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Marktupdate 29. April 2021

Marktupdate 29. April 2021

Bitcoin: Verrückte Zeiten

Lieber Leser, liebe Leserin,

im heutigen Update werfen wir einen Blick auf die Miner und untersuchen, warum ein Großteil von ihnen jetzt hodlt. Außerdem beleuchten wir eine paradiesische Insel, auf der Bitcoin in einer Community bald zu einer der Leitwährungen werden soll. Achja, wir werfen auch einen Blick auf Tesla und Facebook. Los geht’s!

Wir wünschen viel Freude und interessante Einblicke beim Lesen unseres Marktupdates!

Miner halten an ihren BTC fest

Glassnode teilte zuletzt eine Grafik, in der wir sehen, dass die Bitcoin-Miner ihre BTC-Gewinne halten. Der Miners Net Position Change Index ist in der letzten Zeit auf Grün gestiegen, ein starker Indikator dafür, dass die Miner ihre Gewinne hodln. Die Grafik von Glassnode zeigt deutlich, dass Anfang Januar Miner noch Interesse am Verkauf von Bitcoin-Gewinnen hatten, diese Tendenz dann wenig später aber rapide abnahm. Möglicherweise haben hier einige Miner das ein oder andere Allzeithoch für den gewinnbringenden Transfer in Fiatwährungen genutzt. Das überwiegende Halten der Bitcoin-Gewinne in der Zeit danach und trotz neuen Rekordallzeithochs spricht aber dafür, dass die Miner überaus bullisch gestimmt sind.

Miner und Bitcoin-Gewinne: Quelle Glassnode

Gleichzeitig berichtet die Analyseplattform Sentiment:

„Die übergroßen #Bitcoin-Waladressen (mit 10.000 + BTC) werden immer reicher und häufen sich mit zunehmender Preisspanne, insbesondere nach dem #AllTimeHigh vor zwei Wochen. Insgesamt wurden diesen Adressen seit dem 5. April rund 90.000 USD BTC (4,92 Mrd. USD) hinzugefügt.“

Facebook steigt doch nicht in Bitcoin ein

In den letzten Tagen gab es in den Krypto-News immer wieder Gerüchte darüber, ob der Social Media-Gigant Facebook möglicherweise in die älteste Kryptowährung eingestiegen ist. Die Veröffentlichung der Quartalszahlen zeigte dann aber, dass das Zuckerberg´sche Unternehmen keinerlei Investment in Bitcoin getätigt hat. Ob die Gerüchte und die darauffolgende Enttäuschung den Bitcoin Preis kurzfristig ein wenig gepusht und gedrückt haben, ist durchaus möglich. Denn zum Zeitpunkt der ersten aufkommenden Gerüchte um ein Investment in Bitcoin durch Facebook stieg der Bitcoin Preis ein wenig an, während der BTC Preis nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen wieder leicht fiel.

Bitcoin Preis: CoinMarketCap

Tropisches Paradies wird zur „Bitcoin Zitadelle“

Auf der Insel Bequia, Grenadinen, tummeln sich für gewöhnlich vor allem Prominente. Und zu den Prominenten hat sich jetzt die bekannteste Kryptowährung gesellt. Denn die Insel plant Bitcoin als eine der Leitwährungen einzusetzen. Die One Bequia-Community, in der 39 Luxusvillen gebaut werden sollen, wird die erste ihrer Art in der Karibik sein, die Bitcoin als Zahlungsmittel für die Immobilien akzeptiert. Aber auch für den täglichen Bedarf und die Bezahlung in Cafés, Restaurants und Kinos soll die älteste Kryptowährung Anwendung finden.

Zum einen soll die Integration von Bitcoin der Bevölkerung der Insel zugutekommen, diese hat nämlich Schwierigkeiten Gelder zu senden und zu empfangen. Und zum anderen erklärt Storm Gonsalves, der Immobilienmogul hinter dem One Bequia-Projekt, gegenüber Euronews:

„Einwohner kleiner Inselstaaten finden es zunehmend schwieriger, international Geld zu senden und zu empfangen, da große internationale Banken „enteisen“. […] „Dies hat viele karibische Inselstaaten dazu gebracht, Blockchain und andere Kryptowährungen viel schneller als andere weiter entwickelte Länder einzuführen. Bermuda, Bahamas, Barbados und jetzt St. Vincent sind in dieser Hinsicht führend.“

