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Bitcoin wird offizielles Zahlungsmittel in El Salvador & dadurch auch weltweit offizielles Geld?

Bitcoin wird offizielles Zahlungsmittel in El Salvador & dadurch auch weltweit offizielles Geld?

#ZeroFuchsGiven: Bitcoin wird offizielles Zahlungsmittel in El Salvador und somit auch weltweit offizielles Geld?

#ZeroFuchsGiven ist das Format, in dem Fuchs Inc. Begründer Marc Fuchs regelmäßig auf aktuelle Themen eingeht und die Fragen der Fuchs Inc. Community beantwortet. Die Fragen können einfach per E-Mail oder Telegram gesendet werden, die Links dafür stehen unter dem Beitrag.

In der heutigen Ausgabe geht es um den riesigen Schritt des kleinen El Salvadors, Bitcoin als offizielle Währung einzuführen und welche Folgen daraus entstehen.

Wir wünschen viel Freude und interessante Einblicke beim Lesen von #ZeroFuchsGiven!

Was bedeutet die Aussage vom Präsidenten von El Salvador, Nayib Bukele, dass Bitcoin als offizielle Währung eingesetzt werden soll?

Auch wenn El Salvador eine sehr kleine Nation ist, die gerade einmal über eine GDP von rund 27 Mrd. USD verfügt, sind diese Neuigkeiten dennoch enorm. Nachdem Nayib Bukele am zweiten Tag der Bitcoin Konferenz Bitcoin 2021 per Videobotschaft verkündet hatte, dass er Bitcoin in El Salvador zu „legal tender“ machen würden, also einer offiziell anerkannten Währung, ging dies zunächst wie eine Schockwelle durch die Bitcoin Community. Technisch gesehen muss diese Entscheidung noch durch das Parlament El Salvadors, es gilt jedoch als quasi sicher, dass dies auch geschieht.

Was ich und viele andere überzeugte Bitcoin bereits seit Jahren predigen, nämlich die Adaption Bitcoins durch Nationen, macht hier den ersten Schritt. Meiner Ansicht nach ist das der erste Nationen-Domino der dort fällt und andere, größere werden folgen.

Die Bitcoin Community hat die Entwicklung in El Salvador sehr gespannt aufgenommen und die weiteren Angebote des Landes dürften viele Investoren, Entrepreneure und Führungspersonen aus sowohl Bitcoin und auch andere Kryptowährungen anziehen. So wirbt El Salvador nun damit, dass Bitcoin keiner Kapitalertragssteuer unterliegt und Krypto-Entrepreneure sofort einen ständigen Wohnsitz erhalten.

Dabei hebt der Präsident auch hervor, dass es zahlreiche schöne Strandgrundstücke zu kaufen gibt, die keiner Grundstückssteuer unterliegen und verspricht Hilfe beim Erledigen bürokratischer Hürden. Klingt für meine Begriffe sehr verlockend, insbesondere wenn man sich die aktuelle Entwicklung in Deutschland und der EU generell ansieht. Ein Haus am Strand ohne unnötige Steuer, generell deutlich niedrigere Steuern, staatlicher Support für Bitcoin und das Anziehen der Krypto Community dürften aussagekräftige Argumente dafür sein, dass einige mittlerweile doch recht wohlhabende Krypto-Investoren diesen Schritt machen könnten.

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Was bedeutet die Adaption El Salvadors für die Bitcoin Adaption generell?

Nicht nur steigt durch diese Entscheidung die Sichtbarkeit Bitcoins stark an, auch rechtlich entstehen einige interessante Veränderungen. Wenn Bitcoin offizielle Währung in El Salvador wird, hätte dies nämlich auch Implikationen auf die regulatorische Behandlung Bitcoins.

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So würde dies dazu führen, dass Bitcoin für andere Staaten eine ausländische Währung ist und keine was-auch-immer-gerade-passt-Anlageklasse, was Auswirkungen auch sowohl Buchhaltung und auch Besteuerung hat. Hinzu kommt, dass es beispielsweise in den USA bisher nicht möglich war, dass einzelne Staaten Bitcoin als offizielle Währung anerkennen, da die Consitution das nicht ermöglicht. Wird Bitcoin jedoch anerkannte Währung eines anderen Landes, gäbe es dafür wohl eine Möglichkeit, wie z.B. Caitlin Long in dem sehr interessanten Thread darlegt.

Wir sehen hier also weitaus mehr als „nur“ eine Nation mit sehr kleinem GDP, die Bitcoin als Währung verwenden will – Wir sehen die potenzielle Öffnung der Tür, durch die Bitcoin einfallen und viele weitere Staaten einnehmen wird. Und wenn der Jeanny einmal aus der Flasche ist, wird er dort nicht wieder untergebracht werden können. Das Rennen der Nationen um den First Mover Vorteil ist eröffnet und andere Nationen sind nun in Zugzwang. El Salvador mag möglichweise aufgrund einiger länderspezifische Eigenschaften vielleicht erstmal nur einen kleineren Teil an gebildeten und wohlhabenden Ausländern anziehen, doch was passiert, wenn ein anderes, größeres Land diesen Schritt geht? Die führenden Nationen der Erde können das Abwandern von Kapital und Wirtschaftsleistung nur bis zu einem gewissen Grad riskieren – und ab einem bestimmten Punkt werden sie sich beugen müssen.

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Welches Land folgt?

Das ist natürlich für uns kaum präzise anzunehmen, da ja auch die Entscheidung El Salvadors außer Jack Maller wohl niemand wirklich auf dem Schirm hatte. Es gehen jedoch bereits die ersten Gerüchte um, dass Paraguay Bestrebungen zum Folgen des Vorgehens von El Salvador macht.

