützen. Die Vision von Celo, eine globale Zahlungslösung für mobile Nutzer zu schaffen, inspiriert uns und wir sind stolz darauf, Teil der Entwicklung dieser Vision zu sein. Öffentliche Blockchains sind die Zukunft der wertorientierten Zusammenarbeit. Unsere strategische Kooperation mit a16z und deren signifikante Investition in Celo unterstreicht unseren Anspruch, diese Zukunft aktiv zu gestalten.“

Blockchain und Sport gehören schon länger zusammen. Das beweist das französische Startup Sorare als neuer Lizenzpartner des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) einmal mehr. Die Kooperation zwischen Sorare und dem DFB beschert den Fußball-Fans digitale Sammelkarten der Spieler der Nationalmannschaft auf der Blockchain.

Nicolas Julia, CEO bei Sorare, erklärt:

„Die DFB-Auswahl zählt mit ihren drei EM- und vier WM-Titeln zu den erfolgreichsten Nationalmannschaften weltweit. Darüber hinaus ist Deutschland der Markt, in dem wir in den letzten drei Monaten am schnellsten gewachsen sind. Für Sorare und das gesamte NFT-Ökosystem ist es daher ein echter Meilenstein, gemeinsam mit dem DFB digitale Sammlerstücke auf den Markt zu bringen. Und das ist erst der Anfang: Wir gehen fest davon aus, dass es in den kommenden Wochen und Monaten noch viele weitere nationale Fußballverbände dem DFB gleichtun werden.“

Du hast Fragen ans Fuchs Inc.-Team?

Dann schreib uns eine Mail an fragen@fuchs-inc.de oder per Telegram an @TheRealAlexKo

Weitere Reports, Artikel & Analysen

Bloomberg prognostiziert 100k – UND: New York bald Bitcoin Hauptstadt?

Bloomberg prognostiziert 100k – UND: New York bald Bitcoin Hauptstadt?

New York wird zum Zentrum von Bitcoin und der New Yorker Bürgermeister erklärt zum Bitcoin Kursrutsch: „Manchmal ist die beste Zeit zu kaufen, wenn die Dinge fallen.“ Gleichzeitg gehen die Experten von Bloomberg davon aus, dass der Bitcoin Kurs in diesem Jahr ein neues Allzeithoch bei 100.000 US-Dollar anvisieren wird.

Das Ende von KYC und die Rolle von Noise – #ZeroFuchsGiven

Das Ende von KYC und die Rolle von Noise – #ZeroFuchsGiven

In dieser Ausgabe von #ZeroFuchsGiven beschäftigen wir uns mit der Frage, wie ein KYC (Know Your Customer)-freies Leben aussehen könnte und ob wir in naher Zukunft Bitcoin ohne die Preisgabe unserer Identität kaufen können. Außerdem geht es um die Frage, wie wir Bitcoin-Noise/FUD und wertvolle Bitcoin-Informationen voneinander untersscheiden lernen.

* Affiliate Link. Wenn du über diese Schaltfläche einen Kauf tätigst, erhalten wir eine Provision. Wenn du das nicht möchtest, kannst du den Link alternativ auch auf direkte Weise aufrufen.