Tesla testet den Markt

Zuletzt zog der Elektroautohersteller Tesla große Aufmerksamkeit auf sich, weil das Unternehmen unter der Leitung von CEO Elon Musk 1,5 Milliarden US-Dollar in BTC akkumulierte. Nun folgt auf das Rekordinvestment ein Abverkauf von 10 Prozent im ersten Quartal 2021. Tesla machte durch den Verkauf einen Gewinn von 101 Millionen US-Dollar. Somit stieg der Quartalsumsatz gegenüber dem Vorjahr um 74 Prozent. Viel interessanter ist aber die Tatsache, dass durch diesen Bitcoin-Verkauf bekannt wurde, dass Elon Musk selbst in Bitcoin engagiert ist.

“If you don’t believe it or don’t get it, I don’t have the time to try to convince you, sorry.”

Am 26. April 2011 schickte der Bitcoin-Entwickler Satoshi Nakamoto seine letzten E-Mails an andere Entwickler. Darin teilte er mit, dass er „zu anderen Projekten übergegangen“ sei. Seitdem haben wir zwar immer noch nicht zweifelsfrei herausfinden können, wer Satoshi Nakamoto wirklich ist, doch hat sich im Bitcoin-Universum einiges getan. Während vor einigen Jahren Webseiten Bitcoin „for free“ verteilten, sind heute einige der größten Unternehmen der Welt in den Bitcoin-Space eingestiegen.

Satoshi Nakamoto schrieb im Februar 2009 im P2P Foundation Forum:

„Das Hauptproblem bei herkömmlichen Währungen ist das Vertrauen, das erforderlich ist, damit es funktioniert. Der Zentralbank muss vertraut werden, dass sie die Währung nicht entwertet, aber die Geschichte der Fiat-Währungen ist voller Verstöße gegen dieses Vertrauen. Den Banken muss vertraut werden, dass sie unser Geld halten und elektronisch überweisen, aber sie verleihen es in Wellen von Kreditblasen mit kaum einem Bruchteil der Reserve.“

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Bitcoin Blockchain Metrik Analyse: Warum dieser Bullrun anders ist

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Bitcoin Bestandsanalyse:

Wie hat sich die älteste Kryptowährung in den letzten Jahren und Monaten entwickelt?

Lieber Leser, liebe Leserin, 

Das Fuchs Inc.-Team hat es sich zum Ziel gemacht, dir möglichst viele Hintergrundinformationen zum optimalen Verständnis von Bitcoin und dem Marktgeschehen zu präsentieren. Und genau deswegen sehen wir uns regelmäßig an, was im Metrik-Bereich geschieht. Glücklicherweise ist die Bitcoin-Blockchain transparent, entsprechend sind alle direkten Transaktionen nachvollziehbar. Um die älteste Kryptowährung und deren preisliche Entwicklung noch besser zu verstehen, sollten wir uns eben auch anschauen, was uns die Daten der Blockchain verraten.

Wir wünschen spannende Einblicke in die Welt der Bitcoin Metriken.

Wenn es um die Metriken der Exchanges geht, sehen wir uns vor allem an, wie viel BTC auf den Börsen lagert und wie viele Coins von den Handelsplattformen abfließen. Das verrät uns mitunter einiges über die Marktstimmung – transferieren die Bitcoin Investoren ihre Coins auf die Börsen, um zu traden und vielleicht den ein oder anderen Peak in Fiatwährung umzutauschen? Oder wandern immer mehr Coins in die Wallets der Anleger, und wenn ja, aus welchen Gründen?

Bitcoin Transfer auf die Exchanges

Sehen wir uns zunächst an, was uns der Chart für „Bitcoin Transfers auf die Exchanges“ von Glassnode der letzten Monate zeigt. Die Linie in Orange gibt an, wie viel BTC die Halter auf die Handelsplattformen haben fließen lassen. Der letzte große Spike geht mit einem Bitcoin Dip im März des Jahres 2020 einher. Im weiteren Verlauf sehen wir vor allem bei kleineren Dips oder Peaks den erhöhten Transfer von Coins auf die Exchanges. Daraus lässt sich schließen, dass die Bitcoin-Halter vor allem daran interessiert waren, preisliche Höhen und Tiefen für die Gewinnmaximierung und Verlustbegrenzung mitzunehmen.