Ich persönlich denke, dass zunächst ein paar weitere vom USD gebeutelte Ländern folgen werden und größere Industrienationen diese Entwicklung seeehr genau beobachten werden. Wahrscheinlich laufen die Bestrebungen, diese Entwicklung zu stoppen, im Hintergrund bereits auf Hochtouren. Es wird jedoch nicht zu stoppen sein, es kann maximal verzögert werden. Und keiner will dabei der Letzte sein. Ich denke, dass in vielen Staaten die Köpfe der Regierungsoberhäupter gerade rauchen und jeder versuchen wird, taktisch das Beste aus dieser Entwicklung zu machen.

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In der heutigen Ausgabe geht es um die Frage, ob der aktuelle Bitcoin Bullrun schon zu Ende ist, warum das Bundesfinanzministerium bald einen Riegel vor die Krypto-Anonymität schieben will und wer oder was hinter dem letzten Bitcoin Crash stecken könnte…

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Wer oder was könnte hinter dem Bitcoin Crash stecken und was sind die Motive?

Das ist tatsächlich eine Frage, die ich sehr häufig höre. Nicht nur bei diesem, auch bei der Großzahl vergangener Einbrüche interessieren sich viele Investoren dafür, was der Grund für den jeweiligen Crash war. Meine Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen mir bei der Hinterfragung von Crashs und dem Umgang dabei zwei wichtige Aspekte: 

Viele Anleger sind auf der Suche nach DEM einen Grund, warum der Preis einbricht. In den vergangenen Monaten war aus der Sicht der Investoren oftmals Elon Musk der Schuldige, der angeblich mit einem Tweet den Bitcoin Preis halbieren konnte. Glaube ich, dass Elon Musk der Grund für den Crash ist? Nein, tue ich nicht. Er hat diese Entwicklung zwar potenziell getriggert, aber bei solch starken Bewegungen spielen viele weitere Faktoren eine große Rolle und in diesem Abschwung dürfen bei der Betrachtung auch die vielen gehebelten Positionen nicht außer Acht gelassen werden.

Im Grund genommen ist es nicht weiter wichtig, was Auf- oder Abschwünge auslöst. Der Mensch tendiert zwar dazu, für alles einen „Schuldigen“ bzw. einen Grund zu finden, dennoch ändert dies nichts an der Tatsache selbst. Wichtig für jeden Bitcoin Investor ist es meiner Ansicht nach, die Antwort auf die Frage „Warum Bitcoin“ zu finden. Denn diese gibt einem eine klare Sicht und lässt sogenannten Noise im Markt einfach nur Noise im Markt sein.

Das Bundesfinanzministerium möchte die Daten der Krypto-Halter ab 2023 wissen – wie gefährlich ist das für die Anonymität von Krypto-Nutzern tatsächlich?

Grundsätzlich ist es für jeden Vertreter von freien Märkten erstmal nicht wünschenswert, dass eine Institution des Staates damit beginnen möchte, Einblicke in jegliche Transaktionen zu erhalten. Denn diese Einsicht ermöglicht Eingriffe, Sanktionen, Besteuerungen, Verbote usw. – Alles Dinge, die Bitcoiner in der Regel ablehnen oder minimieren wollen.

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Dass dieses Bestreben irgendwann kommen wird, war jedoch nicht anders zu erwarten und wird letztlich wohl in einem Katz- und Maus-Spiel enden. Innerhalb der Bitcoin Community ist der Wunsch nach Souveränität und Privatsphäre mittlerweile so groß geworden, dass diese Ideale nicht einfach durch ein Bundesfinanzministerium gekippt werden können. Technisch werden sich Bitcoin und Co. sowie das angrenzende Ökosystem immer weiterentwickeln. Und jeder, der schon mal Bekanntschaft mit der Bearbeitungsgeschwindigkeit öffentlicher Einrichtungen gemacht hat, wird wissen, dass die Bitcoin-Entwicklung schneller gehen wird, als die Regulierung dieser.

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Was spricht dafür, dass der Bullmarket noch nicht vorbei ist?

Wirft man derzeit einen Blick auf das Fear & Greed Barometer, lässt sich bereits erahnen, dass diese Frage gerade ein heißes Thema ist und sich die Angst vor dem Ende des Bullenmarktes breit macht. Ich muss ehrlich sagen, dass ich diese Entwicklung allerdings mit Entspannung sehen kann.

Die aktuelle Korrektur hat zwar recht starke Ausmaße und hält länger als teils erwartet wird, dennoch spricht meiner Meinung nach vieles dafür, dass dies nur ein kleiner Boxenstopp ist.

Die fundamentalen Entwicklungen im Bitcoin Protokoll sowie das enorme Interesse institutioneller Investoren lässt bereits kaum andere Schlüsse zu. Was jedoch für mich und ich denke auch für alle Mitglieder der Fuchs Inc. Lounge noch eine Extraportion an Zuversicht gibt, sind unsere Vorhersagemodelle sowie unsere künstliche Investment Intelligenz. Ich verlasse mich gern auf diese beiden Indikatoren, da unser Microtrends Modell in der Vergangenheit unglaublich akkurate Vorhersagen getroffen hat und dabei (anders als z.B. beim Stock to Flow Modell) auch Bereiche anzeigen kann, in denen stärkere Korrekturen auftreten.

Gepaart mit der Investment Intelligenz, die selbstständig Kaufs- und Verkaufsentscheidungen trifft, hat man im Zweifel in weiteren Warnindikator, falls eine Verkaufsentscheidung getroffen wird. Betrachte ich also alle diese Faktoren zusammen, dürfte uns der Bullenmarkt noch nicht verlassen haben.

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