Wirklich interessant wird es aber erst ab dem Jahr 2021. Denn in diesem Jahr haben wir ein neues Bitcoin Allzeithoch nach dem anderen gesehen. Und dennoch sind die Transferbewegungen hin zu den Exchanges relativ verhalten gewesen. Möglicherweise zeigt uns das, dass es mehr und mehr Bitcoin-Investoren gibt, die BTC als Langzeitinvestment und vielleicht sogar als Absicherung gegen die Inflation der Fiatwährungen ansehen.

Anlegerstimmung erkennen: Liquiditätsabfluss

Wenn es um die Exchange-Metriken geht, dann gilt es auch den Liquiditätsabfluss von den Exchanges zu erörtern. Auch das gehört nämlich ins Gesamtbild der Anlegerstimmung. Wir können davon ausgehen, dass je mehr Bitcoin-Investoren ihre Gelder von den Plattformen in ihre privaten Wallets fließen lassen, desto bullischer ist die Marktstimmung. Schließlich scheinen die Anleger davon auszugehen, dass sie ihre Coins in den nächsten Tagen oder Wochen nicht mehr traden werden, da sie von einer Preissteigerung ausgehen.

Während der nachstehende Chart uns wieder einmal zeigt, dass der März 2020 mit wenig Vertrauen in Bitcoins Aufschwung gespickt war, fällt auch diesmal auf, dass der Bullrun 2021 anders ist. Denn trotz dem ein oder anderen Dip gab es keine extremen Peaks in Bezug auf den Liquiditätsabzug von den Börsen. Die Bitcoin-Investoren scheinen wesentlich entspannter zu sein.

In diesem Szenario interessant zu beobachten ist auch, wie hoch die BTC-Bestände auf den Börsen eigentlich sind. Der nebenstehende Chart zeigt uns deutlich, dass mit zunehmender Adaption die Anzahl der verfügbaren Coins auf den Exchanges weltweit abnimmt. Während in den letzten Monaten die Anzahl der verfügbaren Coins auf den Handelsplattformen sich in etwa parallel zum Bitcoin Preis entwickelte, ist es bei diesem Bullrun anders, wer hätte das gedacht. Seit Ende des Jahres 2020 – damals fing der Bullrun mit legendären 30k an – nimmt das Angebot rasant ab. Wenn du also hin und wieder in den Krypto-News gelesen hast, dass die Liquidität von Bitcoin abnimmt, weißt du jetzt, was damit gemeint ist.

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Wie hat sich die älteste Kryptowährung in den letzten Jahren und Monaten entwickelt?

Lieber Leser, liebe Leserin,

Wenn wir uns mit Bitcoin befassen, dann erörtern wir meist nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Wirkungskreis der ältesten Kryptowährung. Und während vor allem Neueinsteiger von der Volatilität verunsichert sind, gibt es doch einige Hinweise darauf, dass Bitcoin nach wie vor stark ist und auch immer stärker wird.

Wir wünschen viel Freude und interessannte Einblicke beim Lesen unseres Marktupdates!

Bitcoins neue Adressen

Sehen wir uns zunächst die Anzahl der neuen Adressen an – eine Zahl, die uns einiges über die Adaption der ältesten Kryptowährung zeigt. Während am Ende des letzten parabolischen Zyklus am Ende des Jahres 2017 sprungartig viele neue Adressen hinzugekommen sind, hat das Interesse der Neuinvestoren nach einem kurzen, impulsiven Rücksetzer nicht nachgelassen. Wir können dem Chart von Glassnode entnehmen, dass auch im Jahr 2021 einige neue Adressen hinzugekommen sind, diese Entwicklung im Vergleich zu 2017 jedoch noch recht moderat ist. Nicht ersichtlich wird aus dem Chart, ob hier tatsächlich Neuanleger für die vielen neuen Bitcoin Adressen sorgen oder ob es sich zumindest teilweise um weitere Adressen alter Investoren handelt. Der Trend ist jedoch klar aufwärts gerichtet und bietet noch viel Raum, eine eventuelle Impulsbewegung a la 2017 vorzunehmen. 

Glassnode: Anzahl der neuen Adressen
Glassnode: Anzahl aktive Adressen

Bitcoins aktive Adressen

Der Chart der aktiven Adressen von Bitcoin zeigt ebenfalls einen deutlich aufwärtegerichteten Trend. Nachdem Bitcoin bis zum vorherigen Preis-Allzeithoch in 2017 auch bei der Zahl der aktiven Adressen immer weitere Hochs erreichte, brach nach dem Top des letzten Zykluses auch dieser Indikator erstmal ein. Dennoch konnte er sich auf einen verhältsnimäßig recht hohem Niveau stabilisieren und seitdem kontinuierlich wachsen.

Besonders interessant zu beobachten ist die Tatsache, dass trotz des aktuell viel höheren Preises als 2017 die Zahl der aktiven Adressen nicht im gleichen Verhältnis erhöht ist. Dies deutet womöglich darauf hin, dass Bitcoin trotz der starken Preisentwicklung der letzten Monate für den Mainstream weiterhin unter dem Radar läuft. Sollte sich das ändern, wird dies unweigerlich auch starke Auswirkungen auf den Preis haben.

Bitcoin: Circulating Supply

Da wir aus den vorherigen Charts ablesen können, dass Bitcoin langfristig beständig neue und immer mehr aktive Adressen sammelt, können wir daraus auch ein zunehmend steigendes, allgemeines Interesse an der Währung ableiten. Interessant wird es, diese Erkenntnis mit der Anzahl der im Umlauf befindlichen Coins in einen Bezug zu setzen. Auf dem Chart sehen wir, dass der Circulating Supply (die bereits im Umlauf befindliche Anzahl an Bitcoins) und der Bitcoin Preis kongruent verlaufen. Je mehr Coins im Umlauf sind, desto höher steigt auch der Bitcoin Preis. Dieser zunächst nicht ganz einleuchtende Zusammenhang dürfte auf die sinkende Inflation zurückzuführen sein. Zum einen steigt zwar die Gesamtmenge der Bitcoins, andererseits sinkt die Steigerungsrate jedoch kontinuierlich, was bereits bei gleichbleibender Nachfrage zu einem steigenden Preis führt. Mit Blick auf das zunehmende Interesse der Großinvestoren dürfte dort allerdings noch einiges an Luft nach oben sein – und damit kommen wir direkt zu einem weiteren Thema: In welchem Umfang sind institutionelle Investoren in Bitcoin engagiert?

Glassnode: Bitcoin Circulating Supply
Glassnode: Grayscale Investment Bitcoin

Bitcoin und die institutionellen Investoren

Sehen wir uns einen wichtigen institutionellen Investor an: Grayscale. Das Unternehmen ist dafür bekannt, in großem Stil in Krypto zu investieren. Grayscale Investments ist der weltweit größte Manager für digitale Vermögenswerte und investierte kürzlich fast eine Milliarde US-Dollar in digitale Währungen.

An dem Chart sehen wir deutlich, dass das Unternehmen sich in Bezug auf seine BTC-Bestände von Dips nicht verunsichern lässt. Grayscale hält mehr als 650.000 BTC. Auf der Webseite von Grayscale lesen wir:

„Der Grayscale-Bitcoin-Trust ist ein traditionelles Anlageinstrument mit Aktien, die auf den Namen des Anlegers lauten. Er bietet Finanz- und Steuerberatern eine vertraute Struktur und eine einfache Übertragbarkeit auf die Begünstigten nach dem Erbrecht.“

Hier wird also deutlich, dass der durchschnittliche Krypto-Enthusiast nicht zum Kundenstamm gehört. Das Interesse privater Großinvestoren scheint also unabhängig vom Bitcoin Preis hoch.

Bitcoin: HODL Waves und Halvings

Ein häufig diskutiertes Thema ist, ob die Halvings einen signifikanten Einfluss auf den Bitcoin Preis haben. Sehen wir uns diesbezüglichen einen Chart zu den sogenannten HODL Waves von Glassnode an, ist recht deutlich ersichtlich, dass Dauer des Haltens von Bitcoin in der Vergangenheit nach jedem Halving in drei Peaks verlief und dabei forlaufend auf ein neues Hoch kletterte. Vergleichen wir den aktuellen Zyklus mit den vergangenen, wird ersichtlich, dass wir aktuell den ersten Peak hinter uns gelassen haben. Sollte sich der historische Verlauf wiederholen, stünden uns noch viele weitere Potenziale in diesem aktuellen Zyklus bevor. Das Abschließen eines Hochs in den HODL Waves ging historisch auch immer mit einem Rücksetzer einher, was für den aktuellen Preissturz sprechen könnte. Sollte sich die Geschichte also wiederholen, stünden wir aktuell noch am Beginn eines starken Aufwärtstrendes.

Alles in allem sehen wir also, dass Bitcoin sich stark entwickelt – und dennoch ist dieser Bullrun nicht wie die vorherigen.

Glassnode: HODL Waves und Halving
Glassnode: Liquid Supply Change

Bitcoins Liquid Supply Change

Dass die generelle Anzahl an Bitcoin zunimmt, haben wir bereits erörtert. Doch wie uns der Chart der Veränderung des sogenannten liquiden Angebots zeigt, fließen diese Coins nicht einfach im Krypto-System umher. Viel mehr bewegen sie sich von liquider Lagerung hin zu illiquider Lagerung, was verstärktes Hodln indiziert. Dies wiederum spricht dafür, dass weniger Bitcoin aktiv auf dem Markt verfügbar sind, wodurch ein sinkendes Angebot entsteht, welches zu einem steigenden Preis beitragen kann. Man stelle sich nur einmal vor, Bitcoin erhielte medial die gleiche Aufmerksamkeit wie in 2017 und würde in der Gesellschaft wieder eins der heißesten Gesprächsthemen werden. Die daraus entstehende Nachfrage mit dem sinkenden, verfügbaren Angebot hätte enorme Auswirkungen auf die Preisfindung des Bitcoins.

Bitcoin auf den Exchanges

Die Nachfrage ist in diesem Bullrun sicherlich eine anderee, denn dieses Mal gesellen sich zu den kleinen und Privatinvestoren erstmal auch signifikant viele institutionellen Investoren. Allein MicroStrategy hält mittlerweile 91.579 BTC, Tesla ist eingestiegen und viele weitere große Player engagieren sich. Gleichzeitig nimmt das Angebot an verfügbaren Coins aber ab: Es gibt nicht mehr allzu viele Coins zu minen und die Nachfrage übersteigt mittlerweile das Angebot.

Während der letzten Bullruns sind die BTC-Bestände auf den Exchanges tendenziell gestiegen, und zwar auch vom Bitcoin Preis unabhängig. Diesmal sehen wir aber ein Ablaufen der BTC-Bestände von den Exchanges – in die Wallets der Investoren.

Glassnode: Bitcoin on Exchanges

Bei diesem Bullrun ist also anders, dass Großinvestoren mit dabei sind, Bitcoin noch nie so etabliert und diskutiert war und die Hodler sich von ihrer stärksten Seite zeigen. Im Rückblick ist dieser Bullrun sicherlich noch interessanter. 

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Marktupdate 22. April 2021

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Bitcoin: Verrückte Zeiten

Lieber Leser, liebe Leserin,

Bitcoin entwickelt sich – von der Cypherpunk Vision hin zum Mainstream-Phänomen. In diesem Marktupdate geht es einmal mehr um PayPal, China, Blackrock, Craig Wright. Eine verrückte Runde mit vielen Höhen und Tiefen. Während den Minern in China der Strom abgeschaltet wird, entscheidet sich Blackrock dafür, dass Bitcoin eine großartige Anlageklasse ist. In Deutschland geht ein Bitcoin ETP live, an anderer Stelle wittert Thiel in Bitcoin einen Angriff auf die USA durch China. Los geht’s!

Wir wünschen viel Freude und interessannte Einblicke beim Lesen unseres Marktupdates!

PayPal weitet seinen Krypto-Einflusskreis aus

PayPals Plattform Venmo ermöglicht seinen 70 Millionen Nutzern nun vier führende Kryptowährungen über die App zu kaufen, zu halten und zu verkaufen. Die vier führenden Kryptowährungen sind Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Bitcoin Cash.

Sicherlich praktisch für all diejenigen, die sich mit der selbstsouveränen Verwahrung der Coins nicht befassen möchten.

Darrell Esch, SVP and GM, Venmo, erklärt:

„Unser Ziel ist es, unseren Kunden eine benutzerfreundliche Plattform zur Verfügung zu stellen, die den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen vereinfacht und einige der häufigsten Fragen und Missverständnisse der Verbraucher entmystifiziert.“

China schaltet Minern den Strom ab

Nachdem Bitcoin auf ein neues Allzeithoch bei über 64.000 US-Dollar gestiegen ist, kam es zu einem plötzlichen Drop am letzten Wochenende (17./18. April 2021). Gleichzeitig kam es an diesem Wochenende zu einem starken Rückgang der Bitcoin Mining Hash Rate. Grund dafür sollen von der Regierung eingeleitete Stromausfällen in China gewesen sein. Dieser Blackout soll einige Mining Farmen betroffen haben, wodurch deren Hash Rate dann teilweise bis zu 33 Prozent gesunken ist. Grund für den Strom-Notaus sollen Unfälle in Kohleminen gewesen sein.

Bitcoin Chart von CoinMarketCap
Hash Rate Chart von Blockchain.com

Noch verlassen wir China nicht, denn von dort gibt es weiteres in Bezug auf Bitcoin zu berichten. Während die Volksbank von China (PBoC) bisher überaus skeptisch gegenüber den digitalen Währungen war, hat sich der Tonus nun drastisch geändert. Auf einem CNBC-Panel im Boao Forum for Asia erklärte der stellvertretende Gouverneur der PBoC, Li Bo:

„Wir betrachten Bitcoin und Stablecoins als Krypto-Assets […]. Dies sind Investitionsalternativen.“

Betrachten wir diese Entwicklung nun aus den Augen von Peter Thiel, Milliardär, Risikokapitalgeber und Mitbegründer von PayPal, sieht es so aus:

„Obwohl ich eine Pro-Krypto-Pro-Bitcoin-Maximalist bin, frage ich mich, ob Bitcoin zu diesem Zeitpunkt teilweise auch als chinesische Finanzwaffe gegen die USA angesehen werden sollte.“

Thiel äußerte dies im Zuge der Richard Nixon Foundation.

Blackrock: Bitcoin ist eine großartige Anlageklasse

Eine weitere fragliche Aussage in Bezug auf die Bitcoin-Adaption ist die von Larry Fink, CEO von Blackrock. Fink bezeichnete Bitcoin als „eine großartige Anlageklasse“. Scheinbar hat der weltweit größte Vermögensverwalter nun seine Meinung zu Bitcoin grundlegend geändert, denn mittlerweile gehören auch Bitcoin-Futures zu den zulässigen Anlagen in zwei Blackrock Fonds.

Des Weiteren investierte Blackrock rund 6,5 Millionen US-Dollar in CME-Bitcoin-Futures-Kontrakte. Das hört sich zunächst viel an – doch das AUM von Blackrock beträgt 8,67 Billionen US-Dollar.

Ähnliche Adaptionsentwicklungen können wir auch in Deutschland beobachten, wo die Deutsche Börse nun mit dem Bitcoin ETP von Iconic Funds ein weiteres Krypto-Produkt ins Sortiment bekommen hat. Noch in diesem Monat geht es mit dem physisch abgesicherten Bitcoin Exchange Traded Product (ETP) los. Das Investment über die Börse ermöglicht es Anlegern, die Verantwortung für die sichere Verwahrung der Coins an die ETP-Anbieter abzugeben. Ferner dürfte die Börsenlandschaft für manche Investoren ein gewohntes Terrain sein und somit das Investment in Bitcoin deutlich vereinfachen.

Patrick Lowry, CEO von Iconic Funds und börsennotierter Cryptology Asset Group, erklärt in einer Pressemitteilung:

„Bitcoin und die Kryptoindustrie als Ganzes werden jetzt als eine bonafide Anlageklasse anerkannt. Institute und Investoren verlangen nach einer nahtlosen und vertrauten Art der Anlage. Iconic zielt darauf ab, die Einführung von Krypto-Assets voranzutreiben, indem Vertrauen für Investoren geschaffen wird. Angesichts der Liste der Tier-1-Dienstleister, die wir für unser physisch abgesichertes Bitcoin-ETP zusammengestellt haben, glauben wir, dass wir auf diese Weise erfolgreich waren.“

COPA geht gegen Craig Wright vor

Die gemeinnützige Organisation COPA geht nun gezielt gegen Craig Wright vor, der einige Plattformen für das Hosten des Bitcoin Whitepapers verklagt hatte. Wright muss sich nun also mit einer weiteren Klage befassen, durch die COPA eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirken möchte. Die Organisation COPA versucht ferner gerichtlich feststellen zu lassen, dass Wright keine Copyright-Ansprüche auf das Bitcoin-Whitepaper durchsetzen kann.

Wir erinnern uns: Craig Wright versucht schon lange der Krypto-Community zu beweisen, dass er Satoshi Nakamoto ist. Allerdings fehlen ihm bisher handfeste Beweise, die ihn als Schöpfer der ältesten Kryptwährung identifizieren würde.

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